LSCV

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Seit 1883 gegen Tierversuche und für die Rechte des Tieres !

Protokoll der LSCV-Generalversammlung vom 20. April 2019 in Avusy

Anwesende Vorstandsmitglieder:

Luc Fournier (Präsident), Benjamin Frei (Vizepräsident), Laurianne Nicoulin (Vorstandssekretärin), Susanne Karagoz.

Entschuldigte Vorstandsmitglieder:

Paul Ecoffey

Traktandenliste:

Traktanden
1. Begrüssung, Vorstellung des LSCV-Geländes und des pädagogischen Projekts in Avusy
2. Verlesung des Protokolls der letzten Generalversammlung
3. Bericht 2018
4. Bericht der Kassierin und der Rechnungsprüferinnen
5. Diskussion und Abstimmung über die beiden Berichte
6. Diskussion und Abstimmung über eine Änderung von Artikel 8 Absatz 1 der Statuen. Der geänderte Absatz soll wie folgt lauten: «Die ordentliche Generalversammlung findet einmal jährlich zwischen dem 1. März und dem 30. Juni statt.»
7. Diskussion und Abstimmung über eine Änderung von Artikel 2 der Statuten. Der Text soll wie folgt geändert werden: «Die LSCV ist in den Bereichen Tier-, Natur- und Umweltschutz tätig und verfolgt insbesondere folgende Zwecke:». Zudem soll der Artikel um den folgenden Buchstaben h) erweitert werden: «Politisches sowie rechtliches Engagement für den Schutz der Tiere und der Natur mittels Initiativen, Referenden, Beschwerden usw.»
8. Verschiedenes

Beginn der Generalversammlung um 14 Uhr

Der Präsident eröffnet die Sitzung und dankt den anwesenden Mitgliedern für ihr Erscheinen. Da beim Vorstand kein schriftlicher Antrag eingereicht wurde, kann die Generalversammlung gemäss Traktandenliste abgehalten werden.

1. Vorstellung des LSCV-Geländes und des pädagogischen Projekts in Avusy

Der Präsident erklärt, dass Alexandra Vuffray-Pellet, ein langjähriges Mitglied der LSCV, dieser das Grundstück in einem Legat vermacht hat. Im Andenken an die grosszügige Spenderin möchte der Vorstand das Land für den Tierschutz nutzen. Die 2600 m2 grosse Parzelle liegt in der Landwirtschaftszone. Sie verfügt über einen Trinkwasseranschluss und über Strom aus einer Solaranlage. Das Grundstück ist somit geeignet, um darauf sogenannte Nutztiere wie Ziegen, Schafe, Schweine, Hühner und Kaninchen unterzubringen. Die Gehege und Unterstände für die Tiere werden im Laufe des Sommers mit freiwilligen Helfern erstellt. Das Gelände soll zu einem Ort werden, an dem vor allem Kinder und Jugendliche für den Tierschutz und die Rechte der Tiere sensibilisiert werden. Es sollen Projekttage für Schulklassen aller Stufen angeboten werden. Die Kinder und Jugendlichen können sich um die Tiere kümmern, erfahren etwas über ihre Bedürfnisse und lernen, ihr grundlegendstes Recht zu respektieren: das Recht, zu leben, ohne vom Menschen ausgebeutet oder aus egoistischen Gründen getötet zu werden. In einem Gemüsegarten erleben die Schülerinnen und Schüler, wie Land bearbeitet wird und welch wunderbare pflanzliche Nahrungsquellen uns die Erde liefert. Sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für die ehrenamtlichen Mitarbeitenden, die sich um das Gelände und die Tiere kümmern, können vor Ort vegane Mahlzeiten zubereitet werden. Zudem kann der Ort als Treffpunkt für Versammlungen, Sitzungen von Freiwilligen, Aktivistinnen und Aktivisten und für weitere Veranstaltungen genutzt werden.
Der Fortbestand dieses Projekts ist dank des Legats, das neben dem Grundstück mehrere Hunderttausend Franken umfasst, gesichert.

Suzanne Karagöz fragt, wer sich um die Tiere kümmern werde. Der Präsident antwortet, dass ein Ablöseplan mit Freiwilligen aufgestellt werde. So ist auch neben den täglichen Pflege- und Reinigungszeiten am Morgen und am Abend regelmässig jemand vor Ort. Es sind zudem Überwachungssensoren vorgesehen, die automatisch ein SMS verschicken, so dass wir schnell eingreifen können, falls jemand eindringt.

2. Verlesung des Protokolls der letzten Generalversammlung

Die anwesenden Mitglieder haben das Protokoll in der Juniausgabe 2018 der LSCV-Zeitung zur Kenntnis genommen, deshalb wird auf die Verlesung verzichtet. Das Protokoll wird genehmigt.

3. Jahresbericht 2018

Als Ergänzung zum Jahresbericht, der in der März-Ausgabe der LSCV-Zeitung veröffentlicht wurde, erklärt die Vorstandssekretärin, dass sich die ECEAE zurzeit völlig neu organisieren muss, weil die britische Tierschutzorganisation CFI austreten, die Verwaltung abgeben und einen eigenen europäischen Verband gründen will. Diese Entwicklung hat alle überrumpelt. Da das Funktionieren der ECEAE dringend gesichert werden muss, sind Benjamin Frei und Laurianne Nicoulin in deren Vorstand eingetreten. Die LSCV hat zudem einen Teil der Sekretariatsaufgaben übernommen. Vom 20. bis 22. März fand in Köln ein Treffen statt, an dem geklärt wurde, wie es mit der bisher von der CFI gewährleisteten Buchführung weitergeht und wie die anderen ECEAE-Mitglieder zur Zukunft der europäischen Tierschutzkoalition stehen.

4. Bericht der Kassierin und der Rechnungsprüfer

Laurianne Nicoulin liest den Bericht der Kassierin und Sarah-Julia Rakotonarivo den Bericht der Rechnungsprüfer vor.
Der Präsident stellt Florence Grimm, die neue Rechnungsführerin der LSCV vor, und dankt ihr für ihre Arbeit.

5. Diskussion und Abstimmung über die beiden Berichte

Da zu den beiden Berichten keine Fragen eingehen, schlägt der Präsident vor, zur Abstimmung überzugehen. Die Berichte werden einstimmig genehmigt.

6. Diskussion und Abstimmung über eine Änderung von Artikel 8 Absatz 1 der Statuen. Der geänderte Absatz soll wie folgt lauten: «Die ordentliche Generalversammlung findet einmal jährlich zwischen dem 1. März und dem 30. Juni statt.»

Der Präsident erinnert daran, dass dieser Vorschlag darauf abzielt, dass die Generalversammlung künftig auf dem LSCV-Gelände in Avusy stattfinden kann. Da die Wetterbedingungen dafür einigermassen gut sein müssen, wären die Monate Mai und Juni ideal.

Abstimmung: Der Vorschlag wird einstimmig angenommen.

7. Diskussion und Abstimmung über eine Änderung von Artikel 2 der Statuten. Der Text soll wie folgt geändert werden: «Die LSCV ist in den Bereichen Tier-, Natur- und Umweltschutz tätig und verfolgt insbesondere folgende Zwecke:». Zudem soll der Artikel um den folgenden Buchstaben h) erweitert werden: «Politisches sowie rechtliches Engagement für den Schutz der Tiere und der Natur mittels Initiativen, Referenden, Beschwerden usw.»

Der Präsident erklärt, in welchen Fällen die LSCV bisher kein Beschwerderecht gegen rechtswidrige Abschüsse von Wildtieren hatte. Die Anpassung von Artikel 2 soll uns ermöglichen, künftig wirksamer vorzugehen.

Abstimmung: Der Vorschlag wird einstimmig angenommen.

8. Ein-/Austritte

Keine

9. Verschiedenes

Da keine weiteren Fragen gestellt werden, schliesst der Präsident die Generalversammlung um 14.40 Uhr und lädt die Anwesenden zum bereitgestellten Buffet.

Luc Fournier