LSCV

LSCV

Seit 1883 gegen Tierversuche und für die Rechte des Tieres !

Ersatzmethoden in Ausbildung

Ausbildung und Training von Chirurgen

« POP TRAINERS »

Mit den so genannten „POP TRAINERS“ finanziert die LSCV seit 1995 die ersten Modelle, die den Einsatz von lebenden Tieren überflüssig machten. Bei diesen Geräten werden aber leider (hauptsächlich von Schweinen stammende) Tierorgane aus Schlachthöfen eingesetzt. Wir erachten dies als Nachteil, obwohl die Organe sonst einfach verbrannt worden wären. Hat man die Wahl, so ist es auf jeden Fall vorzuziehen, Organe von Tieren zu verwenden die sowieso für den menschlichen Verzehr geschlachtet werden, als an lebenden Schweinen zu üben, welche stundenlang narkotisiert und in düsteren Tierstallungen gehalten werden.

« BODY FORM »

Die von der Firma Limbs and Things hergestellten Apparate BODY FORM für die Laparoskopie bestehen ausschliesslich aus synthetischem Material. Mit verschiedenen austauschbaren Organen aus synthetischen Fasern (Latex, Plastik) werden im Innern einer Puppe Struktur und Farbe menschlicher Eingeweide nachgebildet. Diese sind den jeweiligen Versuchen entsprechend angeordnet. Die Apparate wurden hauptsächlich für eine Verwendung in der Verdauungs- sowie der urologischen und gynäkologischen Chirurgie entwickelt. Bei BODY FORM handelt es sich um qualitativ hochwertige Modelle, mit denen die menschliche Anatomie und ihre Variationen dargestellt werden. Die Modelle lassen sich mehrfach verwenden.

Das Modell « PVC-RAT »

Das ausschliesslich aus synthetischem Material bestehende Modell ist der Anatomie von Ratten nachgebildet. Diese wurden bis anhin bei mikrochirurgischen Übungen eingesetzt. Es wird von der „Microsurgical Developments Foundation“, einem nicht gewinnorientierten Unternehmen mit Sitz in Holland, das 1990 gegründet wurde, vertrieben.
Mit dem Modell können rund 25 mikrochirurgische Techniken trainiert werden. Dazu gehören beispielsweise Anastomosen, das Setzen von Kanülen oder Transplantationen von Blutgefässen und Organen.

Unterricht an Hochschulen

Aktuelle Lage

Obwohl die LSCV den öffentlichen Betrieben unentgeltlich Alternativmodelle (aus synthetischem Material oder Computersoftware) für die Ausbildung der Studierenden zur Verfügung stellt, werden an unseren Universitäten und Fachhochschulen und manchmal sogar an Kantonsschulen im Rahmen des Biologieunterrichts jedes Jahr Tausende von Tieren eingesetzt.
Diese Tiere – hauptsächlich Ratten und Frösche – werden meist nur getötet, um sie zu sezieren oder ihnen Organe zu entnehmen, die bei verschiedenen Versuchen im Rahmen praktischer Arbeiten verwendet werden.
Wissenschaftlich lässt sich in keiner Weise begründen, warum seit Jahrzehnten dieselben Versuche durchgeführt werden. Im Rahmen praktischer Arbeiten liessen sich die Tiere einfach durch die zahlreichen bereits bestehenden Alternativmodelle ersetzen. Diese sind äusserst leistungsfähig und kosten wenig. An zahlreichen Universitäten im Ausland werden sie im Rahmen der Ausbildung von Biologie- und Medizinstudenten bereits eingesetzt.
Unserer Ansicht nach werden die Tiere im Unterricht aus einem einzigen Grund seziert: Die Studierenden sollen emotional auf das vorbereitet werden, was später für verschiedene das „Arbeitsmaterial“ darstellen wird.

InterNICHE

InterNICHE ist ein internationales Netzwerk aus Studierenden und Professoren, die sich gegen Tierversuche in Forschung und Unterricht einsetzen.
Das 1988 unter der Bezeichnung EuroNICHE gegründete Netzwerk wurde im Jahr 2000 in InterNICHE umbenannt, nachdem sich dieses an internationalen Projekten beteiligt und so sein Tätigkeitsfeld infolgedessen erweitert hatte. InterNICHE verfügt heute über Koordinatoren in rund dreissig Ländern.
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