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Europäische Union vernachlässigt Finanzierung von Alternativmethoden

Am 24. Januar 2014 wurde eine Studie der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE) in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Altex (1) veröffentlicht. Sie zeigt auf, dass die meisten europäischen Länder kaum finanzielle Mittel in die Entwicklung von Ersatzmethoden investieren, obwohl sie gesetzlich dazu verpflichtet wären.

Die neue EU-Tierversuchsrichtlinie 2010/63/EU, die im Januar 2013 in Kraft trat, verpflichtet die EU-Mitgliedstaaten, zur Entwicklung und Förderung von Alternativmethoden beizutragen.
Weniger als die Hälfte der Mitgliedstaaten waren bereit, an der ECEAE-Umfrage teilzunehmen. Nur gerade sieben Staaten konnten belegen, dass sie spezifische Finanzmittel für Alternativmethoden bereithalten: Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Deutschland, Schweden und Grossbritannien.

Diese sieben Länder investierten insgesamt 18,7 Millionen Euro. Die anderen Staaten, die an der Umfrage teilnahmen, waren Tschechien, Irland, Lettland, Luxemburg, die Slowakei und Spanien. Diese Länder hatten weder im Jahr 2013 noch in den Vorjahren irgendwelche finanziellen Mittel für Ersatzmethoden bereitgestellt.

Der Anteil der Gelder für Alternativmethoden an den gesamten staatlichen Forschungsausgaben beläuft sich in den an der Umfrage beteiligten Ländern auf 0% bis 0,036%. Das Land, das 2013 am meisten in Ersatzmethoden investierte, war Grossbritannien mit 11 Millionen Euro.

1) http://www.altex.ch/Online-first.95.html

Luc Fournier