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Protokoll der Generalversammlung der Schweizer Liga gegen Vivisektion und für die Rechte des Tieres vom 16. April 2016 in Freiburg

Beginn der Generalversammlung um 14 Uhr

Anwesende Vorstandsmitglieder:

Luc Fournier (Präsident), Paul Ecoffey (Co-Vizepräsident), Benjamin Frei (Co-Vizepräsident), Maja Schmid (Kassierin), Laurianne Parent (Vorstandssekretärin), Sylvie Benoît.

Entschuldigte Vorstandsmitglieder:

Damiann Clerc, Suzann Karagöz, Michèle Loisel

Traktandenliste:

1. Verlesung des Protokolls der letzten Generalversammlung
2. Jahresbericht 2015
3. Bericht der Kassierin und der Rechnungsprüfer
4. Diskussion und Abstimmung über die beiden Berichte
5. Wahl der drei Rechnungsprüfer
6. Ein-/Austritte
7. Verschiedenes

Eröffnung der Generalversammlung

Der Präsident eröffnet die Sitzung und dankt den Mitgliedern für ihr Erscheinen. Da beim Vorstand kein schriftlicher Antrag eingereicht wurde, kann die Generalversammlung gemäss Traktandenliste abgehalten werden.

1. Verlesung des Protokolls der letzten Generalversammlung vom 18. April 2015

Da die anwesenden Mitglieder das Protokoll in der Juni-Ausgabe 2015 der LSCV-Zeitung zur Kenntnis genommen haben, wird auf die Verlesung verzichtet und das Protokoll genehmigt.

2. Jahresbericht 2015

Der Präsident informiert über die Entwicklung verschiedener Geschäfte und Aktionen aus dem Jahresbericht, der in der LSCV-Zeitung veröffentlicht wurde.

Das Tierversuchszentrum Elanco in Saint-Aubin (FR) wurde praktisch aufgelöst. Nur einige Studien, die kurz vor dem Abschluss stehen, sollen noch zu Ende geführt werden. Es ist inzwischen schwer, in Erfahrung zu bringen, was im Zentrum passiert. Den entlassenen Mitarbeitern seien Konsequenzen angedroht worden, falls sie nicht schweigen sollten. Mehreren Quellen zufolge soll ein Teil der Tiere bereits eingeschläfert worden sein. Einige Tiere seien an andere Labors verkauft worden. Elanco soll Hunde- und Laborboxen an den Novartis-Campus in Basel vermieten.

Am 30. April 2016 findet im Rahmen der Kampagne «Zirkus ohne Tiere» eine Demonstration vor dem Zirkus Royal in Basel statt. Sie wird von Benjamin Frei organisiert.

Das Vorhaben des Genfer Staatsrates Luc Barthassat, Jägern den Abschuss von Wild zu erlauben, scheint nach wie vor hängig. Die LSCV ist bereit, rechtlich dagegen vorzugehen und nötigenfalls eine kantonale Initiative zu lancieren, um das Jagdverbot aufrechtzuerhalten.

Die Ablehnung des kantonalen Referendums gegen die neuen Tierhaltungen der Universität Bern war überraschend deutlich. Der Berner Staatsrat setzte auf Verschleierungstaktik, indem er die Abstimmungsfrage mehrmals änderte, bis schliesslich nur noch ein nichtssagender Titel übrigblieb, der sich allein auf den Baukredit bezog. Jeglicher Bezug zum eigentlichen Thema, den Tierversuchen, wurde unter den Teppich gekehrt. Die Aktivistinnen und Aktivisten waren während Monaten vor Ort im Einsatz und leisteten unermüdlich wichtige Überzeugungsarbeit. Doch leider reichte das nicht aus, um die Bevölkerung von den Vorteilen tierversuchsfreier Forschung zu überzeugen. Damit wir den sogenannten «Tierschutzbeauftragten» der Universitäten, die sich in den Medien für Tierversuche aussprechen, entgegenhalten können, brauchen wir die Unterstützung von Forschenden, die Ersatzmethoden entwickeln. Zurzeit sind diese Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sehr zurückhaltend, wenn es um öffentliches Engagement geht, sei es, weil sie Repressalien von Seiten der Tierversuchsforschung befürchten, sei es, weil sie grundsätzlich das Licht der Öffentlichkeit scheuen. Unsere Aufgabe in den nächsten Monaten wird sein, Forschende für ein öffentliches Engagement zu gewinnen und den Druck auf die Hochschulen aufrechtzuerhalten. Denn jede Aktion, selbst wenn sie scheitert, trägt ein Stück weit zu einem Veränderungsprozess bei. Bei den Forschenden keimt das Bewusstsein, dass die aktuelle Situation langfristig nicht haltbar ist. Wenn sie auf dem Gebiet der Ersatzmethoden weiterhin nichts tun und innovative Projekte blockieren, wird das Volk, das ihnen heute noch vertraut, vielleicht morgen schon nicht mehr auf ihrer Seite stehen.

3. Bericht der Kassierin und der Rechnungsprüfer

Sylvie Benoît dankt Oscar Appiani für die freundliche Aufnahme anlässlich der Revision, die in Neuenburg stattfand. Sie verliest den Bericht der Rechnungsprüfer.

Maja Schmid dankt Marie Jonquille für die Buchführung sowie Sylvie Benoît und Oscar Appiani für die Rechnungsprüfung. Der diesjährige Verlust erklärt sich durch die zahlreichen Aktionen, die im Laufe des Jahres durchgeführt wurden, sowie durch die Tatsache, dass die LSCV 2015 keine Legate erhielt. Unsere Finanzlage ist aber nach wie vor gut und die Weiterführung der laufenden Aktionen im nächsten Jahr ist gewährleistet.

4. Diskussion und Abstimmung über die beiden Berichte

Da zu den beiden Berichten keine Fragen eingehen, schlägt der Präsident vor, zur Abstimmung überzugehen. Die Berichte werden einstimmig genehmigt.

5. Wahl der drei Rechnungsprüfer

Michèle Perroud, Sylvie Benoît und Oscar Appiani werden in ihrem Amt bestätigt.

6. Ein-/Austritte

Es werden keine Ein- oder Austritte diskutiert.

7. Verschiedenes

Der Präsident informiert über den Ablauf des Spendenlaufs run4science, der am 12. Juni 2016 stattfindet. Neben den Wettläufen ist ein Rahmenprogramm mit Unterhaltung und Infoständen geplant. Das Ziel des Spendenlaufs ist die Förderung und die bessere Bekanntmachung von Alternativmethoden. Die LSCV ist Hauptsponsor des Anlasses. Weitere Sponsoren sind unter anderem die Firma LUSH und die Fondation Gelbert.

Michèle Perroud hat sich um die Umsetzung des Vertriebs von tierversuchsfreier Tiernahrung gekümmert. Drei Monate nach dem Projektstart werden wir eine finanzielle Bilanz ziehen und entscheiden, ob das Projekt weitergeführt wird oder nicht. Das Ziel ist, Katzen- und Hundehalter zum Umsteigen auf Tiernahrungsmarken zu bewegen, die nicht an Tieren getestet wurden.

Der Präsident unterbreitet der Generalversammlung den Vorschlag, den Namen der LSCV zu ändern, dies auf Anregung mehrerer Vorstandsmitglieder und aufgrund verschiedener Rückmeldungen. Der Begriff «Vivisektion» ist heute immer weniger gebräuchlich. In der Deutschschweiz wird er praktisch gar nicht mehr verwendet und oft nicht verstanden. Verschiedene Mitglieder verlangen eine Diskussion über die Möglichkeit einer Namensänderung oder -anpassung.
Der Präsident räumt ein, dass der Begriff «Vivisektion» zunehmend durch den Begriff «Tierversuch» ersetzt wird. Letzterer kam in den 1980er-Jahren auf, als Forschungskreise mit einer Kommunikationskampagne auf kritische Medienberichte gegen die In-vivo-Forschung reagierten. Da «Vivisektion» bei der Bevölkerung negativ besetzt war, sollte der Begriff «Tierversuch» die immer noch gleiche grausame Methode beschönigen. Nun ist es aber auch wichtig, dass die Liga einen verständlichen Namen hat, den man sich gut merken kann. Die systematische Verwendung der Abkürzung LSCV könnte einer Namensänderung vorgezogen werden. Auch andere Tierschutzorganisationen wie GAIA, ATRA, AGSTG sind unter der Abkürzung bekannt, ohne dass alle wissen, wofür diese steht.

In der Diskussion der Mitglieder bestätigt sich, dass der Begriff «Vivisektion» aufgegeben werden sollte. Die Mehrheit der Anwesenden befürwortet eine Namensänderung oder die Verwendung der Abkürzung LSCV. Der Präsident schlägt vor, die Mitglieder in der Juni-Ausgabe der LSCV-Zeitung zu diesen Vorschlägen zu befragen. Die Umfrageresultate und Vorschläge werden in der September-Ausgabe veröffentlicht. Falls es zu einer Namensänderung kommt, würde darüber an der Generalversammlung 2017 abgestimmt.

Da sich kein weiteres Mitglied mehr zu Wort meldet, schliesst der Präsident die Generalversammlung um 14.50 Uhr und lädt die Anwesenden zu einem vom Vorstand vorbereiteten Apéro-Buffet ein.


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