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Protokoll der Generalversammlung der Schweizer Liga gegen Vivisektion und für die Rechte des Tieres vom 5. April 2014 in Thônex, Genf

Eröffnung der Generalversammlung um 14 Uhr

Anwesende Vorstandsmitglieder:

Max Moret (Präsident), Luc Fournier (Vizepräsident), Maja Schmid (Kassierin), Laurianne Parent (Vorstandssekretärin), Sylvie Benoît, Suzanne Karagöz

Abwesende und entschuldigte Vorstandsmitglieder:

Damiann Clerc, Michèle Loisel, Suzanne Wachtl

Traktandenliste

1. Verlesung des Protokolls der letzten Generalversammlung
2. Bericht des Präsidenten
3. Bericht der Kassierin und der Rechnungsprüfer
4. Diskussion und Abstimmung über die beiden Berichte
5. Statutarische Wahl des Vorstands
6. Wahl der Rechnungsprüfer
7. Ein-/Austritte
8. Varia

Eröffnung der Generalversammlung

Der Präsident eröffnet die Sitzung und dankt den Mitgliedern für ihr Erscheinen. Er gibt die ordnungsgemässe Einberufung der Generalversammlung gemäss Artikel 60 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches und den Statuten der Liga bekannt. Da beim Vorstand kein schriftlicher Antrag eingereicht wurde, kann die Generalversammlung gemäss Traktandenliste abgehalten werden.

1. Verlesung des Protokolls der letzten Generalversammlung vom 23. März 2013

Da die anwesenden Mitglieder das Protokoll in der Juniausgabe 2013 der LSCV-Zeitung zur Kenntnis genommen haben, wird auf die Verlesung verzichtet und das Protokoll genehmigt.

2. Bericht des Präsidenten

Der Präsident kommt kurz auf die im Geschäftsbericht 2013 beschriebenen Aktivitäten zu sprechen. Der im Jahresabschluss ausgewiesene Ausgabenüberschuss geht auf die zahlreichen Aktionen zurück, die im Laufe des Jahres durchgeführt wurden, und ist unproblematisch. Die finanzielle Lage der Liga ist nach wie vor sehr gut.
Die Karten-Mailings werden weitergeführt, denn sie generieren Einnahmen für neue Projekte und bieten Gelegenheit, den Zweck und die Ziele der Liga bekannt zu machen.

An der diesjährigen Generalversammlung wird der Vorstand für die nächsten drei Jahre gewählt. Der Präsident hatte zwar seinen Rücktritt angekündigt, da kein Vorstandsmitglied seine Nachfolge antreten möchte, tritt er aber erneut zur Wahl an.

Der Präsident erinnert die Anwesenden an die Statuten der Liga und weist darauf hin, dass die Unterstützung von Tierheimen in Not zu ihren festgeschriebenen Aufgaben gehört. Die Finanzhilfe beläuft sich auf etwa 65’000 Franken pro Jahr und dient hauptsächlich der Deckung von Tierarzt- und Futterkosten. Finanzielle Unterstützung kann auch in Form von rückzahlbaren Darlehen gewährt werden. Als Beispiel nennt der Präsident ein Tierheim, das zum Jahresende nicht mehr über genügend flüssige Mittel verfügte und von der Liga unterstützt wurde.
Ein Mitglied fragt, ob für den plötzlichen Liquiditätsmangel eines Tierheims nicht eine schlechte Führung verantwortlich sein könnte.

Oscar Appiani, Gründer des Tierheims Cottendart im Kanton Neuenburg, ergänzt die Ausführungen des Präsidenten. Der Tätigkeitsumfang eines Tierheims hänge von der Anzahl aufgenommener Tiere ab und nicht alle Kosten seien vorhersehbar. Sein Tierheim diene zudem als kantonale Auffangstation, der Kanton Neuenburg vergüte die Kosten für die Betreuung der Tiere aber nicht ausreichend. Deshalb hätte die Institution Ende Jahr mit finanziellen Schwierigkeiten gekämpft. Ein zinsloses Darlehen, das übrigens in der Zwischenzeit zurückbezahlt worden sei, habe die Situation entschärft. Appiani dankt dem Präsidenten und der Liga für die finanzielle Unterstützung.

Als Nächstes kommt der Präsident auf die finanzielle Unterstützung eines jungen Forschers zu sprechen, der ein neues 3-D-Zellmodell eines Lungentumors entwickelt. Das Modell verwendet ausschliesslich menschliches Gewebe, das aus in Spitälern entnommenen Biopsien stammt. Es soll dazu dienen, die Toxizität neuer Substanzen sowie neue Krebstherapien zu untersuchen.

Die Aktionen in den Kantonen Waadt und Genf kamen in der Öffentlichkeit sehr gut an. Dies, obwohl sie von den Medien ignoriert wurden und Inserate, die in der Tribune de Genève und in 24 Heures hätten geschaltet werden sollen, zensiert wurden. Über die Aktionen in Freiburg berichteten die lokalen Medien hingegen ausführlich.

Die in Zusammenarbeit mit anderen Tierschutzorganisationen durchgeführte Stopp-Pelz-Kampagne zeigte nur geringe Wirkung. Auf den Strassen sind nach wie vor viele Pelzkragen zu sehen.

Der Präsident schliesst seine Ausführungen mit einem Dank an den Vizepräsidenten Luc Fournier für die geleistete Arbeit und an die Kassierin Maja Schmid für die Verwaltung der Liga.

3. Bericht der Kassierin und der Rechnungsprüfer

Auch dieses Jahr reiste die Kassierin zu den Rechnungsprüfern in den Kanton Neuenburg. So blieb Letzteren mehr Zeit, um die Buchhaltung zu prüfen und Fragen zur Verwendung der Gelder zu stellen.
Die Kassierin Maja Schmid trägt ihren Bericht der Generalversammlung vor. Anschliessend verliest Sylvie Benoît den Bericht der Rechnungsprüfer (siehe Bericht 2013 der Kassierin und Bericht 2013 der Rechnungsprüfer).

4. Diskussion und Abstimmung über die beiden Berichte

Da zu den beiden Berichten keine Fragen eingehen, schlägt der Präsident vor, zur Abstimmung überzugehen. Die Berichte werden einstimmig angenommen.

5. Statutarische Wahl des Vorstands

Der Präsident gibt bekannt, dass Suzanne Wachtl sich nicht mehr zur Wiederwahl in den Vorstand stellt, der Liga aber als Mitglied erhalten bleibt. Er übergibt das Wort dem Vizepräsidenten, der zur Wahl des Präsidenten schreitet. Der Vizepräsident bedankt sich bei Max Moret und wünscht ihm, dass er sein Engagement bestmöglich weiterführen kann. Anschliessend stellt er die zwei neuen Mitglieder vor, die sich zur Wahl stellen: Benjamin Frei ist Student der Umweltingenieurwissenschaften in Zürich. Der Tierrechtsaktivist aus dem Kanton Basel-Land kümmert sich um die Organisation der LSCV-Aktionen in der Deutschschweiz.
Paul Ecoffey ist ein Apotheker aus Genf. Er bringt seine wissenschaftlichen Kenntnisse vor allem bei der Führung von Geschäften ein, bei denen es um Tierversuche geht.

Die Generalversammlung schreitet zur Wahl des neuen Vorstands für die Periode 2014–2017.

Als Vorstandsmitglieder mit Unterschriftsberechtigung zu zweit sind gewählt:
Präsident, Maxime Moret: mit einer Enthaltung gewählt
Vizepräsident, Luc Fournier: einstimmig gewählt
Kassierin, Maja Schmid: einstimmig gewählt
Vorstandssekretärin, Laurianne Parent: einstimmig gewählt

Als Vorstandsmitglieder sind gewählt:
Sylvie Benoît (NE), Paul Ecoffey (GE), Benjamin Frei (BL), Michèle Loisel (NE), Suzanne Karagöz (GE), Damiann Clerc (VD): einstimmig gewählt

Der Präsident dankt der Generalversammlung für ihr Vertrauen und schreitet zum nächsten Punkt der Traktandenliste.

6. Wahl der Rechnungsprüfer

Sylvie Benoît und Oscar Appiani stellen sich erneut als Rechnungsprüfer zur Verfügung. Der Präsident weist darauf hin, dass  ein dritter Kandidat gebraucht wird. Ein Mitglied fragt, wie gross der Aufwand für die Rechnungsprüfung sei. Der Präsident erklärt, dass die Buchhaltung von der Kassierin und einer externen Buchhalterin fachkundig geführt werde und die Rechnungsprüfer in erster Linie überprüfen müssten, ob das Geld dem Zweck und den Zielen der Liga entsprechend eingesetzt werde. Der Aufwand beschränke sich folglich auf ein paar Stunden pro Jahr, in denen die gesamte Buchhaltung genau geprüft werde. Nach diesen Erläuterungen stellt sich Michèle Perroud als Kandidatin zur Verfügung.

Der Präsident schreitet zur Wahl. Sylvie Benoît, Oscar Appiani und Michèle Perroud werden einstimmig gewählt.

7. Ein-/Austritte

Im Jahr 2013 sind der Liga 745 neue Mitglieder beigetreten. Damit zählt die LSCV insgesamt etwa 10’000 Mitglieder.

8. Varia

Der Präsident übergibt das Wort den Anwesenden.

Ein Mitglied dankt der LSCV für ihre Arbeit und die dreisprachig verfasste Zeitung. Die Haltung der Medien gegenüber den LSCV-Kampagnen erstaunt ihn nicht. Obwohl er die Aktionen der Liga unterstützt, fragt er sich, ob es irgendwann möglich sein werde, gewisse Tierversuche zu ersetzen und ob die Liga ihren Zweck und ihre Ziele eines Tages erfüllen könne.

Der Präsident entgegnet, dass die Liga sich unmittelbar für einen geringeren Tierverbrauch bei Experimenten und für die Einhaltung des Tierschutzgesetzes einsetze und letztlich eine vollständige Abschaffung der Vivisektion anstrebe.
Der Vizepräsident fügt an, dass mittlerweile sogar die Industrie Tierversuchsstudien in Frage stelle. Er erwähnt einen in der naturwissenschaftlichen Fachzeitschrift Nature erschienenen Artikel, in dem eine ehemalige Führungskraft des Pharmaunternehmens Amgen Tierversuche in der Krebsforschung kritisiert, weil sie nicht reproduzierbare und unbrauchbare Ergebnisse hervorbringt. Das Projekt des von der Liga unterstützten jungen Forschers (siehe Punkt 2) zielt darauf ab, das Tiermodell in der Krebsforschung durch neue, zuverlässigere Modelle zu ersetzen. Letztlich wird die klinische Forschung vom Tiermodell abkommen, weil es nicht gut ist. Wie lange es bis dahin dauern wird, hängt davon ab, wie viele finanzielle Mittel in die Entwicklung von Ersatzmethoden fliessen.

Der Präsident fügt an, dass sich Studierende der Universität Genf zusammengeschlossen haben, um das Rektorat von einem Engagement für die Entwicklung von Ersatzmethoden zu überzeugen. Sie konnten am 30. April 2014 in den Räumlichkeiten der Uni Mail einen Vortrag mit anschliessender Diskussion zu organisieren. Details dazu werden demnächst veröffentlicht.

Da sich kein weiteres Mitglied mehr zu Wort meldet, schliesst der Präsident die Generalversammlung um 15 Uhr und lädt die Anwesenden zu einem Apéro ein.

 


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