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Protokoll der Generalversammlung der Schweizer Liga gegen Vivisektion und für die Rechte des Tieres vom 26. März 2011 in Thônex, Genf

Eröffnung der Sitzung um 14.15 Uhr

 

Anwesende Vorstandsmitglieder:
Max Moret (Präsident), Luc Fournier (Vizepräsident), Suzann Karagöz, Michèle Loisel, Sylvie Benoît, Egon Naef, Suzanne Wachtl, Maja Schmid

Abwesende und entschuldigte Vorstandsmitglieder:
Emmanuel Broillet, Ruth Perdrizat, Marina Zumkeller (Rechnungsführerin), Laurianne Nicoulin

Traktandenliste

1. Vorlesen des Protokolls der letzten Generalversammlung
2. Bericht des Präsidenten
3. Bericht der Rechnungsführerin und der Rechnungsprüfenden
4. Diskussion und Abstimmung über die beiden Berichte
5. Statutarische Wahl des Vorstands
6. Wahl der drei Rechnungsprüfenden
7. Aufnahmen / Austritte
8. Varia

Eröffnung der Generalversammlung

Der Präsident eröffnet die Sitzung und dankt den Mitgliedern für ihr Erscheinen. Er gibt die ordnungsgemässe Einberufung der Generalversammlung gemäss Artikel 60 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches und den Statuten der Liga bekannt. Da beim Vorstand kein schriftlicher Antrag eingereicht wurde, kann die Generalversammlung gemäss der Traktandenliste stattfinden.

1. Vorlesen des Protokolls der letzten Generalversammlung vom 27. März 2010

Da die anwesenden Mitglieder das Protokoll in der Juniausgabe 2010 zur Kenntnis genommen haben, wird dieses nicht mehr vorgelesen und angenommen.

2. Bericht 2010 des Präsidenten

Der Präsident teilt einige zusätzliche Informationen zum Tätigkeitsbericht mit, der in der Märzausgabe 2011 der Zeitung veröffentlicht wurde. Diese betreffen Aktionen im Bereich der Tierversuche sowie die finanzielle Unterstützung, die verschiedenen Tierschutzorganisationen gewährt worden war. Der Präsident weist darauf hin, dass sich die Liga trotz der Kosten im Zusammenhang mit verschiedenen Aktionen, die 2010 durchgeführt wurden, einer gesunden Finanzlage erfreut. Bezüglich der Organisation künftiger Aktionen ist dies sehr ermutigend.
Er informiert auch über die Weiterführung der kürzlich durchgeführten Informationskampagne, welche die Liga gegen die Wiedereinführung der Jagd im Kanton Genf veranstaltete. In diesem Kanton findet derzeit eine Verfassungsrevision statt. In einem ersten Entwurf soll das seit 1974 geltende strenge Jagdverbot aufgehoben werden. Die Informationskampagne war breit angelegt und die Liga durfte sich über zahlreiche Zeichen der Unterstützung freuen. Wie die ersten Echos zeigen, dürfte das strenge Jagdverbot wieder eingeführt werden. Der Vorstand der Liga wird die zweite Version des Verfassungsentwurfs aufmerksam verfolgen, die Ende 2011 veröffentlicht werden soll.

3. Bericht der Rechnungsführerin und der Rechnungsprüfenden und
4. Diskussion und Abstimmung über die beiden Berichte

Da sich Marina Zumkeller aus gesundheitlichen Gründen entschuldigt hat, liest die Vorstandssekretärin Maja Schmid den Bericht vor. Sie teilt mit, dass Marie Jonquille die Buchhaltung bereits zum zweiten Mal zur vollsten Zufriedenheit geführt hat. Das Jahr 2010 schliesst mit einem Nettogewinn von CHF 247'107.19 ab. Dieser ist insbesondere auf beträchtliche Einnahmen aus Legaten und infolge Spenden zurückzuführen, die nach verschiedenen besonderen Aktionen  eingegangen sind.
Die Vorstandssekretärin weist zudem darauf hin, dass nebst dem Hauptziel - der Abschaffung von Tierversuchen - auch die Unterstützung von Tierheimen in Not und die Kampagnen zur Sterilisierung streunender Katzen zum Alltag der Liga gehören.
Anschliessend liest Oscar Appiani den Bericht der Rechnungsprüfenden vor. Für dieses Amt standen Laurianne Nicoulin und Oscar Appiani im Einsatz.

Da zu den beiden Berichten keine Fragen gestellt werden (siehe Bericht 2010 der Rechnungsführerin und Bericht 2010 der Rechnungsprüfenden) schreitet der Präsident zur Abstimmung. Beide Berichte werden einstimmig angenommen.

5. Statutarische Wahl des Vorstandes für die Periode 2011 bis 2014

Aus gesundheitlichen Gründen möchten sich Ruth Perdrizat und Marina Zumkeller für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stellen. Da ansonsten nur die übrigen abtretenden Mitglieder noch einmal kandidieren, ergeben sich folgende Abstimmungsresultate:

Als Vorstandsmitglieder mit Unterschriftsberechtigung zu zweit sind gewählt:
Präsident: Maxime MORET : einstimmiges JA
Vizepräsident: Luc FOURNIER : einstimmiges JA
Rechnungsführerin: Maja SCHMID : einstimmiges JA
Vorstandssekretärin: Laurianne NICOULIN : einstimmiges JA

Als Vorstandsmitglieder sind gewählt:
Sylvie BENOÎT, Suzann KARAGÖZ, Michèle LOISEL, Ruth MÜLLER, Egon NEAF, Suzanne WACHTL: einstimmiges JA

Der Präsident dankt der Versammlung für ihr Vertrauen und schreitet zum nächsten Punkt der Traktandenliste.

6. Wahl der Rechnungsprüfenden

Oscar Appiani stellt sich erneut als Rechnungsprüfer zur Verfügung. Die Wahl erfolgt einstimmig.
Da sonst keine Kandidatur vorliegt, weist der Präsident darauf hin, dass diese Tätigkeit pro Jahr nur ein bis  zwei Stunden in Anspruch nimmt. Die Buchhaltung der Liga wird von einer Buchhalterin geführt und vom Kanton Genf kontrolliert. Ein Mitglied fragt, ob jemand aus dem Vorstand gewählt werden kann. Wie der Präsident erklärt, können sich die Rechnungsprüfenden bei einer Buchhaltungskontrolle davon überzeugen, dass das Geld der Liga den Statuten entsprechend eingesetzt wurde. Deshalb ist es von Vorteil, wenn die von der Versammlung gewählten Rechnungsprüfenden nicht dem Vorstand angehören. Da kein anwesendes Mitglied eine Kandidatur einreicht und die Wahl von drei Rechnungsprüfenden obligatorisch ist, stellen sich Sylvie Benoît und Michèle Loisel vom Vorstand zur Verfügung. Die Wahl erfolgt bei einer Enthaltung einstimmig.

7. Aufnahmen / Austritte
 
Im Jahr 2010 hat die Liga 800 neue Mitglieder aufgenommen. Rund 400 Mitglieder gehören infolge von Todesfällen, Austritten oder nicht registrierten Adressänderungen nicht mehr der Liga an. Bezüglich der Adressänderungen erklärt der Präsident, dass die Zustellung von 10‘000 adressierten Zeitungen viermal pro Jahr problematisch sein kann. So sind beispielsweise fast alle an Mitglieder der Gemeinden Chexbres und Gingins adressierten Zeitungen zurückgekommen, da sie keine Hausnummern enthielten. Die entsprechenden Zeitungen wurden jedoch jahrelang problemlos in dieser Form verschickt. Für jede Rücksendung berechnet die Post eine Gebühr von zwei Franken. Wenn ein Mitglied nach einer zweimaligen Rücksendung keine Adressänderung mitgeteilt hat, wird es deshalb leider von der Mitgliederliste gestrichen. In der Folge wird jedes Mitglied, das die Mitergliederzeitung nicht mehr erhält, gebeten, seine neue Adresse mitzuteilen, nicht nur um über laufende Aktionen zu erfahren, sondern auch um unnötige Kosten zu verhindern.

8. Verschiedenes

Der Präsident erteilt einige zusätzliche Informationen zu den Beschlüssen, die der nationale Vorstand bis anhin getroffen hat:

Ein Wanderbus ermöglicht es der Liga, jeden Monat in den wichtigsten Schweizer Städten Standaktionen durchzuführen. Der Lieferwagen der Liga wird so eingerichtet sein, dass er sämtliches Informations- und Ausstellungsmaterial enthält. Die erste Standaktion findet am 14. Mai in Lausanne statt. Anschliessend wird der Bus seine Fahrt in der Deutschschweiz fortsetzen.

Die Liga wird den Europäischen Marsch gegen Vivisektion unterstützen, der am Samstag, den 23. April 2011 in Paris stattfindet, und eine Vertretung entsenden.

Die Liga hat sich für einen Beitritt zur Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE) beworben. Dieser gehören derzeit 17 Organisationen aus Ländern wie Italien, Deutschland, Belgien, Spanien, Frankreich, Norwegen usw. an, die Tierversuche abschaffen möchten. Ein Beitritt der Liga soll dazu dienen, sich an gemeinsamen Aktionen zu beteiligen. Gleichzeitig soll das Logo „Leaping Bunny“ in der Schweiz unterstützt und verbreitet werden. Mit diesem Logo wird bescheinigt, dass die entsprechenden Kosmetikmarken keine Tierversuche durchführen. Das Logo, das ursprünglich von der BUAV (British Union for the Abolition of Vivisection), einem Mitglied der ECEAE, entwickelt wurde, ist auch in der Europäischen Koalition stark verbreitet. Die von der Liga geführte Liste von Kosmetikprodukten, die nicht an Tieren getestet wurden, ist sehr gefragt, erfordert aber auch viel Nachforschung. Im Rahmen einer entsprechenden Zusammenarbeit mit der ECEAE wird es möglich sein, Datenbanken zusammenzulegen. In der Folge lassen sich die Risiken einzuschränken, dass eine Marke irreführende Angaben machen kann, um als Marke zu gelten, die keine Tierversuche durchführt.
Maja Schmid, die für das Kosmetikdossier zuständig ist, wird die Liga innerhalb der ECEAE vertreten. Sie wird sich anlässlich der nächsten Sitzung der Europäischen Koalition an den Sitz der BUAV in London begeben. Die Veranstaltung findet am 10.-12. Mai 2011 statt. Grundsätzlich halten die Mitgliederorganisationen turnusgemäss zwei Sitzungen pro Jahr ab.

Im Kanton Waadt scheinen die Behörden keine seriösen Kontrollen von Tierversuchen durchzuführen. Die Liga prüft die Möglichkeit, verschiedene Verfahren anzuzeigen. In einem solchen Fall würden für die Bewohner des Kantons Veranstaltungen organisiert und entsprechende Informationen verbreitet.

Ein Mitglied fragt, ob die Liga bezüglich gewisser Forscher in Zürich über Informationen verfügt. Die Wissenschaftler sollen 25 Millionen Franken erhalten haben, um Versuche an Mikrorobotern und Gehirnen von Singvögeln durchzuführen.
Der Vizepräsident benötigt weitere Informationen, um zu wissen, worum es geht. Grundsätzlich entspricht der erwähnte Betrag aber der Finanzierung, die für gewisse Forschungsprogramme gewährt wird. Die Schweizer Gruppen können sich inzwischen um europäische Stipendien bewerben. Die Politik zur Unterstützung der Forschung wird so gehandhabt, dass eher Kompetenzzentren als isolierte Gruppen unterstützt werden. Die erwähnten Beträge betreffen somit wahrscheinlich nicht ein einzelnes Forschungsteam, sondern vielmehr verschiedene Gruppen. Diese können von verschiedenen Universitäten stammen und sich einem ganz bestimmten Bereich widmen.

Bezüglich der neuen Versuche, die Dr. Bize an Vögeln durchführt und für die er vom SNF (Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) Fr 375'000.- erhalten hat, sammelt die Liga auch weiterhin Informationen. Michèle Loisel schlägt vor, den Schweizer Vogelschutz (SVS) zu kontaktieren und diesen zu fragen, ob er über entsprechende Informationen verfügt.

Ein Mitglied stellt den Antrag, auch Vogelschutzorganisationen zu kontaktieren, um ihre Unterstützung zu erhalten. Der Vizepräsident weist darauf hin, dass die Naturschutzorganisationen solchen Versuchen oft wohlwollend gegenüberstehen. Die Vogelwarte Sempach verurteilte zwar die Versuche, die Dr. Bize an Alpenseglern durchführte. Wie sich anschliessend aber zeigte, hatten die Wissenschaftler dieser Stiftung einige Jahre zuvor nahezu die gleichen Versuche vorgenommen. Er weist auch auf einen Antrag für Versuche an Reptilien hin, von dem er gehört hat. Diese Versuche sind für die verwendete Art seiner Ansicht nach äusserst schädlich. Der Vizepräsident war sehr überrascht, dass eine Organisation, die sich für die Erhaltung der Fauna einsetzt, ein solches Projekt unterstützt. Seiner Ansicht nach klaffen das Image, welches diese Organisationen verbreiten möchten, und die Realität ihrer Aktionen auseinander, solange die breite Öffentlichkeit nicht darüber informiert ist.

Marie Berger von der französischen Vereinigung Oïkos Kaï Bios dankt der Liga für ihre Teilnahme am Europäischen Marsch gegen Vivisektion.

Da sich kein Mitglied mehr zu Wort melden möchte, hebt der Präsident die Sitzung um 15.20 Uhr auf und lädt die Anwesenden zu einem Apéro ein.

 


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