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Ein ausgezeichneter Artikel der Organisation IDA (In Defense of Animals) zur Finanzierung von Tierversuchen durch die amerikanischen Organe, welche für die öffentliche Finanzierung zuständig sind. So lächerlich sie sind, wären gewisse dieser Forschungen, die in den Vereinigten Staaten durchgeführt werden, in der Schweiz durchaus möglich. Einige ähnliche Versuche wurden in den letzten Jahren durchgeführt oder sind noch im Gang. Dies ist nicht weiter erstaunlich, da es reicht, den Werdegang der Forscher an unseren Universitäten zu verfolgen, um festzustellen, dass die meisten in der amerikanischen Forschung studiert oder gearbeitet haben. Dummheit ist international. Dasselbe gilt für das System, welches die Ziele der medizinischen Forschung festlegt.

Die 1983 gegründete IDA befindet sich in Kalifornien (USA). Der Originalartikel (auf Englisch) Real Ridiculous Research (RRR) kann unter folgender Adresse eingesehen werden:
www.idausa.org/realridiculousresearch

……………………………………

Wirklich lächerliche Forschung

Das National Institutes of Health (NIH) verfügt über ein Budget von 32 Milliarden Dollar und ist der weltweit grösste Geldgeber der biomedizinischen Forschung. Dieses Institut finanziert auch am meisten Tierversuche.
Das NIH möchte Sie davon überzeugen, dass die mit Steuern finanzierten Tiersuche dazu dienen, Arzneimittel und Impfungen zu entwickeln und dass das Institut seinen Auftrag nach "lebensverlängernder Gesundheit und Verringerung der Lasten von Krankheit und Behinderung" erfüllt.

Deshalb hat IDA einige Nachforschungen durchgeführt und die Liste der zehn wirklich lächerlichsten Versuche erstellt, die 2011 an Tieren stattfanden, um zu zeigen, was Tierversuche wirklich sind.
Basiert auf 2011 erschienen Artikeln, handelt es sich um von der NIH finanzierte Tierversuche, die von bundesstaatlichen Kommissionen geprüft und in verschiedenen einschlägigen Fachblättern publiziert wurden. Diese als "Crème de la crème" angesehenen Versuche, zeigen, wie Steuern sowie Tierleben leichtfertig vergeudet werden für eine Forschung die dem medizinischen Fortschritt keinen Nutzen bringt und niemanden über etwas aufklärt, das von Interesse wäre oder das wir nicht schon wissen. Man muss sich deshalb die Frage stellen, womit sich all die Versuche befassen, die nie veröffentlicht werden…

 

Die zehn wirklich lächerlichsten Tierversuche im Jahr 2011

10) Die bei Ratten durch Medikamente verursachte Arthritis erschwert die körperliche Tätigkeit.

9) Ratten, die sich mehr im Kreise drehen als andere, scheinen ängstlicher zu sein.

8) Ein an Präriewühlmäusen durchgeführter Versuch suggeriert, die von ledigen Müttern aufgezogenen Kleinen seien weniger liebevoll.

7) Hamster auf Diät fressen lieber, als sich zu paaren.

6) Die Geschmacksnerven für bittere Substanzen scheinen bei Ratten zu funktionieren.

5) Das ansteckende Gähnen bei Schimpansen wird durch Empathie verursacht.

4) Die Anatomie von Alligatoren und die von ihnen verursachten Töne unterscheiden sich von denjenigen der Menschen.

3) Der Geruch frischer Zitrone kann bei Affen eine Erektion auslösen.

2) Unter dem Einfluss von Kokain mögen Ratten Miles Davis besser.

1) Labors stellen für Affen Stress erzeugende Orte dar.

 

Diese Liste ist nur die Spitze des Eisbergs und will die "Real Ridiculous Research"-Kampagne der IDA wiederaufgreifen. Jedes Jahr werden von der NIH Millionen von Taxgeldern in Tierversuche versenkt. Die Kampagne RRR von IDA ermöglicht es, der breiten Öffentlichkeit, dem Kongress, den Beiräten der NIH und den Medien kontinuierlich aufzuzeigen, wie die NIH wertvolle öffentliche Gelder benutzt (oder vielmehr verschwendet), indem alberne Tierversuche finanziert werden.

Die finanziellen Mittel für solche Experimente stammen aus einem total perversen Stipendien System der NIH -

- Ein Überangebot an rüppelhaften und rücksichtslosen Forschern führte zu einem gnadenlosen Konkurrenzkampf beim Wettlauf um Gelder.

- Im Rahmen eines wissenschaftlichen Artikels, der am 29. März 2012 in der Zeitschrift Nature erschien, wurden das System, sowie die Zuverlässigkeit präklinischer Forschungen in Frage gestellt.

- Es wurde von ehemaligen Direktoren der NIH, von Tausenden von NIH finanzierten Forschern und renommierten Wissenschaftlern hart kritisiert, da es innovative und mutige Forschungen verhindert.

- Es hat zu einem Überfluss an Stipendien geführt, mittels deren die Steuerzahler „untervertretene“ Forscher finanzieren die für ihre Doktorarbeiten Tierversuche durchführen. Damit wird eine neue Generation von Vivisektoren aufgebaut.

- Es hat Stipendien für die Ausbildung geschaffen, und somit für noch mehr zukünftige Forscher mittels Tierversuch gesorgt.

- Es hat so genannte „innovative“ Stipendien finanziert, welche die Wissenschaft in keiner Weise revolutionieren, sondern lediglich den Status Quo erhalten.

- Es hat das National Primate Research Center System in den letzten 20 Jahren mit 1,5 Milliarden Dollar finanziert, damit diese Zentren auch weiterhin betrieben werden können. (Die Hälfte aller in der Top 10-Liste aufgeführten Studien umfasset Tierversuche, welche diese Zentren für Primatenforschung durchführen oder finanzieren.)

- Es hat das 3R Prinzip (Reduction, Refinement, Replacement = Vermindern, Verbessern und Vermeiden von Tierversuchen) sowie das Gesetz aus dem Jahr 1993 zur Renovation der NIH belächelt, welches von der NIH tierversuchsfreie Forschungsmethoden forderte.

 

10) Die bei Ratten durch Medikamente verursachte Arthritis erschwert die körperliche Tätigkeit

Im Rahmen einer ausgeklügelten aber sinneswidrigen Studie, spritzten Forscher der Universität Neuenglands eine Arthritis erzeugende Substanz in die Knie von Ratten. Anschliessend stellten sie fest, dass die Ratten aufgrund chronischer Schmerzen die Laufräder weniger benutzten. Ironie der Studie: Anscheinend schwächte die induzierte Arthritis diejenigen Ratten mehr, die vor dem Versuch am aktivsten waren.

Warum verdarben die Forscher diesen Tieren das bisschen Spass, das ihnen in ihrem elenden Dasein noch blieb, für etwas das man schon wusste? Es ging wohl einfach darum, noch ein „Tiermodell“ für chronische Schmerzen beim Menschen zu entwickeln. Dabei sollten die Forscher wissen, dass Tiere verschiedener Arten (und sogar verschiedener Stämme der gleichen Art) auf die gleichen Krankheiten oder Moleküle unterschiedlich reagieren können.

Diese Studie wurde durch ein R15-Stipendium des National Institutes of Arthritis and Musculoskeletal and Skin Diseases finanziert. Die R15-Stipendien sind Institutionen vorbehalten, die vom NIH nicht in umfassendem Ausmass finanziert werden. Zu den Zielen der R15 gehört es, „die Studierenden die Forschung entdecken zu lassen“. Folglich führen R15-Stipendien zu einer neuen Generation von Vivisektoren, wie jene der F31 und T32 Subventionen.

9) Ratten, die sich mehr im Kreise drehen als andere, scheinen ängstlicher zu sein

Forscher an der Florida State University brachten Ratten in einen offenen Raum ohne jegliche Versteckmöglichkeit, was für Nager eine stressige Situation darstellt und ermittelten jene Tiere die mehr herum rannten als andere. Bei einigen Tieren lösten sie  zudem ein psychologisches Trauma aus, indem sie diese in einen Käfig mit einer grösseren und aggressiveren Ratte steckten. Dies erfolgte teilweise nur einmal, bei anderen Tieren aber auch mehrere Tage hintereinander. Gewisse männliche Ratten, die von aggressiveren Männchen angegriffen und dominiert wurden, isolierten sich in sozialer Hinsicht selber und schienen weniger Spass zu empfinden als andere Ratten.

Welche Schlussfolgerungen zogen die Forscher angesichts dieser  ängstlichen Ratten? Sie folgerten, es handle sich um Exemplare, die in einem offenen Raum mehr als die anderen herumrannten und grössere Angst hatten, von einer anderen Ratte angegriffen zu werden, auch wenn dies nur einmal erfolgte. Mit anderen Worten – gewisse Ratten sind von Natur aus einfach ängstlicher als andere.

Diese Studie wurde durch zwei Stipendien des National Institutes of Mental Health finanziert, darunter ein R21-Stipendium. Solche Stipendien sind für „innovative Studien, die zu Fortschritten führen“ oder „Studien mit erhöhtem Risiko und Potenzial, die einen Fortschritt ermöglichen könnten“ oder Studien bestimmt, um „Techniken, Wirkstoffe, Methodologien, Anwendungen oder innovative Modelle zu entdecken, die sich auf die biomedizinischen, Verhaltens- oder klinischen Forschungen auswirken könnten“. Wenn solche Versuche für die NIH als "durchschlagende" oder "hohes Risiko hoher Gewinn" Forschung gelten, muss man sich fragen, womit sich denn die „gewöhnlichen Studien“ befassen.

8) Ein an Präriewühlmäusen durchgeführter Versuch suggeriert, die von ledigen Müttern aufgezogenen Kleinen seien weniger liebevoll

Statt sich für das eigentliche Problem zu interessieren, kreierten die Forscher der Emory University bei Präriewühlmäusen Familien mit nur einem Elternteil, indem sie die Väter wegnahmen. Sie stellten fest, dass die allein stehenden Mütter ebenso viel Zeit damit verbrachten, sich um ihre Kleinen zu kümmern, wie die Mütter bei den Rattenpaaren. Jedoch verbrachten die von solchen Müttern aufgezogenen Kleinen weniger Zeit mit ihrem eigenen Nachwuchs als Tiere, die von beiden Elternteilen aufgezogen worden waren.

Ist es nicht beleidigend, diese Versuche mit Präriewühlmäusen als eine "einfache und ethologisch vertretbare Art bei der Studie menschlicher Familiendynamiken" zu beschreiben, ohne damit beweisen zu können, dass dieses Resultat auf den Menschen übertragbar ist?

Diese Studie wurde durch vier verschiedene Stipendien der NIH finanziert. Dazu gehörte auch eine Studie des Yerkes Primate Research Centers, welche die amerikanischen Steuerzahler seit nunmehr 52 Jahren finanzieren.

Diese Studie an Präriewühlmäusen wurde auch mit einem T32-Stipendium der institutionellen Ausbildung des National Institutes of Mental Health finanziert welches sich hauptsächlich auf die Ausbildung von neun Doktoranden in der Basis der Forschung, die auch verschiedene "Tiermodelle" beinhaltet, konzentriert. Es bietet kein klinisches Training und greift auf Lehrkräfte des Yerkes National Pr9imate Research Centers zurück.

Die Studie wurde zusätzlich mit zwei Stipendien des National Institutes of Mental Health unterstützt.

7) Hamsterauf Diät fressen lieber, als sich zu paaren

Forscher der Universitäten von Lehigh und Minnesota stellten fest, dass eine Diät bei Hamstern keinen grossen Einfluss auf ihren sexuellen Appetit hatte, aber sie regten ihn weniger oft an. Weibchen, die während acht bis elf Tagen 75 % ihrer gewohnten Nahrungsration erhielten, schienen mehr Zeit mit der Nahrung als mit den Männchen zu verbringen, wenn sie die Wahl hatten. Sie hamsterten auch mehr Nahrung - was für eine Überraschung.

Die Studie wurde mit drei NIH-Stipendien unterstützt – zwei des National Institutes on Drug Abuse und einem des National Institutes of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases.

Ein Stipendium des NIDA war ein F31-Stipendium welches die Forschungsausbildung mit "zukünftigem Abschluss in der Forschung (z.B. Doktoranden)" unterstützt. Im vorliegenden Fall erlangte die Doktorandin 2011 an der University of Minnesota ihren, teilweise mit Steuergeldern bezahlten, Doktortitel und arbeitet dort in der Forschung. Im März 2012 hielt sie an einer Fachtagung, die an einem Gymnasium in Minnesota stattfand, sowie beim Club der biologischen Wissenschaften der Universität Minnesota verschiedene Vorträge.  

Erwähnenswert ist noch ein weiteres Beispiel für ein F31-Stipendium, das zur Ausbildung der neuen Generation von Forschern an Tieren dient. Die Inhaberin eines F31-Stipendiums erlangte 2011 an der Oregon Health & Science University ihr Doktorat, das teilweise von den Steuerzahlern finanziert wurde. Im Rahmen einer 2011 veröffentlichten Publikation, die mit diesem Stipendium finanziert wurde, wurde trächtigen Mäusen Methamphetamin verabreicht. Dies sollte dazu dienen, die Auswirkungen der Substanz auf die kognitiven Fähigkeiten zu untersuchen, die der Nachwuchs der besagten Mäuse in der Adoleszenz entwickelte. Die Inhaberin des F31-Stipendiums ist derzeit an einer anderen Universität als Assistenzprofessorin für Psychologie tätig. Dort möchte sie gemäss diesem „Nagermodell“ die Versuche mit trächtigen Mäusen auf weitere Betäubungsmittel ausdehnen. Ihre Stelle als Assistenzprofessorin für Psychologie ermöglicht es ihr zudem, zu unterrichten und eine neue Generation von Wissenschaftlern zu begleiten, die Tierversuche durchführen.

Von den 1‘232 Stipendien des zweiten F31-Zyklus, den die NIH im Steuerjahr 2011 finanzierten, betrafen 47 % (also 579 Studien) Versuche mit Ratten, Mäusen oder nicht-menschlichen Primaten.

6) Die Geschmacksnerven für bittere Substanzen scheinen bei Ratten zu funktionieren

Von der unglaublichen Vielfalt bitterer Substanzen inspiriert, wollten Forscher an der Ohio State University herausfinden, was beim Durchschneiden von zwei Nerven passiert, welche die Geschmackspapillen mit dem Hirn verbinden. Die Wissenschaftler öffneten deshalb die Kehle von zehn Ratten, um einen ersten Nerv durchzuschneiden. Anschliessend durchlöcherten sie die Trommelfelle von zehn weiteren Ratten, um den zweiten wichtigen Nerv zu durchtrennen. Zehn Ratten, die weniger Glück hatten als die anderen, mussten beide Operationen über sich ergehen lassen. Ihnen wurden beide Nerven durchtrennt. Bei den zehn „glücklicheren“ Ratten öffneten die Forscher ganz einfach die Kehle und durchlöcherten das Trommelfell, ohne die Geschmacksnerven für bittere Substanzen zu treffen. Wie barmherzig!

Die Forscher stellten fest, dass der Nerv, der am meisten auf bittere Stimuli reagiert, auch eine wichtigere Rolle spielt, wenn es darum geht, bittere Substanzen zu vermeiden. Wirklich unglaublich!

Diese Studie wurde durch zwei Stipendien des National Institute on Deafness and Other Communications Disorders finanziert. Eines davon besteht seit nunmehr 22 Jahren.

5) Das ansteckende Gähnen bei Schimpansen wird durch Empathie verursacht

Wenn ein anerkannter Primatenspezialist und ein viel versprechendes Element des Yerkes National Primate Research Centers einen Artikel zur Verbreitung des Gähnens bei Schimpansen veröffentlicht, regt dieser ebenfalls zum Gähnen an. Anschliessend könnte man die Autoren jedoch aus Empörung erwürgen. Die amerikanischen Steuerzahler finanzierten ein Stipendium zur Entwicklung einer gemütlichen Karriere und dieses diente dazu, einen zweifelhaften Versuch durchzuführen. Das Experiment zeigt auf, dass es auf Empathie zurückzuführen ist, wenn sich ein Schimpanse beim Gähnen eher einem bekannten Artgenossen anschliesst als einem Schimpansen, den er nicht kennt.

Ob wohl die Wissenschaftler nach den Schimpansen selber gegähnt haben? Angesichts der Tatsache, dass ihr Arbeitsplatz an einem Ort ist wo unsere nächsten Verwandten eingesperrt und täglich gefoltert werden, wahscheinlich kaum. Noch unwahrscheinlicher ist es, da Frans de Waal Co-Autor der Studie ist. Obwohl er immer wieder behauptet, dass Verhalten und Gesellschaftsleben der Schimpansen sehr nahe dem menschlichen Verhalten sind, weigert er sich zu den invasiven und tödlichen Experimenten an Schimpansen die an seinem eigenen Institut stattfinden Stellung zu nehmen. Vielleicht könnte er sich die Tiere zum Vorbild nehmen und eine Form von Mitgefühl entwickeln.

Die Studie wurde mit zwei Stipendien unterstützt – einem K12-Stipendium zur Karrierenentwicklung, das von der Universität von Emory gewährt wurde, und einem Stipendium des Yerkes Primate Research Centers Grant. Letzteres finanzieren die Steuerzahler seit 52 Jahren.

4) Die Anatomie von Alligatoren und die von ihnen verursachten Töne unterscheiden sich von denjenigen der Menschen

Wissenschaftler der Universität Utah pflanzten in die Luftröhre junger Alligatoren Druckfühler ein und führten anschliessend ein Kabel durch ihre Kehle das sie mit "mehreren Klebbandrunden" am Oberkiefer befestigten. Sie wollten mehr über ihr Stimmverhalten erfahren. Die Forscher fanden heraus, dass Alligatoren nur über zwei Stimmfrequenzen verfügen, wobei Säugetiere deren drei aufweisen.

Eines der beiden NIH Stipendien, das für diese Studie gewährt wurde, sollte dazu dienen, einen Atemweg-Simulator zu entwickeln. Der Simulator sollte es den Ärzten ermöglichen, verschiedene Atembeschwerden zu beschreiben und diagnostizieren. Ein guter Rat: Untersucht die menschliche Anatomie und lasst die Alligatoren in Ruhe!

Diese Studie wurde mit zwei Stipendien des National Institutes on Deafness and Other Communication Disorders finanziert.

3) Der Geruch frischer Zitrone kann bei Affen eine Erektion auslösen

Forscher der Universität Wisconsin, des Wisconsin National Primate Research Centers, der Forschungslabors von Merck und der Northeastern University in Boston zeigten, dass bei
männliche Seidenäffchen eine Erektion ausgelöst werden kann wenn sie mittels Duftstoffen dazu konditioniert werden - in diesem Fall Zitronengeruch. Nach der Konditionierung löste der Zitronengeruch bei männlichen Seidenäffchen sogar in Abwesenheit eines Weibchens eine sexuelle Erregung aus.

Um ihren Versuch zu rechtfertigen, wiesen die Forscher darauf hin, dass Versuche zur sexuellen Konditionierung an einer breiten Palette von Tieren, wie Fische, Vögel, Nagetiere, Hengste und Menschen, durchgeführt wurden, aber noch nie zuvor an nicht-menschlichen Primaten. Ein echter Durchbruch!

Die Studie wurde durch zwei Stipendien des National Institutes of Mental Health und ein Stipendium des Primaten-Forschungszentrums an der Universität von Wisconsin in Madison finanziert. Dafür kommen seit nunmehr 51 Jahren die Steuerzahler auf.

2) Unter dem Einfluss von Kokain mögen Ratten Miles Davis lieber

Inspirierte Geister der medizinischen Fakultät von Albany spielten einer Gruppe von Ratten Musik vor, die Beethovens „Für Elise“ Miles Davis‘ Stück „Four“ vorzogen. Mehr als jede Musik mochten sie jedoch die Stille. Als die Forscher die Hörbedingungen änderten, indem sie zu den weniger geschätzten Stücken Kokain verabreichten, stellten sie fest, dass sich die Vorlieben änderten und die Ratten den Jazz gegenüber der klassischen Musik vorzogen.

Im Rahmen einer weiteren Studie, die 2011 veröffentlicht wurde, verwendete das gleiche Team, das mit denselben Stipendien der NIH finanziert wurde, erneut Miles Davis‘ Titel „Four“. Diesmal wurde den Ratten Methamphetamin verabreicht, um die Auswirkung des Betäubungsmittels auf die Konditionierung der Ratten zu untersuchen.

Die Studien wurden mit zwei Stipendien des National Institutes on Drug Abuse unterstützt. Eines davon war ein T32-Stipendium, das zur Ausbildung im pharmakologischen Bereich und der Neurowissenschaft über den Missbrauch von Betäubungsmitteln dient. Im Rahmen des Stipendiums wurden mindestens sechs Studierende, Prä- und Postdoktoranden, finanziert, die der neuen Generation von Tierversuchsforschern angehören könnten.

1) Labors stellen für Affen Stress erzeugende Orte dar

Und hier schliesslich die veröffentlichte Studie, welche die grundlegende Frage beantwortet, die sich alle schon lange stellten: Wie viele von den Steuerzahlern finanzierte Stipendien sind erforderlich, um das zu „entdecken“, was man schon seit mehreren Dutzend Jahren weiss? Es sind deren sieben.

Forscher des Tulane National Primate Research Centers haben kürzlich anerkannt, dass das Laborleben für ein Tier mit täglichem unkontrollierbarem Stress verbunden ist, und zwar unabhängig von der Art der Versuche denen ein Tier unterworfen wird. Zitat der Forscher: "Es ist allgemein bekannt, dass die tägliche Handhabung der Tiere Auswirkungen auf die Psyche und das Verhalten haben kann, da jegliches Eingreifen genügen kann, um Stress auszulösen".

Es überrascht nicht, dass Rhesus-Affen "abnormales Verhalten", wie Schaukeln oder auf und ab gehen an den Tag legen, wenn sie mitanschauen müssen wie ein anderer Affe festgehalten wird und Betäubungsmittel gespritzt bekommt. Dieses Verhaltensmuster tritt weniger auf, wenn die Affen einen Käfig mit Artgenossen teilen.

Überraschend ist jedoch die Tatsache, dass "immer noch bei der Unterbringung von männlichen Rhesus-Makaken zu zweit ein Zögern herrscht", obwohl man weiss, dass das für Primaten besser wäre als soziale Isolation. Weitaus überraschender - und beunruhigender - ist die Tatsache, dass im heutigen Zeitalter Experimentatoren wertvolle Steuergelder verschleudern für Studien die nur das "herausfinden" was schon seit Jahrzehnten bekannt ist, und zwar, dass Affen sozial verbundene und sehr intelligente Tiere sind für die Isolation unerträglich ist und die es nicht ertragen, ihre Artgenossen leiden zu sehen.

Diese Studie wurde mit zahlreichen Stipendien der NIH unterstützt. Ob Sie es glauben oder nicht – sie wurde insbesondere durch zwei Stipendien des National Primate Research Centers finanziert. Das Stipendium der Universität von Wisconsin in Madison wird schon seit 51 Jahren dank öffentlichen Geldern verliehen. Auch dasjenige der Universität Tulane wird seit 51 Jahren durch amerikanische Steuergelder finanziert.

Des Weiteren wurde die Studie mit einem Stipendium des National Institutes of Mental Health und vier weiteren Stipendien des National Centers for Research Resources unterstützt.


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