FR | IT

search


Kontakt
maps

Links


De


Fr

Dezember 2011 - Universität Zürich

Sechs Hunde infiziert und getötet

Während sich in den europäischen Ländern Zehntausende von Hunden auf natürliche Weise mit der parasitären Infektion Angiostrongylose anstecken, hatten Forscher der Universität Zürich keine schlauere Idee, als sechs gesunde Hunde mit dieser Erkrankung zu infizieren. Gemäss dem Leiter des Institutes für Parasitologie gibt es „in der Schweiz nicht genügend befallene Hunde“. Zudem wäre es unmöglich gewesen, den Zeitpunkt der Infizierung genau zu bestimmen.

Auf den Versuch aufmerksam machte Dr. Markus Deutsch, von der Zürcher Vereinigung „Ärztinnen und Ärzte für Tierschutz in der Medizin“, auf deren Website der Arzt Informationen zum entsprechenden Experiment veröffentlichte. Diesen ist zu entnehmen, dass sechs Hunde auf oralem Weg mit Nematodenlarven infiziert wurden, welche für die Krankheit verantwortlich sind. Zwei Hunde wurden während drei Monaten mit einem Medikament behandelt. Zwei weitere erhielten eine neue Zusammensetzung verabreicht und bei zwei Hunden wurde auf jegliche Behandlung verzichtet. Anschliessend wurden die Tiere getötet und Obduktionen durchgeführt.

Die Faulheit dieser Forscherinnen und Forscher ist ein echter Skandal. Statt bereits kranke Tiere zu untersuchen, stopfen sie lieber zu Hause Hunde mit Parasiten, um anschliessend die Symptome sowie die Auswirkungen eines neuen Medikaments zu untersuchen. Wie viele andere, ebenso skandalöse Versuche erfolgen wohl in unseren landesweiten Labors? Gemäss den vom Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) veröffentlichten Zahlen wurden im Jahr 2010 in der Schweiz 3‘102 Hunde für Tierversuche verwendet.

Die Angiostrongylose bei Hunden (Angiostrongylus vasorum) wird durch einen rund 15 mm grossen Nematoden (Fadenwurm) hervorgerufen. Dieser Parasit wütet in zahlreichen Ländern, entwickelt sich aber insbesondere in Staaten mit gemässigtem Klima. In Europa befällt er zahlreiche Hundemeuten und Hundezwinger, die sich im Südwesten Frankreichs sowie in Italien und Portugal befinden.
Nachdem das Tier den Parasiten mit der Nahrung aufgenommen hat, durchqueren die Larven die Darmwand und begeben sich zum Herzen und zu den Lungen. Dort paaren sich die inzwischen ausgewachsenen Würmer. Die so entstandenen Larven können wieder in den Verdauungstrakt zurückwandern und durch den Stuhlgang ausgeschieden werden.

Die Infektionssymptome erscheinen langsam und beginnen meistens mit Atemproblemen, Husten und Herzbeschwerden. Anschliessend verschlechtert sich der allgemeine Zustand des Tieres. Ohne Behandlung kann sich eine solche Erkrankung als fatal erweisen. Die Angiostrongylose äussert sich auch in Form von Seh-, Nieren-, Haut- und manchmal Verdauungsbeschwerden.


Abonnieren Sie unseren

..................................

Was geben Sie Ihrem Hund oder Ihrer Katze zu fressen?

Es gibt tierversuchsfreie Tiernahrung »» Mehr

..................................

Wie lassen sich Tierversuche rechtfertigen?
»» Mehr

..................................

Tierversuch oder Forschungsmethode ohne Tiere?
Mit den nötigen Mitteln und den Karrieremöglichkeiten von Forschern die auf Tiere verzichten, würde die medizinische Forschung rasche und spektakuläre Forschschritte machen.
»»
Mehr

..................................

Tiere sind kein biologisches Modell des Menschen
Sechs Männer nach Medikamententests im Spital. »» Mehr

..................................

Publizieren oder untergehen
Ein System, das Innovationen in keiner Weise fördert.
»» Mehr

..................................

Betrügerische Publikationen
Um Geld zu erhalten, müssen die an den öffentlichen Einrichtungen tätigen Forscher ihre Arbeiten regelmässig in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlichen.
»» Mehr

..................................

Universitäten und Tierversuche
»» Mehr

..................................