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Medienmitteilung - Thônex, 25. November 2013

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CAMPUS BIOTECH – ein neues Projekt für die Region Genf

Für ein Kompetenzzentrum zur Entwicklung neuer, tierversuchsfreier Forschungsmethoden

Humanforschung in Biotechnik und Neurowissenschaften, die auf Tierversuchen beruht?
Das zumindest ist der Plan des Campus Biotech am ehemaligen Standort von Merck Serono in Genf. Ein Konsortium um die Schweizer Milliardäre Wyss und Bertarelli hat die Liegenschaft im Mai 2013 für den Aufbau des neuen Forschungscampus gekauft.

Die alten Versuchstierhaltungen des früheren Pharmaunternehmens Merck Serono werden wieder in Betreib genommen. Rund 10‘000 Versuchstiere sollen den Forschern, von denen die meisten zur Universität Genf und zur ETH Lausanne (EPFL) gehören, hier künftig zur Verfügung stehen.

Wenn schon Millionen von öffentlichen Geldern ausgegeben werden, dann für ein innovatives Projekt, das wirklich im Dienste der öffentlichen Gesundheit steht, so der Vorschlag der Schweizer Liga gegen Vivisektion (LSCV).

Die Universität Genf (UNIGE) braucht keinen zusätzlichen Standort, um noch mehr Tierversuche durchführen zu können. Bereits heute hält sie in zahlreichen Käfigen rund 40‘000 Versuchstiere. Trotzdem hat der Kanton Genf der UNIGE für den Ausbau ihrer Versuchstierhaltungen einen zweistelligen Millionenbetrag zugesagt. Mit diesen öffentlichen Geldern kann die Universität bis 2014 die Anzahl ihrer Käfige verdoppeln und 15‘000 zusätzliche Versuchstiere halten. Auch die ETH Lausanne hält an ihrem Standort in Eclubens bereits Zehntausende von Versuchstieren. In den letzten zehn Jahren ist sie sogar zu einem der wichtigsten Tierversuchszentren der Schweiz geworden.

Genug ist genug – keine Tierversuche mehr mit Steuergeldern!
Die Schweizer Hochschulen finanzieren jedes Jahr Hunderte von neuen Tierversuchsstudien und generieren daraus zahlreiche wissenschaftliche Publikationen. Doch deren Nutzen für die menschliche Gesundheit ist mehr als fraglich.

Wir fordern, dass mit den Steuergeldern, die für den Campus Biotech aufgewendet werden, ein neues Kompetenzzentrum für die Entwicklung alternativer, tierversuchsfreier Forschungsmethoden geschaffen wird.

Weder die Hochschulen noch die öffentliche Hand fördern bisher die Entwicklung von neuen Forschungsmethoden, die das Tiermodell ersetzen.
Obwohl der Bund gemäss Tierschutzgesetz verpflichtet ist, «in Zusammenarbeit mit Hochschulen und Industrie insbesondere die Entwicklung, Anerkennung und Anwendung von Methoden, die Tierversuche ersetzen», zu fördern (Art. 22 Abs. 2 TSchG), gibt er dafür durchschnittlich nur gerade 300‘000 Franken pro Jahr aus.
Tierversuche werden hingegen über den Schweizerischen Nationalfonds jedes Jahr mit rund 70 Millionen Franken aus der Bundeskasse gefördert. Allein für die Haltung der Versuchstiere an öffentlichen Institutionen zahlt der Steuerzahler zudem jedes Jahr 80 Millionen Franken.

Der Campus Biotech ist der ideale Standort für ein fortschrittliches, wirklich innovatives Projekt. Ein Kompetenzzentrum für die Entwicklung von neuen Forschungsmethoden, die aussagekräftige, direkt auf den Menschen übertragbare Ergebnisse liefern, wäre wirklich zukunftsweisend.

Mit äusserst bescheidenen finanziellen Mitteln hat die In-vitro-Forschung in den letzten Jahren spektakuläre Fortschritte erzielt. Mit den nötigen Geldern könnte sie deshalb rasch alternative Forschungsansätze und akademische Tätigkeitsfelder erschliessen.

Die Forschung der Zukunft setzt auf alternative, tierversuchsfreie Methoden.
Bitte beachten Sie hierzu auch unser Dossier im Anhang. Es enthält Hintergrundinformationen zum Campus Biotech sowie Quellen- und Literaturangaben.

Der Kampagnenverantwortliche Dr. med. vet. André Ménache steht Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung:

Kontakt:
Dr. med. vet. André Ménache
a.menache@lscv.ch

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse.

Freundliche Grüsse

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