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November 2013

Genf – CAMPUS BIOTECH

Für ein Kompetenzzentrum zur Entwicklung neuer, tierversuchsfreier Forschungsmethoden

Juni 2006: Die deutsche Pharmagruppe Merck KGaA kauft von der Familie Bertarelli1) das Genfer Biotechunternehmen Serono und benennt es in Merck Serono um.
Zu diesem Zeitpunkt befinden sich dessen Labors noch vor den Toren der Stadt Genf, in der Gemeinde Plan-les-Ouates. Im Genfer Industriequartier Sécheron, nördlich des Stadtzentrums, wird aber bereits der neue Firmenstandort gebaut. Für 350 Millionen Franken entstehen auf einer Fläche von 41‘200 m2 sechs eindrückliche Gebäude, deren Wirtschaftlichkeit und Funktionalität jedoch zu wünschen übrig lassen. Anfang 2007 zieht Merck Serono in den Neubau um.

April 2012: Das Pharmaunternehmen Merck Serono kündigt die Schliessung des Genfer Standorts und die Entlassung aller 1250 Mitarbeitenden an, darunter 300 Forscher und 400 Mediziner.
Die Westschweizer Medien sprechen von einer «wirtschaftlichen Katastrophe», die Ankündigung trifft auf «völliges Unverständnis». Man prangert die Arroganz der Führungsspitze des deutschen Mutterhauses Merck KGaA an und wirft ihr vor, die Restrukturierung diene einzig der Renditemaximierung2).

Merck Serono ist zu jener Zeit das drittgrösste Schweizer Pharmaunternehmen nach den Basler Pharmariesen Roche und Novartis und gilt als Biotech-Perle der Schweiz.
In Wahrheit ist das Unternehmen eher ein Fass ohne Boden: Trotz Investitionen in Millionenhöhe und Hunderten von teilweise äusserst schmerzhaften Tierversuchen hat das Labor kein einziges medizinisch nützliches Molekül hervorgebracht.

Politiker zeigen sich bestürzt

Der Genfer Staatsrat, der eilends zu einer Pressekonferenz einlädt, bringt angesichts der bisher grössten Massenentlassung im Kanton Genf «Bestürzung und Missbilligung gegenüber der Genfer Direktion von Merck Serono» zum Ausdruck. Als sich in den Medien die hochfliegenden Emotionen der Bevölkerung widerspiegeln, gibt sich der Staatsrat überrascht und empört. In Wirklichkeit wussten die Staatsräte längst, dass das Biotechunternehmen eine grosse Unbekannte ist. Der Genfer Gesundheitsdirektor Pierre-François Unger gibt acht Monate später zu: «Schon seit 2007 stellte man die Überlebensfähigkeit des Unternehmens, das sich längst nur noch auf die Entwicklung eines einzigen Moleküls konzentrierte, in Frage.»3)

Tiermodell für die Erforschung menschlicher Krankheiten ungeeignet

Jahrelang erforschte Merck Serono Autoimmunkrankheiten wie Multiple Sklerose (MS) und neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer.

Das für die MS-Forschung verwendete Tiermodell «experimentelle autoimmune Enzephalomyelitis» (EAE) erweist sich als besonders ungeeignet. Bei keinem Tier konnten alle Eigenschaften der Krankheit modelliert werden. Eine Studie kann bei Hunden funktionieren und bei Primaten nicht. Eine andere funktioniert bei Mäusestamm A, aber nicht bei Mäusestamm B. Die Krankheitsursachen sind bis heute unbekannt. Obwohl kaum Fortschritte für die Behandlung erkrankter Menschen erzielt wurden und die meisten In-vivo-Studien gescheitert sind, hält man an Tierversuchen als einzige Forschungsmethode fest.
Bei den Versuchstieren wird die Krankheit in der Regel durch Injektion eines Proteins ausgelöst. Innerhalb weniger Wochen bilden sich Entzündungsherde. Die Lähmung beginnt am Schwanz und breitet sich nach und nach in die Gliedmassen aus. Die Tiere können sich nicht mehr fortbewegen, sich nicht einmal mehr drehen, und sterben schliesslich.

Bei Alzheimer handelt es sich um eine neurodegenerative Erkrankung des menschlichen Hirngewebes, die zum fortschreitenden und irreversiblen Verlust der kognitiven Funktionen, insbesondere des Gedächtnisses, führt. Trotz Hunderten In-vivo-Experimenten im Zusammenhang mit dieser Krankheit gibt es noch kein Tiermodell, das ein Verständnis der Zellmechanismen ermöglicht, die für die Bildung der krankheitstypischen toxischen Aggregate (amyloide Plaques) verantwortlich sind.
Seit rund dreissig Jahren werden erhebliche Summen aufgewendet, um Mäuse mit mutierten humanen Krankheitsgenen zu generieren. Doch bis heute wurde bei keinem Versuchstier ein massiver Zelltod festgestellt und keine einzige Studie hat die Forschung in irgendeiner Form ernsthaft vorangebracht.

Campus Biotech: ein neues Projekt für Genf

22. Mai 2013: Nach monatelangen Verhandlungen mit Merck KGaA gibt ein Konsortium um die Familie Bertarelli und den Berner Milliardär und Synthes-Gründer Hansjörg Wyss bekannt, dass man sich mit Merck über den Kauf des ehemaligen Standorts von Merck Serono geeinigt habe. Dort will das Konsortium den Campus Biotech aufbauen. Am 28. Juni 2013 wird der Kaufvertrag unterzeichnet.

Die Universität Genf (UNIGE) und die ETH Lausanne (EPFL), die ebenfalls zum Konsortium gehören, reiben sich die Hände.
Von der Wyss Foundation erhalten sie 100 Millionen Franken und sechs Jahre Zeit für den Aufbau des Wyss-Instituts4) für Bio- und Neuro-Engineering. Der Kanton Genf steuert öffentliche Gelder in Höhe von 3 Millionen Franken bei.
Das Wyss-Institut soll 8000 m2 der insgesamt 40‘000 m2 grossen Büro- und Laborfläche belegen.
Die UNIGE und die EPFL teilen sich weitere 14’000 m2. Sie sollen von Forschungsgruppen der beiden Hochschulen genutzt werden, die aus den hochschuleigenen Budgets finanziert werden. Die EPFL will zwei von Bertarelli finanzierte Lehrstühle auf den Campus Biotech verlagern und zwei zusätzliche Lehrstühle schaffen. Rund 300 Mitarbeiter sollen am neuen Standort tätig sein.
Die übrige Fläche vermietet die Firma Campus Biotech Sàrl an Start-up-Unternehmen.

Tierversuche vom Keller bis zum Dach

Welche «modernen und innovativen» Forschungsmethoden kann man vom Campus Biotech erwarten?
Der Rektor der Universität Genf, Jean-Dominique Vassalli, hat seine gesamte wissenschaftliche Laufbahn im Bereich der Tierversuche verbracht. Der bevorzugte Forschungsansatz dürfte also vier Pfoten, Schnurrhaare und ein Fell haben.

Beim Präsidenten der ETH Lausanne, Patrick Aebischer, sieht es kaum besser aus. Nach Antritt seiner Präsidentschaft im Jahr 2002 führte er an der EPFL Tierversuche ein. Auf dem EPFL-Campus, auf dem bis dahin keine einzige In-vivo-Studie durchgeführt wurde, entstanden Versuchstierhaltungen. In weniger als zehn Jahren wurde die EPFL zu einem der wichtigsten Tierversuchszentren der Schweiz.

Verantwortlich für die Planung und Entwicklung der neuen Fakultät für Life Science der EPFL ist Benoît Dubuis5). Dieser wurde im Juli 2013 zum Direktor des Campus Biotech ernannt und mit dem Aufbau des neuen Wyss-Instituts beauftragt.
Während das Wyss-Institut in Harvard für seine Tätigkeit im Bereich der Ersatzmethoden bekannt ist, hat das Genfer Institut offenbar nicht die gleiche Zielsetzung.

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Wyss Institute Harvard

Vielversprechende Tests an Mikrochip-Organen

Etwa neun von zehn Behandlungen, die an Tieren getestet wurden, scheitern in klinischen Versuchen am Menschen. Um den Forschern bessere Instrumente für die medizinische Forschung in die Hand zu geben, haben die US-amerikanischen National Institutes of Health (NIH) 2010 beschlossen, die Entwicklung neuer Technologien, insbesondere die Herstellung künstlicher Mikrochip-Organe, finanziell zu unterstützen. Die NIH, wichtigste öffentliche Geldgeber für Forschung in den USA, haben dafür ein Budget von 70 Millionen US-Dollar über fünf Jahre gesprochen. Allein das Wyss Institute der Harvard University dürfte aus diesem Topf 37 Millionen erhalten.

Weniger als zwei Jahre nach Beginn der finanziellen Unterstützung laufen bereits einige vielversprechende Projekte. So etwa das Modell, das die Forscher des Wyss Institute entwickelt haben und über das im November 2012 in der Fachzeitschrift Science Translational Medicine berichtet wurde.

Eine künstliche Lunge auf einem Mikrochip

Das innovative Modell besteht aus einem Mikrochip aus Kunststoff, der von zwei winzigen Kanälen perforiert wird. Eine hauchdünne, biegsame und poröse Membran trennt die beiden Kanäle voneinander, so dass zwei Kammern entstehen. Durch einen der beiden Kanäle fliesst Luft, genau wie in einer echten Lunge. Die Innenseite der Membran ist mit menschlichen Lungenzellen beschichtet. In der anderen Kammer fliesst eine Blutersatzflüssigkeit durch den Kanal. Auf dieser Seite ist die Trennmembran mit Blutgefässzellen besetzt, um die Austauschfläche in der Lunge zu modellieren. Um den natürlichen Atemvorgang nachzuahmen, wird auf beiden Seiten ein Vakuum angelegt, worauf sich die Kanäle ähnlich bewegen wie die menschliche Lunge bei den Atembewegungen.

Ziel der Studie war es, ein Lungenödem auszulösen, wie es nicht selten als Nebenwirkung gewisser Krebsbehandlungen mit Interleukin2) (IL-2) auftritt. Wie bereits am Menschen beobachtet, begünstigte IL-2 auch in der künstlichen Lunge den Eintritt von Flüssigkeit in die Kammer, die den Luftkanal simuliert. Die Ansammlung von bestimmten Bluteiweissen führte, genauso wie in der echten Lunge, zu einem Blutgerinnsel in der Mikrochip-Lunge. Mit dem Modell konnten sogar einzelne Eigenschaften von Ödemen beobachtet werden, die bislang noch nie untersucht wurden.

Die Studie zeigt, dass die Mikrochip-Lunge nicht nur zu einem besseren Verständnis bestimmter Lungenkrankheiten beitragen kann, sondern künftig auch Tierversuche im Rahmen von Arzneimittelzulassungsverfahren ablösen könnte. Mikrochip-Organe könnten aber auch auf anderen Gebieten zum Einsatz kommen, etwa, um die Wirkung von kosmetischen Produkten, Schadstoffen und Nahrungsmitteln zu untersuchen.


10‘000 Tiere sollen für die Wissenschaft ihr Leben lassen

Schnell wurden die alten Tierhaltungen im Gebäude B3 von Merck Serono, die seit 2012 leer standen, wieder aufgebaut. Dafür wurde ein Team des ehemaligen Biotechunternehmens eingestellt.

Oktober 2013: Die EPFL gibt bekannt, dass das europäische Forschungsprojekt Human Brain Project (HBP)6) im Campus Biotech einziehen wird – mit 120 Projektmitarbeitern und 80 Angestellten des ebenfalls am Projekt beteiligten Lausanner Zentrums für Neuropathesen.
Der Genfer Staatsrat will die Ansiedlung des HBP mit 35 Millionen Franken unterstützen. Davon sollen 5 Millionen als Starthilfe und danach während 30 Jahren jeweils 1 Million pro Jahr ausbezahlt werden.
«Genf wird zum Zentrum der Neurowissenschaften», freut sich der Rektor der UNIGE. Rund 60 Wissenschaftler des fakultätsübergreifenden Swiss Centre for Affective Sciences forschen künftig im Campus Biotech. Ein halbes Dutzend weitere Forschungsteams dürften demnächst auf den Campus ziehen. «Es sind schon viele Bewerbungen eingegangen. In die engere Wahl kommen multidisziplinäre Organisationen, die im neurowissenschaftlichen Bereich tätig sind», so der Rektor. Die Wyss Foundation und Bertarelli, deren Ziel von Anfang an die Schaffung eines neurowissenschaftlichen Forschungszentrums war, fanden also Gehör. Das «innovative» Forschungsprojekt HBP, welches das Wissen über das menschliche Gehirn revolutionieren soll, beginnt die angekündigten Bildgebungsstudien mit ... Ratten und Mäusen. Wahrlich, was für ein Fortschritt ...

Unersättliche Hochschulen verschlingen Steuergelder

Immer mehr und noch mehr. Das scheint in Sachen Tierversuche das erklärte Ziel der Schweizer Hochschulen zu sein. Seit zehn Jahren steigt die Zahl der Tierexperimente unaufhörlich. Zwar ging sie 2011 und 2012 in privaten Unternehmen leicht zurück, in den Hochschulen nahm sie aber weiter zu (+8 % im Jahr 2012).

Der Vorteil öffentlicher Gelder besteht für die universitären Hochschulen darin, dass sie dafür keine Gegenleistung erbringen müssen. So geben sie Millionen für nutzlose Studien aus und halten es für legitim, noch mehr Geld zu fordern. Diese Taktik scheint aufzugehen: Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich erhält 124 Millionen Franken für die Einrichtung einer Versuchstierhaltung mit 40‘000 Tieren. Die Universität Genf steht ihr in nichts nach: Sie erweitert ihre medizinische Fakultät (CMU) für 149 Millionen Franken und verdoppelt bei dieser Gelegenheit den Umfang ihrer Tierhaltung auf rund 30‘000 Tiere. Der Ausbau begann 2009 und soll bis 2014 fertiggestellt sein.

Dabei hält die UNIGE bereits heute Zehntausende von Versuchstieren an verschiedenen Standorten. Die zwei grössten Versuchstierhaltungen hat die naturwissenschaftliche Fakultät, wo auf 1500 m2 20‘000 Tiere gehalten werden, und die medizinische Fakultät, die zusammen mit dem Kantonsspital im Kellergeschoss des CMU 15‘000 Versuchstiere in 5000 Käfigen hält.
Gemäss einem 2009 erschienen Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle belaufen sich die durchschnittlichen jährlichen Kosten für eine Tierhaltung mit 40‘000 Versuchstieren auf 10 Millionen Franken. Die Kosten aller Versuchstierhaltungen öffentlicher Institutionen werden insgesamt auf 80 Millionen Franken pro Jahr geschätzt. Davon werden 70 Millionen direkt mit Steuergeldern finanziert.

Immer mehr Tiere

Auf welcher Grundlage hat die UNIGE so viele Steuergelder für den kostspieligen Ausbau ihrer Tierhaltungen erhalten? Aufgrund von Fantasiezahlen, welche die Hochschule 2005 der mit der Überprüfung des Projekts betrauten Arbeitsgruppe des Grossen Rates vorlegte. Anhand einer absurden Grafik zeigte (Seite 41) die seit zehn Jahren konstant steigende Zahl von Versuchstieren auf und plante bis 2012 die Zahl der Käfige von 5600 auf 12‘000 und damit auch die Zahl der Tiere von 15‘000 auf 30‘000 zu verdoppeln. Damit wollte die Universität den «wachsenden Bedarf» ihrer Forscher decken. Die Kosten für den Ausbau und den Betrieb der Versuchstierhaltung mit Tausenden von zusätzlichen Tieren gehen selbstverständlich auf Kosten der Steuerzahler – genauso wie die Finanzierung der an den Tieren durchgeführten Experimente.



Jedes Jahr werden im Kanton Genf Experimente
an rund 50‘000 Tieren durchgeführt

Jährlich werden Hunderte von Versuchen durchgeführt, die meisten davon für die Universität und das Kantonsspital. Die Experimente, vor allem die damit verbundenen Lohnkosten, verschlingen Millionen von Steuergeldern. In den unzähligen Käfigen der universitären Versuchstierhaltungen werden Zehntausende von Tieren gezüchtet. Ihre Haltung und die Beseitigung der überzähligen Tiere kosten den Steuerzahler jedes Jahr Millionen.
Mit den öffentlichen Geldern kann die Hochschule zwar Arbeitsplätze schaffen und mit zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen glänzen. Doch welchen Nutzen haben all diese Tierversuche der UNIGE für unsere Gesundheit und unsere Gesellschaft? Welche Versuchsergebnisse haben tatsächlich zu einem besseren Verständnis von Krankheiten beim Menschen oder zur Entwicklung neuer Heilmethoden geführt?

 

Jetzt reichts! Keine Tierversuche mehr mit Steuergeldern!

Für ein Kompetenzzentrum zur Entwicklung neuer, tierversuchsfreier Forschungsmethoden

Angesichts der Unsummen an öffentlichen Geldern, die für Tierversuche ausgegeben werden, scheint der medizinische Fortschritt geradezu lächerlich gering.
Doch nur Versuche am «ganzen Tier» werden in der medizinischen Forschung finanziell gefördert. Weder in Genf noch im Rest der Schweiz gibt es irgendeine Förderung für die Entwicklung von neuen Forschungsmethoden, die das Tiermodell ersetzen. Das ist wenig erstaunlich.
Denn wie der Rektor der UNIGE, der Präsident der EPFL und der Präsident des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) haben alle Forscher, die am Geldhahn sitzen, ihre bisherige wissenschaftliche Laufbahn im Bereich der Tierversuche verbracht.
Die einzigen öffentlichen Gelder für die Entwicklung von Ersatzmethoden kommen von der Stiftung Forschung R3. Ihr Beitrag von 400‘000 Franken pro Jahr hat vor allem eine Alibifunktion, um von der völligen Tatenlosigkeit der öffentlichen Hand in diesem Bereich abzulenken. »» Lesen

Für einen fortschrittlichen Campus Biotech
im Dienste unserer Gesundheit

Die öffentliche Hand muss nun dringend Studien finanzieren, die wirklich zu einem besseren Verständnis der krankheitsverursachenden biologischen Vorgänge beim Menschen beitragen.
Die Verschwendung von Millionen von Steuergeldern für Versuchstierhaltungen und Tierversuche zur Erforschung menschlicher Erkrankungen muss aufhören.
Von den Hochschulbossen, von denen die meisten eher ihre eigene Karriere als den wissenschaftlichen Fortschritt fördern, können wir keine Hilfe erwarten.

Wir müssen gemeinsam unsere Stimme erheben. Unterstützen Sie unsere Kampagne zur Schaffung eines Kompetenzzentrums für die Entwicklung neuer, tierversuchsfreier Forschungsmethoden.
Unterzeichnen Sie unsere Petition und sammeln Sie weitere Unterschriften.
Wenn Sie im Kanton oder in der Region Genf wohnen, können Sie zudem an unserer Infokampagne teilnehmen.
Weiter Informationen erhalten Sie beim LSCV.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

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Anmerkungen:

1) Die Familie Bertarelli hielt 64,5 % des Biotech-Unternehmens. Merck KGaA kaufte Serono für rund 16 Milliarden Franken.

2) Die deutsche Unternehmensgruppe Merck verzeichnete 2011 einen Umsatz von 10,3 Milliarden Euro, erzielte einen Gewinn von 618 Millionen Euro und erhöhte die Dividenden der Aktionäre um 20 %.

3) Tribune de Genève, 7. Dezember 2012.

4) Nach dem Vorbild des Wyss Institute an der Harvard-Universität in Boston, einem 2009 gegründeten wissenschaftlichen und unternehmerischen Forschungszentrum.

5) Benoît Dubuis ist der erste Dekan der Fakultät für Life Science der EPFL. Er gründete 2001 die Life-Science-Dachorganisation BioAlps in der Genferseeregion und ist seit 2008 deren Präsident.
Seit 2004 leitet er das Zentrum Eclosion, das am ehemaligen Serono-Standort in Genf Start-up-Unternehmen unterstützt. Die Mission von Eclosion ist, «als Startplattform für vielversprechende Projekte im Bereich der Life Siences» zu agieren, um «aus der exzellenten Forschungstätigkeit unserer Region ökonomischen Mehrwert und Arbeitsplätze zu generieren». Finanziert wird diese Förderung vollumfänglich mit öffentlichen Geldern. So hat der Kanton Genf bereits 15 Millionen Franken für Tierversuche von angeblich vielversprechenden Start-ups wie GeNeuro (MS) und GenKyo Tex (Erkrankungen im Zusammenhang mit Gewebealterung) ausgegeben.
Das einzige wirtschaftlich existenzfähige Start-up aus der Eclosion-Schmiede ist Epithelix, ein auf die Entwicklung von Epithelmodellen aus Humanzellen zur Erforschung von Atemwegserkrankung spezialisiertes Unternehmen. Epithelix setzt kein einziges Versuchstier und keine tierischen, sondern ausschliesslich menschliche Zellen ein, was nichts als logisch ist.

6) Das HBP verfügt über ein Budget von 1,2 Milliarden Franken über zehn Jahre, das je zur Hälfte von der EU und vom Bund finanziert wird.

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Gebundene Artikel :
»» Wie viel zahlen die Genfer Steuerzahler für die Tierversuche der Universität Genf?

»» Medienmitteilung, 25. November 2013 CAMPUS BIOTECH – ein neues Projekt für die Region Genf

 


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