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Volksabstimmung vom 28. Februar 2016 über die neuen Versuchstierhaltungen der Universität Bern

Die Universität Bern kann aufatmen, sie bekommt ihre neuen Versuchstierhaltungen. Mit 72,2 Prozent der Stimmen hat sich das Stimmvolk für mehr Tierversuche und mehr Tierleid ausgesprochen. Es ist, wie es ist. Es gibt noch viel zu tun. Das Leiden der Tiere berührt nach wie vor nur einen kleinen Teil der Bevölkerung, ein Grossteil glaubt immer noch, dass Tierversuche für den medizinischen Fortschritt nötig sind.

Unsere Kampagne war auf die Vorteile ausgerichtet, die andere Methoden für die öffentliche Gesundheit bringen: Alternativmethoden sind die Forschungsmethoden der Zukunft. Und das nicht nur aus ethischen Gründen. Tierversuche mögen Forschungsergebnisse hervorbringen, aber mit was für einem verschwenderischen Aufwand: Die US-amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA schätzt, dass 92 Prozent der an Tieren erforschten und als sicher und ungefährlich deklarierten Medikamente für den Menschen keinerlei Wirkung haben oder sogar gefährlich sind und deshalb keine Zulassung erhalten (1, 2). Von den übrigen acht Prozent muss die Hälfte wieder vom Markt genommen oder mit zusätzlichen Beipackinformationen ergänzt werden (3).
So führen die vielen Milliarden, die jedes Jahr in Tierversuche investiert werden, im besten Fall zu sehr bescheidenen, im schlimmsten Fall zu gesundheitsschädigenden Resultaten.
Tierversuchsfreie Ersatzmethoden haben in zweifacher Hinsicht Vorteile: In der medizinischen Forschung ermöglichen sie ein besseres Verständnis der menschlichen Erkrankungen, weil die Studien an menschlichen Zellen, Geweben oder Daten durchgeführt werden. Bei Wirksamkeits- und Toxizitätstests von neuen Arzneimitteln bringen die aussagekräftigeren und breiter durchführbaren Studien mehr Sicherheit für die Versuchspersonen und Patienten, denen die Produkte in späteren klinischen Studien oder in der Therapie verabreicht werden.

Weniger als 0,3 Prozent der Forschungsmittel werden für tierversuchsfreie Ersatzmethoden aufgewendet

Für unsere Gesundheit ist die Entwicklung neuer Forschungsmethoden ein grosser Gewinn. Nur für die Wissenschaftler, die von Tierversuchen leben, ist sie ein Verlust. Zurzeit finden diese Forschenden in der Öffentlichkeit noch Gehör. Sobald die Menschen aber verstehen, dass die meisten Forscher in erster Linie ihre eigenen finanziellen Interessen schützen, ist eine Veränderung möglich. Dann wird es schwierig sein, zu erklären, warum in die Entwicklung von Ersatzmethoden seit Jahrzehnten nicht einmal 0,3 Prozent der für Tierversuche aufgewendeten öffentlichen Mittel investiert wurden (4).

Wir geben nicht auf. Für die nächsten Monate sind bereits weitere Aktionen in Planung – mit Spass, Sport und Forderungen ... das ganze Programm.

Tausend Dank allen Aktivistinnen, Aktivisten und Partnerorganisationen, die sich in der Abstimmungskampagne engagiert haben. Herzlichen Dank vor allem den 110'440 Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, die ein NEIN in die Urne gelegt haben, die NEIN gesagt haben zur Tierquälerei und JA zu einer ethisch vertretbaren und zukunftsgerichteten Forschung.

1) Innovation Stagnation. Challenge and Opportunity on the Critical Path to New Medical Products. U.S. Department of Health and Human Services. Food and Drug Administration (FDA) (2004).

2) Crawford, Lester M. Speech before PhRMA Annual Meeting. FDA (U.S. Food and Drug Administration) (2004).

3) FDA Drug Review: Postapproval Risks 1975-1985. U.S. General Accounting Office, Washington D.C. (1990).

4) Der Bund investiert jedes Jahr 150 Millionen Franken direkt in Tierversuche und gerade einmal 400'000 Franken in Ersatzmethoden. Die meisten öffentlichen Investitionen in die medizinische Forschung werden etwa im selben Verhältnis verteilt.

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