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9. Juni 2015

Die Berner Bevölkerung darf über den Laborneubau und den Ausbau der Versuchstierhaltung der Universität Bern abstimmen

Bern – Referendumskampagne war erfolgreich

Nach der Lancierung des Referendums am 11. Februar 2015 blieben uns nur drei Monate Zeit, um 10'000 gültige Unterschriften von im Kanton Bern stimmberechtigten Personen zu sammeln. Erschwerend kam hinzu, dass Unterschriften im Kanton Bern nach Gemeinden gesammelt werden müssen. Sind Name, Adresse oder Geburtsdatum falsch oder unleserlich geschrieben, ist die Unterschrift ungültig. An Dutzenden von Ständen im ganzen Kanton Bern wurden während der drei Monate Unterschriften gesammelt. Woche für Woche waren die Aktivisten abwechselnd für eine erfolgreiche Kampagne in Aktion. Ihnen allen sei herzlich gedankt für den ausdauernden Einsatz. Die LSCV hat zudem an 300'000 Haushalte eine Infobroschüre versandt und die 1000 LSCV-Mitglieder aus dem Kanton Bern angeschrieben.

Bis zum Ablauf der Referendumsfrist am 11. Mai konnten 13'000 Unterschriften gesammelt werden, von denen bereits mehr als die Hälfte bescheinigt waren. Schon wenige Tage später war klar, dass die Kampagne erfolgreich und das Minimum von 10'000 bescheinigten Unterschriften erreicht war. Am 9. Juni 2015 konnten schliesslich 11’156 Unterschriften im Rathaus eingereicht werden. Bei der Übergabe waren die sechs Partnerorganisationen und mehrere Aktivisten dabei, die zum Erfolg der Kampagne beigetragen haben.

Keine Unterstützung von Berner Tierschutzorganisationen

Viele Tierschutzorganisationen sind nicht gegen Tierversuche. Die Berner Vereine sind da offenbar keine Ausnahme. Keine der kontaktierten Organisationen wollte das Referendum unterstützen.
Die Argumente sind immer dieselben: «Die neuen Tierhaltungen verbessern die Lebensbedingungen der Tiere und die Tierversuche werden besser kontrolliert.» – «Es ist besser, wenn diese Versuche in der Schweiz stattfinden statt im Ausland, wo sie weniger gut überwacht werden.» Eine bessere Unterstützung könnten sich Forscherkreise gar nicht wünschen.
Für diese Tierschutzorganisationen sind Tierversuche an sich kein Problem, so lange keine Hunde oder Katzen davon betroffen sind.
Hoffen wir, dass sie jetzt, da das Referendum zur Abstimmung kommt, aufwachen und etwas mehr Empathie für Versuchstiere zeigen. Denn nur wenn wir uns gegen Tierversuche einsetzen, können wir Forscherinnen und Forscher dazu bewegen, Ersatzmethoden zu entwickeln. Und das ewige Argument, dass Tierversuche so ins Ausland verlagert würden, greift bei unserem Referendum sowieso nicht, geht es doch ausschliesslich um die Universität Bern, die ihre Tierversuche mit öffentlichen Mitteln finanziert. Falls gewisse Forscher das Land aus Protest verlassen möchten – nur zu und viel Spass mit den neuen Lohnbedingungen.

Abstimmungskampagne

Mit dem Ende der Referendumskampagne beginnt die Abstimmungskampagne. Die Universität Bern, die sich während der Unterschriftensammlung zurückhielt, dürfte bald aktiv werden, um das Stimmvolk von der Notwendigkeit des 144-Millionen-Kredits für den Laborneubau zu überzeugen. Ihr Argument wird die immer gleiche Klage sein: Ohne diese Millionen-Investition und die neue Infrastruktur kann die Universität Bern im Wettbewerb mit anderen Hochschulen nicht mithalten und verkümmert zu einem chancenlosen Häufchen, einer Art Landschulhaus.
Unsere Botschaft wird sein, dass die Hunderte Millionen, die jedes Jahr in Tierversuche gesteckt werden, bisher einen äusserst geringen Nutzen für die menschliche Gesundheit gebracht haben. Die Ablehnung des Kredits ist eine Chance, das Bauprojekt neu zu überdenken. Der Ausbau der Tierhaltungen und Tierversuchslabors ist unnötig und überholt. Die Universität muss sich für die Entwicklung von neuen – tierversuchsfreien – Forschungsmethoden einsetzen.

Tausend Dank allen Unterschriftensammlerinnen und -sammlern! Wir danken besonders Benjamin Frei, Jessica Ladanie, Thomas Grunder, Marina Burri, Robert Aubry, Christa Ammann von der Alternativen Linken Bern, Philipp Hoppen von Tier im Fokus, Luzius und Rose-Marie Theiler von den GrünAlternativen.

www.stopptierversuchebern.ch

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