FR | IT

search


Kontakt
maps

Links


De


Fr

Die Abstimmung vom 28. Februar 2016 ist eine einmalige Chance, sich für eine neue und wirkungsvolle medizinische Forschung einzusetzen

Ja, das Institut für Rechtsmedizin braucht neue Räumlichkeiten, aber nicht zum exorbitanten Preis von 15’600 Franken pro Quadratmeter Nutzfläche! Zum Vergleich: Der Bau von grosszügigen Wohnungen kostet inkl. Bauland zwischen 4500 und 7000 Franken pro Quadratmeter.

Die Universität muss sich für die Entwicklung neuer, moderner und wirkungsvoller Forschungsmethoden einsetzen, die wirklich im Dienste unserer Gesundheit stehen
.

Sechs gute Gründe für ein NEIN am 28. Februar

1) Der 141-Millionen-Bau ist eine absolute Geldverschwendung

Aus Spargründen hat der Kanton die Prämienverbilligungen gekürzt und das Zieglerspital sowie die Geburtenabteilungen der Spitäler Riggisberg und Zweisimmen geschlossen. Weitere Regionalspitäler stehen kurz vor der Schliessung. Für den Neubau eines einzigen Gebäudes, in dem zwei öffentliche Einrichtungen unterkommen sollen, will der Kanton aber nun insgesamt 154,3 Millionen Franken ausgeben.
NEIN zur Ressourcenverschwendung! Der Kanton muss sein Bauvorhaben überdenken und ein kostengünstigeres Projekt vorlegen.

2) Die Haltung und Pflege der Versuchstiere wird sich nicht verbessern

Der Regierungsrat gibt vor, dass mit dem Neubau an der Murtenstrasse «bestmögliche Voraussetzungen für die Versuchstiere geschaffen und die Haltungsbedingungen von der Unterbringung bis zur Pflege optimiert werden». Fakt ist, dass die Käfige in allen Labors gleich sind. Für die Tiere ändert sich nichts, ausser der Kulisse. Auch im Luxusbau an der Murtenstrasse werden sie in Plastikkäfigen gehalten. Der Regierungsrat hat eingeräumt, dass die Tierhaltung der Universität die Steuerzahler jährlich acht Millionen Franken kostet. Mit der Erweiterung der Tierhaltung auf 1000 Quadratmeter fliessen künftig noch mehr Steuergelder in die Tierversuchslabors der Universität.



3) Die Zahl der Tierversuche wird steigen

An allen Hochschulen, welche die Fläche für die In-vivo-Forschung vergrössert haben, stieg anschliessend auch die Zahl der Tierversuche. Trotzdem will uns der Regierungsrat weismachen, dass die Zahl der Tierversuche in Bern wie von Zauberhand gleich bleiben wird, auch wenn dem Departement Klinische Forschung 3000 Quadratmeter mehr zur Verfügung stehen. Die Tierversuche werden von den Steuerzahlern finanziert. Für noch mehr Tierversuche wird ebenfalls der Steuerzahler aufkommen.



4) Tierversuche nützen vor allem den Forschern

Jährlich gibt der Bund allein für die Löhne der Forschenden über 50 Millionen aus.
Wie viele zusätzliche Millionen zahlen die Kantone?
Und wie viel Geld lässt der Kanton Bern der Universität zufliessen?



5) Die Tierversuche der Universität sind grausam

Einige Experimente der Universität Bern sind an Grausamkeit kaum zu überbieten, so etwa die Beinamputationen bei Schweinen mit anschliessender Transplantation zwischen die Schultern, die Transplantation von Rattenbeinen oder die Herbeiführung septischer Schocks durch fäkale Peritonitis: Für diese Studie wurde 28 Schweinen der eigene Kot in die Bauchhöhle injiziert, um eine Bauchfellentzündung herbeizuführen. Drei Tiere starben während des Versuchs. Die anderen wurden ein paar Tage später getötet. Die Forscher schreiben: «Einige unserer Resultate sind mit Vorsicht zu interpretieren, da wir gewisse Gruppen von Schweinen nicht randomisiert haben.» Um ihre Forschungsergebnisse besser validieren zu können, empfehlen die Forscher, weitere Studien an noch mehr Schweinen durchzuführen. Die gleiche Forschergruppe hatte 2012 schon eine ähnliche Studie veröffentlicht, bei der 50 Prozent der Tiere während des Versuchs verendeten. »» Lesen



6) Wir wollen moderne statt überholte Forschungsmethoden

Tatsächlich bringen die Tierversuche der Universität Bern sensationelle Ergebnisse bei Tieren hervor. So gelang es etwa, Krebs bei Mäusen, Taubheit bei Schafen oder Leberschäden bei Schweinen zu behandeln. Nur funktioniert nichts von alldem beim Menschen.

Der Einsatz von Tieren zur Erforschung menschlicher Krankheiten ist eine enorme Ressourcenverschwendung. 85 Prozent der von Universitäten betriebenen Grundlagenforschung zu Krebs ist noch nicht einmal reproduzierbar. Und 92 Prozent der mithilfe von Tierversuchen entwickelten Medikamente sind beim Menschen unwirksam oder sogar gefährlich.

Die moderne Medizin setzt zur Erforschung von menschlichen Krankheiten auf menschliche Zellen und menschliches Gewebe

Obwohl für tierversuchsfreie Forschungsmethoden nur äusserst bescheidene Mittel zur Verfügung stehen, wurden auf diesem Gebiet in den letzten zehn Jahren beachtliche Fortschritte erzielt. So nutzen die Forscher heute In-vitro-Modelle mit rekonstruiertem kanzerösem Gewebe, stellen Organe mit dem 3D-Drucker her (Bioprinting) und testen neue therapeutische Wirkstoffe an miteinander verbundenen Mikro-Organen (Multi-Organ-Chips). »» Lesen

Die Zukunft der medizinischen Forschung liegt in der Entwicklung neuer Modelle, die ohne Tiere auskommen. In diesem Bereich muss sich die Universität Bern engagieren. Öffentliche Gelder sollen nicht in akademische Laufbahnen fliessen, sondern in unsere Gesundheit!

Wenn wir dem Kredit für die Luxuslabors des Departements Klinische Forschung zustimmen, wird die Universität noch in 30 Jahren versuchen, Parkinson oder Alzheimer mithilfe von Mäusen zu heilen.

Die Mittel der Universität müssen in eine innovative und zukunftsträchtige medizinische Forschung fliessen. Genug mit den Mäuseversuchen!

Ein NEIN zum Neubau an der Murtenstrasse ist ein JA zur modernen Forschung.

www.stopptierversuchebern.ch

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Gebundene Artikel :
»» Referendum gegen den Laborneubau der Universität Bern
»» Referendumskampagne war erfolgreich
»» Volksabstimmung vom 28. Februar 2016
»» Volksabstimmung vom 28. Februar 2016 über die neuen Versuchstierhaltungen


Abonnieren Sie unseren

..................................

Was geben Sie Ihrem Hund oder Ihrer Katze zu fressen?

Es gibt tierversuchsfreie Tiernahrung »» Mehr

..................................

Wie lassen sich Tierversuche rechtfertigen?
»» Mehr

..................................

Tierversuch oder Forschungsmethode ohne Tiere?
Mit den nötigen Mitteln und den Karrieremöglichkeiten von Forschern die auf Tiere verzichten, würde die medizinische Forschung rasche und spektakuläre Forschschritte machen.
»»
Mehr

..................................

Tiere sind kein biologisches Modell des Menschen
Sechs Männer nach Medikamententests im Spital. »» Mehr

..................................

Publizieren oder untergehen
Ein System, das Innovationen in keiner Weise fördert.
»» Mehr

..................................

Betrügerische Publikationen
Um Geld zu erhalten, müssen die an den öffentlichen Einrichtungen tätigen Forscher ihre Arbeiten regelmässig in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlichen.
»» Mehr

..................................

Universitäten und Tierversuche
»» Mehr

..................................