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März 2012

Protokoll der Sitzung der ECEAE in Kopenhagen
vom 2. - 4. März 2012

Am 2.- 4. März 2012 fand in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen die Sitzung der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE) statt. Die Veranstaltung wurde von der Vereinigung Forsogsdyrenes Vaern (Danish Society for the Protection of LabAnimals – Dänische Gesellschaft zum Schutz von Labortieren) organisiert. Anwesend waren 13 Organisationen, darunter auch die LSCV, die von Maja Schmid vertreten wurde.

2. März - REACH (update) und neue Mitglieder

Nach einer einjährigen Tätigkeit im Beobachterstatus wurde die Bewerbung der LSCV als Vollmitglied der ECEAE gutgeheissen. Unser neuer Status gibt uns die Möglichkeit, zu verschiedenen Themen Stellung zu nehmen, die behandelt werden, und uns an den Abstimmungen zu beteiligen. Die deutsche Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V.  wurde ebenfalls als neues Mitglied aufgenommen.

Anschliessend wurden Informationen zur Anwendung des Programms REACH erteilt
Das REACH Programm (Registration, Evaluation, Autorisation and Restriction of Chemicals) betrifft das Reglement welches vom Europäischen Parlament am 18. Dezember 2006 angenommen wurde und am 1. Juni 2007 in Kraft trat. Ziel davon ist es, die Giftigkeit chemischer Substanzen, wovon jährlich mehr als eine Tonne produziert oder importiert wird und die im europäischen Markt zirkulieren, zu überprüfen. Das Reglement schreibt vor, dass, sollte keine bewilligte Alternativmethode bestehen, diese Tests an Tieren durchgeführt werden müssen.
Zwei Toxikologen arbeiten im Auftrag der ECEAE an diesem Dossier. Verschiedene Mitgliederverbände übernehmen einen Teil der Kosten und Löhne.
Dank ihrer Arbeit war es möglich, gegen verschiedene, an Tieren durchzuführende Toxizitätstests für die Registrierung chemischer Substanzen,  Einsprache zu erheben. Dabei wurde wissenschaftlich bewiesen, dass diese Tests Nutzlos sind oder früher bereits durchgeführt wurden, wodurch die Durchführung dieser Tests gesetzwidrig wurde. Die ECEAE setzt sich auch weiterhin beim europäischen Parlament ein. Zudem unternehmen all ihre Mitglieder Vorstösse bei ihren nationalen Behörden. REACH erlaubt die Verwendung von Toxizitätstests an Tieren nämlich nur als letztes Mittel. Vorher müssen sämtliche Vorgehen evaluiert werden, die es ermöglichen, auf solche Tests zu verzichten. In Tat und Wahrheit überprüfen aber die meisten Verwaltungen nicht, ob es möglich ist, Alternativmethoden in Anspruch zu nehmen. Sie nehmen auch keine Vergleiche mit Tests vor, die bereits durchgeführt wurden. Ihre Haltung begründen sie damit, weder Zeit noch die Mittel zu haben, um eine solche Arbeit durchzuführen. Schliesslich werden den Herstellern chemischer Produkte ohne Begründung Bewilligungen erteilt, um an Tieren Tests durchzuführen.

3. März – HCS, China, BOTOX, EU-Richtlinien und Air France

Die Diskussionen betrafen die Arbeit jedes einzelnen Mitglieds für die Förderung und den Beitritt neuer Kosmetikfirmen zum HCS-Label sowie die Revision der Kriterien, die den Beitritt regeln. Auch zur Lage in China gab es neue Informationen. Diese hatte dazu geführt, dass verschiedenen Marken das HCS-Label entzogen wurde. Ebenfalls thematisiert wurde die Aufnahme der EU-Tierversuchsrichtlinie in die Gesetzgebung jedes EU-Mitgliedstaates, die immer noch im Gang ist. Nach der Validierung eines Ersatztests durch die Firma Allergan wurde eine Aktion bezüglich BOTOX beschlossen. Zudem wurde darüber gesprochen, anlässlich der nächsten Sitzung des Europäischen Parlaments in Brüssel Lobbying-Aktionen durchzuführen, da die europäische Kosmetikrichtlinie wahrscheinlich in die Traktandenliste aufgenommen wird (2).
Weitergeführt werden die Aktionen gegen Air France, die dazu ermutigen sollen, den Flugzeugtransport von Primaten für Forschungslabors zu stoppen. Dazu wurde eine Webseite aufgeschaltet, die sich eigens mit dieser Aktion befasst und die von den Mitgliedern der ECEAE in die jeweilige Sprache übersetzt wird.

4. März – Aktionen und Tätigkeit der Mitglieder

Am dritten Tag kamen die verschiedenen, von den Mitgliedern der ECEAE durchgeführten Aktionen zur Sprache. Jede Organisation stellte zudem ihren aktuellen Lageplan und demnächst geplante Aktionen vor.


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