FR | IT

search


Kontakt
maps

Links


De


Fr

Oktober 2012

Bericht über die ECEAE-Tagung in Brüssel
vom 17.-19. Oktober 2012

Maja Schmid vertrat die LSCV an der zweiten Sitzung 2012 der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE). Diese fand in Brüssel statt. Die belgische Hauptstadt wurde nicht einfach zufällig ausgewählt, beherbergt sie doch das zweite Europäische Parlament.

Das Gesamtverbot von Tierversuchen für Kosmetika soll im März 2013 in Kraft treten. Somit wäre es möglich, dass anlässlich der parlamentarischen Session in Brüssel, die vom 22. – 26. Oktober stattfand, eine allfällige Verschiebung des Verbots um zehn Jahre besprochen würde. Die ECEAE wollte sich am 18. Oktober deshalb an die europäischen Kommissare wenden, die bereits im Parlament anwesend waren, um sie für die Auswirkungen einer solchen Verschiebung zu sensibilisieren.

17. Oktober - Budget ECEAE, Organisation und Vorbereitung des 18. Oktober

Der erste Tag diente hauptsächlich der internen Organisation der ECEAE sowie des Aktions- und Lobbytages am 18. Oktober.

18. Oktober – Aktionen „Nein zu grausamer Kosmetik“ im europäischen Parlament

Der Tag begann um 8.30 Uhr mit einem Vortrag inklusive Frühstück, welches die ECEAE im Parlament für die europäischen Parlamentarier veranstaltete. Der britische Abgeordnete Chris Davies von der „Group of the Alliance of Liberals and Democrats for Europe“ ergriff als erster das Wort. Es folgten Nick Palmer von der „British Union for the Abolition of Vivisection“ (ECEAE), der Erklärungen zur Kosmetikrichtlinie abgab, Irmela Ruhdel, vom Deutschen Tierschutzbund (ECEAE), die sich mit dem ethischen Aspekt des Verbots von Tierversuchen befasste, und Katy Taylor, Biologin bei der ECEA, mit einem Vortrag über tierversuchsfreie Testmethoden. Diskussionen zwischen den Delegierten der ECEAE und den Abgeordneten rundeten das Treffen ab.
Um 11.00 Uhr überreichte die ECEAE einer Vertreterin des europäischen Parlaments auf dem Vorplatz die 241‘987 Unterschriften, die im Rahmen der Kampagne „No Cruel Cosmetics“ („Nein zu grausamer Kosmetik“) gesammelt worden waren.




Um 12.00 Uhr ging die Veranstaltung mit einem Flashmob in einem öffentlichen Park und in den Strassen Brüssels weiter. Ein Gospelchor sang Lieder, die eigens zu dieser Gelegenheit geschrieben worden waren. Die Zuschauerinnen und Zuschauer, welche die Veranstaltung mit grossem Interesse verfolgten, erhielten vegane Biskuits in Kaninchenform.

Parallel zu den Aktionen im Europäischen Parlament, veröffentlichten die ECEAE-Mitgliederorganisationen LSCV, BUAV, Deutscher Tierschutzbund und Djurens Rätt Anzeigen in ihrem eigenen Namen in der Parlamentszeitschrift, worin zusätzlich etliche Artikel auf die Umsetzung der Kosmetikrichtlinie hinwiesen.

Auf der Titelseite des „Parliament magazine“ thront der Däne Dan Jørgensen von der Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten im Europäischen Parlament.
Der Abgeordnete forderte die Europäische Kommission auf, die Wünsche der EU-Bürgerinnen und Bürger zu respektieren und die Kosmetikrichtlinie umzusetzen.
„Die EU hat ihren Bürgerinnen und Bürgern das Versprechen erteilt, im Jahr 2013 sämtliche an Tieren getestete Kosmetik aus den Schaufenstern der Geschäfte verschwinden zu lassen. Nun ist es an der Zeit, dieses Versprechen einzulösen.“

Das zweiseitige Inserat der LSCV wies auf die mangelnde Zuverlässigkeit von Tierversuchen und deren Übertragbarkeit auf den Menschen hin, sowie auf den mangelnden Wille und die fehlenden Mittel, welche die Kosmetikfirmen aufwenden, um Ersatzmethoden für In-vivo-Tests zu entwickeln:

„Das Europäische Parlament hat es in der Hand, sich für die Unterstützung der Entwicklung neuer Ersatzmethoden zu entscheiden. Ohne bindende Gesetze ist nicht mit einer Verbesserung der Lage zu rechnen. Es liegt nicht an den Industrien, Massnahmen im Gesundheitsbereich vorzuschreiben.
Wir fordern die Abgeordneten des Parlaments auf, den Industrien einen klaren Zeitplan aufzuerlegen, um die Toxizitätstests an Tieren einzustellen und Forschungsmethoden zu entwickeln, die tatsächlich im Dienste des Gesundheitswesens stehen.
Wir fordern die Abgeordneten des Parlaments auf, auf eine Verschiebung des ab März 2013 geltenden Verbots von Tierversuchen für Kosmetikprodukte zu verzichten.“

19. Oktober – HCS-Label, REACH, Kampagne gegen den Affentransport der Air France für Laborzwecke

Dank einer Ankündigung der Zertifizierung HHPS (Humane Household Products Standard) für die Marke ECOVER, die sich auf Haushaltprodukte spezialisiert hat, begann der Tag mit einer erfreulichen Neuigkeit.
Katy Taylor berichtete von ihrer Tätigkeit bei der Prüfung von Dossiers für REACH (Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe). Es folgten Diskussionen zur Kampagne gegen Air France, die auch weiterhin Affen für Tierversuche transportiert. Diese stammen hauptsächlich aus Mauritius, Indien und China und werden entweder in der Wildnis gefangen oder in Zentren aufgezogen, und später an verschiedene Laboratorien geliefert.
Mehrere Aktionen fanden vor europäischen Filialen und am Hauptsitz von Air France in Paris statt. Auch in den nächsten Monaten sind zielgerichtete Aktionen angesagt.
Nebst Air France stellen China Southern Airlines, Continental Airlines, Philippine Airlines und Vietnam Airlines die letzten Fluggesellschaften dar, die Primaten für die Forschung transportieren.


Abonnieren Sie unseren

..................................

Was geben Sie Ihrem Hund oder Ihrer Katze zu fressen?

Es gibt tierversuchsfreie Tiernahrung »» Mehr

..................................

Wie lassen sich Tierversuche rechtfertigen?
»» Mehr

..................................

Tierversuch oder Forschungsmethode ohne Tiere?
Mit den nötigen Mitteln und den Karrieremöglichkeiten von Forschern die auf Tiere verzichten, würde die medizinische Forschung rasche und spektakuläre Forschschritte machen.
»»
Mehr

..................................

Tiere sind kein biologisches Modell des Menschen
Sechs Männer nach Medikamententests im Spital. »» Mehr

..................................

Publizieren oder untergehen
Ein System, das Innovationen in keiner Weise fördert.
»» Mehr

..................................

Betrügerische Publikationen
Um Geld zu erhalten, müssen die an den öffentlichen Einrichtungen tätigen Forscher ihre Arbeiten regelmässig in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlichen.
»» Mehr

..................................

Universitäten und Tierversuche
»» Mehr

..................................