Tiere sind kein biologisches Modell des Menschen
Jedes Jahr sterben
Tausende von Menschen an den Nebenwirkungen von Medikamenten, die
bei Tierversuchen nicht festgestellt werden konnten.
Tierversuche sollen bekanntlich zeigen, dass neue Produkte und Medikamente
zu einer besseren Gesundheit der Menschen beitragen. Die Wissenschaftler
und Verantwortlichen des öffentlichen Gesundheitswesens bestätigen
aber auch, dass die Medikamente deswegen keineswegs sicher sind.
Laut veröffentlichen Informationen können unerwünschte
Nebenwirkungen von Medikamenten schwerwiegende Konsequenzen haben.
Alleine in den Vereinigten Staaten wurden 100'000 Todesfälle registriert (1),
die auf solche Auswirkungen zurückzuführen sind. In Frankreich
werden jährlich rund 140'000 Patienten eingeliefert (2) und
auch in der Schweiz sind entsprechende Fälle am Zunehmen. Die
Nebenwirkungen sind auf spezifische Unterschiede im menschlichen Stoffwechsel
zurückzuführen
und im Rahmen von Tierversuchen nicht feststellbar.
Aus diesem Grund setzt sich die Schweizer Liga gegen
Vivisektion für die Einstellung von Tierversuchen ein. Sie verlangt,
dass die bis anhin dafür aufgewendeten Mittel für die Untersuchung
und Entwicklung neuer Modelle eingesetzt wird, bei denen auf Tiere verzichtet
wird (Alternativmodelle).
Nur mit Hilfe von Untersuchungen an menschlichem Material (Zellkulturen,
Gewebe, Organe usw.) und Computermodellen lassen sich unerwünschte
Nebenwirkungen von Medikamenten feststellen, bevor diese verabreicht
werden.
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(1) Journal of the
American Medical Association (JAMA), 15 april 1998.
(2) Anlässlich der Gesundheitskonferenz
vom 22. Juni 1998 erklärte Bernard Kouchner, damaliger Staatssekretär
für das Gesundheitswesen: « on peut estimer que la iatrogénie
médicamenteuse serait responsable d'environ 128'000 hospitalisations
par an dans les services de médecine » (« Man
schätzt, dass etwa 128 000 Krankenhausaufenthalte in medizinischen
Abteilungen auf Krankheiten infolge eingenommener Medikamente zurück
zu führen sind »). Im Dezember 2005 spricht man sogar
von 140'000 Fällen, davon sind 13'000 erwiesene Todesfälle
in Frankreich. |