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Geschäftsbericht 2011 InterNICHE
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Verwendung der von der Schweizer Liga gegen Vivisektion gespendeten Gelder für den Ersatz der Sezierung von Tieren an Schulen und Universitäten

Nick Jukes, Co-ordinator InterNICHE

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Künftig kein Sezieren mehr an indischen Zoologie-Fakultäten

Nach mehrjährigen Informationskampagnen, die regelmässig zu Ersatzmethoden im Unterricht stattfanden, und dem Vertrieb von Ersatzmaterial durch Organisationen wie InterNICHE hat der akademische Rat in Indien 2011 beschlossen, künftig auf das Sezieren als Studienmethode an Universitäten zu verzichten. Der Rat entscheidet, welche Zoologie-Programme in seinem Land unterrichtet werden. 2010 war InterNICHE vom Spezialkomitee für Sezieren als beratendes Expertengremium beigezogen worden. InterNICHE freut sich sehr über den Entscheid und fühlt sich in seinen Aktivitäten bestätigt. In Indien werden jährlich schätzungsweise 17 Millionen Tiere für  Sezierungen getötet.

Ersetzung von 40‘000 Tieren in Russland und der Ukraine

Aus einer im Jahr 2011 durchgeführten Berechnung lässt sich schliessen, dass dank den offiziellen Abkommen, die InterNICHE mit den russischen und ukrainischen Universitäten abgeschlossen hat, jährlich rund 40‘000 Tiere verschont bleiben. Die seit 2005 abgeschlossenen Verträge und die Einbeziehen nationaler und internationaler Medien haben zu grossem Fortschritt beigetragen. Am 8. Congrès mondial sur les méthodes alternatives (8. Weltkongress über Alternativen zum Tierversuche) wurde ein entsprechendes Poster vorgestellt.

Neue Website von InterNICHE

Zu den Hauptzielen 2011 gehörte die Neugestaltung der Website von InterNICHE. Diese wurde Anfang 2012 aufgeschaltet und ermöglicht den freien Zugang zu zwei Datenbanken. Die Datenbank „Alternatives“ (Ersatzmethoden) umfasst detaillierte Informationen zu über tausend Ersatzmethoden. Die Datenbank „Studies“ (Studien) beinhaltet die Zusammenfassung wissenschaftlicher Arbeiten, die sich mit solchen Methoden befassen. Da die erste Datenbank auf dem Hauptwerk „From Guinea Pig to Computer Mouse“ („Vom Versuchstier zur Computermaus“) beruht, steht sie teilweise auf Deutsch und Französisch zur Verfügung. Inzwischen wurden fünfhundert neue Ersatzmethoden hinzugefügt, die auf eine Übersetzung warten.

8. Weltkongress über Alternativen zum Tierversuch

Am 8. Weltkongress über Alternativen zum Tierversuch, der vom 21. – 25. August 2011 in Montreal stattfand, beteiligte sich InterNICHE an der Durchführung der Multimedia-Ausstellung. Die Organisation lieferte zahlreiche mündliche Präsentationen und Poster. Im Zentrum der Ausstellung stand der Übergang zu Alternativmethoden. Dabei diente die Bibliothek „InterNICHE Alternatives Loan System“ (Verleihsystem von Alternativmaterial) als dokumentarische Grundlage. Die Ausstellung fand in sieben weiteren Ländern statt, in denen neue Bibliotheken eingerichtet wurden.

Informationskampagnen im Mittleren Osten und in China

Iran
Als weltweite Premiere fanden im Iran verschiedene Konferenzen zu Alternativmethoden statt, die von Multimedia-Ausstellungen begleitet waren. Diese Events, über die auch das Fernsehen berichtete, ermöglichten es InterNICHE, zu anderen Universitäten des Landes Beziehungen aufzubauen und zu Tierschutzorganisationen wie dem Pionierverband „Iranian Anti-Vivisection Association“ Kontakte zu knüpfen. Die einheimischen Tierschützer setzen ihre Bemühungen an Universitäten und bei Lehrkräften fort. Wenn es die internationale politische Lage erlaubt, soll InterNICHE ein weiteres Bildungsprojekt durchführen. Informationen zu den Aktionen im Iran, aber auch in Mexiko, Russland und Portugal stehen im Internet unter folgender Adresse zur Verfügung:
www.interniche.org/en/news/interniche-outreach-mexico-portugal-russia-iran

Pakistan und Ägypten
Die Konferenzen zu den Alternativmethoden, die 2011 in Pakistan geplant waren, konnten aus Budgetgründen nicht stattfinden. Auch in Ägypten wurden die lancierten Aktionen nicht weitergeführt. Nichtsdestotrotz bestehen in den beiden Ländern lokale Aktivitäten und verschiedene Projekte sind in Vorbereitung. Um das Terrain für künftige Kampagnen zu Ersatzmethoden vorzubereiten, finden zudem Übersetzungen ins Arabische statt.

China
An der ersten Sitzung zu Tierversuchen und Alternativmethoden, die im Rahmen der Konferenz „Asia für Animals“ („Asien für die Tiere“) stattfand, hatte InterNICHE das Co-Präsidium inne. Die Veranstaltung ermöglichte es, Informationsaktionen durchzuführen und Kontakte zu den zahlreichen Tierschützern und Lehrkräften in China und anderen asiatischen Ländern zu knüpfen. Es handelt sich dabei um die ersten Aktivitäten von InterNICHE in China. Künftige Partnerschaften und mögliche Informationskampagnen sind in Asien geplant und werden entwickelt. Das Informationsprotokoll über China steht unter folgender Adresse zur Verfügung:
www.interniche.org/en/news/alternative-china-focus-replacement-asia-animals-conference

 

Ziele 2012
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Die von der LSCV erhaltenen Gelder werden für die Weiterentwicklung der neuen Website, die Produktion des ersten Films über Ersatzmethoden in der Veterinärmedizin, Ersatzaktionen in Indien und die erste Informationskampagne in Zentralasien verwendet.

Ausbau der Website
Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Website ist geplant, neue Inhalte online zu schalten, weitere Funktionalitäten einzuführen und Übersetzungen vorzunehmen. Ein beträchtliches Textvolumen soll ins Spanische, Russische und Deutsche sowie ins Chinesische und Französische übersetzt werden, sofern wir gute freiwillige Übersetzerinnen und Übersetzer finden. Die weiterführende Aktualisierung der Datenbanken „Alternatives“ und „Studies“ wird es InterNICHE ermöglichen, mit vollständigeren und neueren Informationen aufzuwarten, um den Übergang zu Ersatzmethoden zu fördern.

Film über Alternativen in der Veterinärmedizin
Dieser dreissigminütige Film, den wir gerade drehen, schildert die langjährige Arbeit von InterNICHE. Damit wird weltweit eine Botschaft zugunsten von Ersatzmethoden verbreitet. Der Film geht ebenfalls direkt an Lehrkräfte.

Künftig kein Sezieren mehr in Indien
Im Zusammenhang mit der geplanten Einstellung des Sezierens an den indischen Zoologie-Fakultäten wird zahlreiches Ersatzmaterial verteilt. Auf diese Weise lässt sich die Verwendung von siebzehn Millionen Tieren verhindern.

Weitere geplante Aktionen
Im Rahmen einer Informationskampagne in Usbekistan und Kirgisistan sollen die Alternativmethoden in einer Region vorgestellt werden, die diesbezüglich über keinerlei Informationen verfügt. In diesen Gebieten werden in den Bereichen Wissenschaft und Erziehung grausame Handlungen gegenüber Tieren begangen. In Liberia soll ein Projekt lanciert werden, um eine ethische Ausbildung und Alternativen zur Gewalt vorzustellen, die in dieser von Konflikten geprägten Region herrscht. Weitere Seminare und Ausstellungen zu den Alternativmethoden sind in Kanada, Mexiko, Dänemark, dem Iran, Chinaund Südafrika geplant.

Schlussfolgerungen
Unsere umgesetzten und geplanten Projekte sind teilweise dank der Zusammenarbeit mit den Lehrkräften möglich. Dabei verfolgen wir das doppelte Ziel, einen besseren Unterricht einzuführen und Tierversuche zu ersetzen. Die Erfolge sind auch auf eine produktive Dynamik zwischen einer Koordination auf internationaler Ebene einerseits und dem dezentralisierten Netzwerk andererseits zurückzuführen, welches die nationalen Kontakte und die Ressourcen von InterNICHE bilden. Die beträchtliche finanzielle Unterstützung beispielsweise der LSCV ist von grundlegender Bedeutung, um das Wachstum unseres Netzwerks zu unterstützen und spezifische Projekte umzusetzen. Die anhaltende Finanzierung im Jahr 2012 wird es uns ermöglichen, die laufenden Projekte fortzusetzen und die Gelegenheiten zu ergreifen, die sich bieten.


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