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Lehrstuhl Doerenkamp-Naef-Zbinden
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Geschäftsbericht 2011

Im dritten Jahr seiner Tätigkeit schildert Lehrstuhlinhaber Prof. Pierre Cosson die verschiedenen Lehrmethoden und Ausbildungen, die den Studierenden oder Forschenden angeboten werden.

Alternativmethoden unterrichten

Im Rahmen des Lehrstuhls unterrichten wir auf verschiedenen Ebenen Alternativmethoden zu Tierversuchen. Dazu gehören die Sensibilisierung von jungen Studierenden, die Ausbildung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie spezielle Seminare für Fortgeschrittene. Diese Aktivitäten, die wir in den letzten Jahren einführten, wurden dieses Jahr erweitert.

Im zweiten und dritten Studienjahr in der Medizin haben wir einen freiwilligen Einführungskurs über Alternativmethoden (32 h in einem Semester) durchgeführt. Nach dem erfolgreichen ersten Kurs sahen wir uns dieses Jahr mit einem erfreulichen Problem konfrontiert: Obwohl wir doppelt so viele Studierende aufnahmen (12 Teilnehmende), konnten wir nicht auf alle Anmeldungen eingehen. Ab nächstem Jahr möchten wir die Aufnahmekapazitäten deshalb weiter erhöhen.

Im Doktoratsbereich beschäftigt unser Labor drei Studierende, welche verschiedene Aspekte an den von uns entwickelten Ersatzmodellen studieren (Studie von Infektionskrankheiten an Modellen die keine Säugetiere darstellen). Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang insbesondere ein Artikel, der Anfang 2012 veröffentlicht wurde. Er zeigt, dass sich Mäuse bei der Untersuchung gewisser Infektionskrankheiten auf vorteilhafte Weise durch Daphnien ersetzen lassen.

Für etablierte Forschungskräfte fand im Frühling 2011 in Genf die jährliche Tagung zur Entwicklung von Alternativmethoden statt, die zur Erforschung von Infektionskrankheiten dienen. Bei dieser Gelegenheit stand auch ein Treffen mit einer Doktoratsschule und einem Netzwerk der angewandten Forschung auf dem Programm. In der Folge konnten wir einer umfassenden Hörerschaft Arbeiten zu Alternativmodellen vorstellen.

In-vitro-Herstellung von Antikörpern

Zu den spezifischen Zielen unseres Labors gehört es, eine neue In-vitro-Methode (Phagenbank) zu entwickeln und zu verbreiten. Sie soll es ermöglichen, bei der Herstellung von Antikörpern Tiere zu ersetzen. Dieses Jahr haben wir eine weitere Hürde überwunden. Mit der Unterstützung des Rektorats und des Dekanats der medizinischen Fakultät werden wir ab Januar 2012 eine Dienststelle als Pilotprojet einführen, welche sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten richtet. Im Laufe der nächsten beiden Jahre möchten wir eine öffentlich zugängige Dienststelle entwickeln die es ermöglichen soll, die Verwendung von Tieren bei der Erzeugung von Antikörpern zu ersetzen. Das Angebot könnte in der Folge auf weitere Kreise ausgedehnt werden (Schweiz, Europa usw.).

Zu den bevorstehenden Projekten des nächsten Jahres gehört die Einführung eines neuen Kurses in Genf, an welchem Alternativmethoden im Bereich der Toxikologie unterrichtet werden. In diesem Bereich, wo zahlreiche Tiere bei der Bewertung von Toxizität verwendet werden, liegt ein riesiges Potenzial zur Reduktion von Tierversuchen. Dank der Teilnahme unseres Lehrstuhles sind in den Kurs Lehrkräfte aus Unternehmen und akademischen Kreisen einbezogen.

Drei Jahre nach der Einführung des Lehrstuhles Doerenkamp-Naef-Zbinden kommen unsere Projekte auf zufriedenstellende Weise voran. Beim Unterrichten von Alternativmethoden sind Fortschritte feststellbar. Die Plattform zur Ersetzung von Tieren, um Antikörper zu produzieren, tritt die Pilotphase an. Unsere in internationalen Zeitschriften veröffentlichten Forschungsarbeiten ermöglichen es, die neuen Methoden einem breiten Publikum vorzustellen.

Prof. Pierre Cosson
Centre Medical Universitaire
Dpt of Cell Physiology and Metabolism


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