Schweizer Liga gegen Vivisektion und für die Rechte des Tieres
 

Warum werden Tierversuche durchgeführt?

Ursprünge der Tierversuche

Heutige Situation
in Europa
in der Schweiz

 

Gefährlich, grausam, unnötig...
Vivisektion muss nicht sein:
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Warum werden heutzutage noch Tierversuche durchgeführt?

Tierversuche erfolgen hauptsächlich aus finanziellen Gründen.
Sie werden nicht durchgeführt, um die Entwicklung neuer Medikamente zur „Behandlung von Krankheiten“ in den reichen Industrieländern oder gar in den Ländern der Ärmsten dieser Welt zu ermöglichen. Wäre dies das Hauptziel der Wissenschaftler, würden sie sich bemühen, Forschungsmodelle zu untersuchen und entwickeln, bei denen keine Tiere eingesetzt werden (Alternativmodelle).
Heutzutage bestreitet niemand mehr, dass Tiere ein schlechtes Modell zur Erforschung des Menschen darstellen. Da zwischen den Arten zahlreiche Unterschiede bestehen, können menschliche Krankheiten nicht auf zufrieden stellende Weise untersucht werden.

Warum wird die Vivisektion überhaupt noch betrieben und von einem Teil der Wissenschaftler unterstützt, wenn sie so fragwürdig ist?
Mit der medizinischen Forschung in privaten Labors oder multinationalen pharmazeutischen Unternehmen werden jedes Jahr Gewinne in Milliardenhöhe erzielt. Hunderttausende leben von dieser Tätigkeit. Darunter auch Zehntausende von Wissenschaftlern, die an öffentlichen Instituten wie beispielsweise den Universitäten Tierversuche durchführen.
Wer möchte schon sein Einkommen verlieren?
Welcher Wissenschaftler möchte schon seine Karriere der Untersuchung und Entwicklung von Forschungsmodellen opfern, bei denen keine Tiere eingesetzt werden? Schliesslich besteht die grosse Wahrscheinlichkeit, dass nicht er, sondern erst die Wissenschaftler späterer Generationen die Gewinne aus dieser Forschung einsacken.
Die Summen, die derzeit für Alternativmethoden aufgewendet werden, sind lächerlich gering. Um zufrieden stellende Resultate zu erhalten, muss noch viel geleistet werden. Nebst der Frage, warum die Tierversuche in der medizinischen Forschung überhaupt zu ersetzen sind, muss man sich auch überlegen, wie viele Mittel den Wissenschaftlern zur Verfügung stehen, um ohne Unterstützung arbeiten zu können.

Gibt es abgesehen von ethischen Erwägungen wissenschaftliche Gründe, welche die Verwendung von lebenden Tieren in der medizinischen Forschung rechtfertigen?
Nein, solche Gründe gibt es nicht. Mit unserem nachfolgenden Dossier möchten wir zeigen, dass die Vivisektion nicht nur unnütz, sondern für den Menschen in gesundheitlicher Hinsicht sogar gefährlich ist.

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Ursprünge der Tierversuche

Zu allen Zeiten versuchten die Menschen, Krankheiten oder Verletzungen zu heilen und den Tod zu besiegen. Die ersten Zeugnisse der an Tieren vorgenommenen Vivisektion sind über 2500 Jahre alt. lesen

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Heutige Situation

In Europa
Die neuesten europäischen Statistiken aus dem Jahr 2005 zeigen, dass im Jahr 2002 in den Labors über zehn Millionen Tiere eingesetzt wurden. Im Vergleich zu den 1999 veröffentlichten Statistiken bedeutet dies einen Anstieg von fast 10%. 

Über die Hälfte aller Labortiere der Europäischen Union werden in Frankreich, Deutschland und Grossbritannien eingesetzt. Mit 2,2 Millionen Tieren entfallen über 20% auf Frankreich.
Im Vergleich zu 1999 verdreifachte sich die Zahl der im Unterricht eingesetzten Tiere.
In der Landwirtschaft wurden doppelt so viele Tiere eingesetzt.
Die Verwendung von Primaten nahm um 14% zu. Über 10'000 Primaten wurden hauptsächlich in der Toxikologie und der neurologischen Forschung verwendet.
Die Verwendung von Hunden nahm um 30% zu. Insgesamt wurden über 21'000 Hunde eingesetzt.
In der Toxikologie wurden 40% mehr Tiere eingesetzt. An 4'000 Tieren wurden Haushaltprodukte und an weiteren 16'500 Tieren Nahrungsmittelzusätze getestet.

In der Schweiz
Im Jahr 2009 wurden in den Schweizer Forschungslabors über 706'000 Tiere geopfert. Die SLGV ist daran, ein Dossier zu erarbeiten, das Auskunft über die Tierversuche in der Schweiz geben soll. Dieses enthält Informationen über
die in der Schweiz geltenden Gesetzesverfahren
die von den jeweiligen Kantonen angewandten Forschungstypen und dabei eingesetzten Tierarten
die von privaten Labors, Universitäten und Technischen Hochschulen durchgeführten Tierversuche mit der Angabe der genauen Standorte
die Mittel, über die Tierschutzverbände verfügen, um solche Versuche zu bekämpfen
die in den letzten Jahren von den kantonalen Behörden bewilligten skandalösen Tierversuche bis zum heutigen Stand.

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Gefährliche, grausame und unnötige Tierversuche

Wie kann ein nur annähernd sensibler Mensch Hunderten von Tieren zwangsweise Unkrautvertilgungsmittel verabreichen, diesen dann ruhig bei ihrem Todeskampf zusehen und alle festgestellten Auswirkungen des Gifts methodisch festhalten? Im Gegensatz zu den Beteuerungen der Wissenschaftler bestehen Tierversuche nämlich nicht bloss darin, die Entwicklung neuer Medikamente zu ermöglichen, um uns vor Krankheiten zu „retten“. Vielmehr werden die Tiere missbraucht, um die Toxizität aller chemischen Schweinereien zu evaluieren, die wir herstellen. In vielen Ländern werden sogar Waffen getestet, die wir produzieren. Darüber hinaus finanzieren einige asiatische Regierungen wie Japan und Südkorea völlig hirnverbrannte Versuche, die nur dazu dienen, verrückte Ideen in die Tat umzusetzen.
Im Wettkampf um absurde Versuche stehen die abendländischen Regierungen diesen Ländern aber in keiner Weise nach. Man denke da beispielsweise nur an die französischen Wissenschaftler, die im Rahmen von Versuchen dafür sorgten, dass Hühnern Zähne wuchsen. Zuvor hatte ein amerikanisches Forschungsteam bereits in den Eingeweiden von Ratten Schweinezähne wachsen lassen. Diese Versuche wurden zu Beginn des dritten Jahrtausends durchgeführt und man muss sich fragen, welchen Nutzen die Menschheit daraus ziehen soll.

Vivisektion muss nicht sein

Die SLGV akzeptiert keine Tierversuche und bekämpft sämtliche In-vivo-Versuche an Tieren.
Sie setzt sich dafür ein, dass die in der Schweiz für Tierversuche verwendeten öffentlichen Gelder für die Erforschung und Entwicklung neuer Modelle eingesetzt werden, die ohne Tiere auskommen (Alternativmodelle).
Nur mit Hilfe von Untersuchungen an menschlichem Material (Zellkulturen, Gewebe, Organe usw.) und Computermodellen lassen sich auf zuverlässige Weise neue Medikamente zur Behandlung zahlreicher Krankheiten entwickeln, unter denen Menschen leiden. Die SLGV ist nicht gegen die medizinische Forschung an sich eingestellt. Sie bekämpft aber eine von Profitgier geprägte Forschung, welche für die Tiere mit unermesslichen Leiden verbunden ist und sich einer völlig überholten Methodik bedient: der Vivisektion.

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Wie lassen sich Tierversuche rechtfertigen?

Bei der derzeit geführten Debatte geht es nicht nur um ethische Aspekte im Zusammenhang mit der Verwendung von Tieren und den damit verbundenen Leiden, die ihnen der Mensch beifügt. Auch vom wissenschaftlichen Standpunkt her sind wir überzeugt, dass Tierversuche für die medizinische Forschung abzulehnen sind. Lesen

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Tiere sind kein biologisches Modell des Menschen
Sechs Männer nach Medikamententests im Spital

Am 13. März 2006 zeigte ein dramatischer Vorfall, welche Risiken Freiwillige auf sich nehmen, wenn sie sich für Medikamententests zur Verfügung stellen, die auf der Grundlage von Tierversuchen vorgenommen werden. Lesen

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Grundlagenforschung in der Schweiz

Publizieren oder untergehen - Ein System, das Innovationen in keiner Weise fördert

Die Wissenschaftler unserer Universitäten zeichnen sich nicht gerade durch ein ausgeprägtes Interesse an der Entwicklung von Alternativmodellen aus. Allerdings unterstützt das System, in dem sie sich bewegen, zwar die Forschung, fördert aber Innovationen in keiner Weise. Lesen

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Dank der Entwicklung neuer Forschungsmethoden, die ohne den Einsatz von Tieren auskommen, lässt sich die Vivisektion teilweise aufheben.

Diese neuen Methoden werden von der SLGV finanziell unterstützt. Lesen

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Mai 2008

Das nachfolgende veröffentlichte Dossier gibt Einblick in eine ganze Reihe von Versuchen, die ein Wissenschaftler an frei lebenden Vögeln vornahm. Auf kantonaler und auf Bundesebene wurden Bewilligungen für diese Experimente erteilt. Trotz dem qualvollen Tod mehrerer Tiere wurden von den Behörden keinerlei Kontrollen vorgenommen.

Tierversuche sogar an Vögeln der Roten Liste
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