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12.3660 – Postulat

Zukunft der Stiftung Forschung 3R und Alternativmethoden für Tierversuche

Eingereicht von : Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur NR
Sprecher / in : Graf Maya
Einreichungsdatum : 17.08.2012
Eingereicht im : Nationalrat
Stand der Beratung : Im Plenum noch nicht behandelt

Suivre : http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20123660

Eingereichter Text

Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht aufzuzeigen, wie die Erforschung von Alternativmethoden zu Tierversuchen gefördert und deren Implementierung in der Forschung gestärkt werden kann. Er hat insbesondere aufzuzeigen, wie die Stiftung Forschung 3R in Zukunft effizienter und effektiver ihre Aufgaben umsetzen kann und welche Massnahmen dazu nötig sind. Weiter legt er dar, welche Optionen offenstehen, um Institutionen und Forschende, die staatliche Unterstützungsgelder erhalten, zum Einsatz von Alternativmethoden zu befähigen und zu verpflichten. Der Bericht differenziert nach den drei Ansätzen Replacement, Reduction und Refinement.

Begründung

Anlässlich einer Information der Stiftung Forschung 3R in der WBK vom 10. Mai 2012 über ihre 25-jährige Tätigkeit zur Durchsetzung von Alternativmethoden bei Tierversuchen wurden verschiedene Probleme seitens der Stiftung angesprochen. Die Anzahl der in Tierversuchen verbrauchten Tiere konnte anfangs markant gesenkt werden. Leider stieg sie in den letzten zwanzig Jahren wieder an und lag im Jahr 2011 bei über 760 000 Versuchstieren. Im letzten Jahr konnte nun erstmals wieder eine Abnahme der in Versuchen verwendeten Tieren verzeichnet werden (um minus 13 Prozent auf total 662 128). Dabei zeigt sich, dass der Trend vor allem bei der Pharmaindustrie rückläufig ist. Ein gutes Drittel der Versuchstiere wurden 2011 an Hochschulen und Spitäler eingesetzt, die auch von staatlichen Forschungsgeldern profitieren. Die insgesamt hohen und steigenden Zahlen geben Hinweise, dass Handlungsbedarf besteht und die Stiftung Forschung 3R bei dieser wichtigen Aufgabe nur einen Teil der Informationsarbeit leisten kann und für die Bewilligung von Forschungsprojekten für Alternativmethoden die Mittel fehlen. Es fehlen also Ressourcen und geeignete Massnahmen, damit den Alternativen zu Tierversuchen endlich zum Durchbruch verholfen werden kann. Mit einem Bericht soll der Bundesrat aufzeigen, wie die Erforschung von Alternativmethoden zu Tierversuchen gefördert und deren Implementierung in der Forschung gestärkt werden kann und wie die Zukunft der Stiftung Forschung 3R aussehen könnte.

Stellungnahme des Bundesrates vom 17.10.2012

Der Bundesrat ist bereit, den im Postulat dargestellten Handlungsbedarf bei der Förderung von Alternativmethoden zu Tierversuchen im Rahmen eines Berichts zu prüfen. Der Bericht soll darlegen, wie die Erforschung von Alternativmethoden zu Tierversuchen mit den bestehenden Forschungsgeldern gezielter gefördert und deren Implementierung in der Forschung gestärkt werden kann.

Antrag des Bundesrates vom 17.10.2012
Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.


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