FR | IT

search


Kontakt
maps

Links


De


Fr

Sinn und Zweck der Jagd

Mit 35'000 Jägern in der ganzen Schweiz und 4'900 allein in der Romandie scheint die Jagd zumindest dazu zu dienen, eine Lobby am Leben zu erhalten. Muss die Fauna aber überhaupt reguliert werden und verläuft die Jagd auf ethisch korrekte Weise?



Da in der Natur in verschiedener Hinsicht ein Ungleichgewicht besteht, können sich gewisse Tierarten nicht auf natürliche Weise „regulieren“. Dies gilt beispielsweise für die Wildschweine. Ohne natürliche Feinde stellt die hiesige Umgebung mit ihrer extensiven Bodenbewirtschaftung einen eigentlichen offenen Supermarkt dar. Somit ist es absurd zu glauben, der Wildschweinbestand lasse sich ohne menschlichen Eingriff regulieren. Somit führt der Abschuss einer gewissen Anzahl Tiere oder die finanzielle Entschädigung für entstandene Schäden zu weit reichenden Konsequenzen.

In Anbetracht der verschiedenen jährlichen Jagdstatistiken, welche die Kantone publizieren, und unter Berücksichtigung der abgeschossenen Arten hat man allerdings eher das Gefühl, dass mit der Jagd nicht der Bestand von Wildtieren „geregelt“, sondern versucht wird, möglichst viele Tiere abzuschiessen. Gleichzeitig lässt man genügend Tiere überleben, damit sich diese wieder fortpflanzen und so den Jagdbestand nachhaltig sichern. Wie lässt sich beispielsweise der Abschuss von Zugvögeln rechtfertigen? Die Jäger geben sich als "Naturfreunde" aus. Schiessen sie deshalb auf Vögel, die am Himmel ihre Kreise ziehen?

 

NEWS

 

Neuenburg – Oktober 2013

Im Geländewagen auf Rehjagd

Ein 71-jähriger Arzt wurde angeklagt, ein Reh von seinem Geländewagen aus erlegt zu haben, und erhielt dafür einen Strafbefehl mit einer Busse von 1500 Franken und einer Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu 100 Franken. Dagegen hat er Einsprache erhoben. Ein Zeuge, der am 6. Oktober 2012 beobachtet haben soll, wie der Arzt mit seinem Geländewagen eine Gruppe Rehe jagte, zeigte diesen bei der Polizei an. Dem Wild im Auto hinterherzujagen sei zwar aus «ethischer Sicht» zweifelhaft, verboten sei es aber nicht, meint ein Neuenburger Wildhüter dazu. Aus dem Auto heraus auf das Wild zu schiessen, sei aber nicht erlaubt. Der Beschuldigte wurde bereits früher wegen Wilderei verurteilt.

.............................................................................................................................

Neuenburg – September 2013

Prächtige Weidmänner

Geschah es aus Langeweile? Oder ist es ganz normal, wenn keine Zeugen in der Nähe sind? Die satirische Westschweizer Wochenzeitung Vigousse berichtete von zwei «vierschrötigen Kerlen», die in La Chaux-de-Fonds (NE) aus weniger als 10 Metern Entfernung eine in einem Teich gründelnde vierköpfige Stockentenfamilie töteten. Die Jäger sollen daraufhin zu einer Ethik-Lektion verknurrt worden sein. Denn nach einem ungeschriebenen Jägergesetz schiesst man nicht auf Enten, die im Wasser schwimmen, oder auf Vögel, die auf einem Baum sitzen. Man wartet, bis sie auffliegen.

.............................................................................................................................

August 2012 – Österreich

Schweizer Jäger sorgt für Aufruhr

Ein Schweizer Jäger schreckte nicht davor zurück, den Hirsch „Heinrich XIV“, das Maskottchen der Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner von Batschuns, im österreichischen Vorarlberg abzuschiessen. Das Tier hätte an Altersschwäche sterben und sein Geweih noch einige Jahre wachsen sollen. Der Jäger entschied aber anders und die Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner sind konsterniert. „Heinrich XIV“ verdankte seinen Übernamen der Anzahl Verästelungen seines Geweihs. Der Hirsch war sehr zutraulich geworden und suchte jeweils die Obstgärten im Dorf auf, um Äpfel zu fressen.

.............................................................................................................................


15. Juli 2012 – Inkrafttreten der neuen Jagdverordnung

Im Programm: Abschiessen von Bibern, Wölfen und Luchsen

Die Jagdkreise freuen sich: Endlich dürfen sie Tiere einer geschützten Art abschiessen. Der schreckliche Biber, der in einer Böschung seine Stollen gräbt, darf abgeschossen werden. Der entsetzliche Luchs, der wilde Tiere tötet, um sich zu ernähren, wird zum Abschuss freigegeben. Für das Bundesamt für Umwelt (BAFU), das vom Bundesrat mit der Revision der Jagdverordnung beauftragt wurde, geht es darum, das Recht der Kantone zu wahren, von den Regalien der Jagd zu profitieren. »» Mehr

.............................................................................................................................

Juni 2012 - Unterschreiben Sie die eidgenössische Volksinitiative



«Für den Schutz der Grossraubtiere (Bär, Wolf und Luchs)»

Ablauf der Sammelfrist : 19. Dezember 2013. »» Mehr

.............................................................................................................................

Januar 2012 - Petition zur Aufhebung der Jagd im Kanton Neuenburg

5'640 Unterschriften gegen die Jagd in Neuenburg

Mit einer Petition möchte die „Alliance neuchâteloise anti-chasse“ dafür sorgen, dass die Jagd im Kanton Neuenburg aufgehoben wird. Die Gruppe reichte die Petition am 30. Januar 2012 mit 5'640 Unterschriften beim Neuenburger Grossen Rat ein. »» Mehr

.............................................................................................................................

November 2011 - Genf - Versuch zur Wiedereinführung der Jagd in der neuen Verfassung

Neue Verfassung und Jagdverbot

Nach den negativen Reaktionen im Februar 2011, welche die Aufhebung des Jagdverbots im Rahmen des Vorprojekts zur neuen Verfassung auslöste, war die konstituierende Versammlung gezwungen, ihre Position diesbezüglich neu zu überdenken.

Die Diskussion fand am 10. November 2011 statt. Für einmal sprachen sich alle an der Versammlung anwesenden politischen Fraktionen gegen die Jagd aus, und versicherten, nie die Absicht gehabt zu haben, die Wiedereinführung der Jagd im Kanton zu erlauben.
Nach den Worten die Taten. Die Genfer, die den heftigen Beteuerungen der Verfassungsgebenden glaubten, werden über den neuen verabschiedeten Artikel erstaunt sein. Dieser verbietet die Jagd, erlaubt aber „offizielle Massnahmen zur Faunaregulierung“! »» Mehr

.............................................................................................................................

August 2011 - Diana Vaud – Das Gesetz ist für die anderen

Ehemaliger Präsident der Waadtländer Jäger verurteilt

Im Oktober 2010 liess sich Jean-Louis Grivet, Präsident der Waadtländer Jäger, von einer Journalistin von Radio suisse romande (RSR) auf eine Treibjagd begleiten, die er mit drei weiteren Jägern veranstaltete. Während des Interviews erhielt er einen Anruf von einem Kollegen, dem er seine Position mitteilte.
»» Mehr

.............................................................................................................................

Juli 2011 - Schweiz

Revision zur Jagdverordnung

Die vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) verfasste Revision der Jagdverordnung, die vom 18. April bis am 15. Juli 2011 in die Vernehmlassung geschickt wurde, überrascht in mehr als nur einer Hinsicht.
Bei der Lancierung der Vernehmlassung liess das BAFU verlauten: Die Verordnung muss den aktuellen Bedürfnissen angepasst werden“. Die Aussage „den Bedürfnissen der Jäger“ wäre korrekter gewesen.
»» Mehr

.............................................................................................................................

Juni 2011 - Genf - Versuch zur Wiedereinführung der Jagd in der neuen Verfassung

Bericht zur Zusammenfassung der verschiedenen Stellungnahmen veröffentlicht

In unserer Märzausgabe 2011 veröffentlichten wir einen Aufruf an unsere Genfer Mitglieder, am Vernehmlassungsverfahren zum neuen Verfassungsentwurf teilzunehmen. Dieses fand vom 5. Februar bis am 25. März 2011 statt. Gemäss dem bestehenden Text ist die Jagd seit 1974 auf dem gesamten Kantonsgebiet verboten. An der konstituierenden Versammlung sprach sich jedoch die Mehrheit für eine Aufhebung dieses Verbots auf. »» Mehr

.............................................................................................................................

18. Juni 2011 - Schweiz

Er jagt Wasservögel und tötet einen Spaziergänger

Ein Mann, der auf Blässhühner geschossen hatte, die in Hauptwil (TG) auf einem Teich herumschwammen, tötete einen 29-jährigen Spaziergänger. Trotz des Rega-Einsatzes starb der Mann vor Ort.

.............................................................................................................................

England

Hetzjagd bleibt verboten

Seit 2004 ist die Hetzjagd teilweise verboten. Der europäische Gerichtshof für Menschenrechte bezeichnete die altüberlieferte Praktik als „grausam“. Er war zudem der Ansicht, das Verbot beeinträchtige weder das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens noch die Versammlungsfreiheit, das Diskriminierungsverbot oder die Gedanken- und Religionsfreiheit, wie elf Briten und die Vereinigung Countryside Alliance behauptet hatten.
Angesichts der „moralisch verwerflichen „Leiden“, welche die Beute von Jägern zu erleiden haben, lehnten die Richter in Strassburg die zwei Klagen einstimmig ab.

.............................................................................................................................

April 2011 - England

Fuchs macht Löcher auf dem Cricketfeld: erschossen

Im April letzten Jahres protestierten die Nachbarschaft und einige Bewohner von Sussex gegen den Abschuss eines Fuchses. „Bei Saisonbeginn wollten wir auf keinen Fall alles absagen, weil ein Fuchs auf dem Gelände Löcher gemacht hatte“, erklärte ein Pressesprecher des County Sussex Cricket Clubs.

.............................................................................................................................

September 2007 - Schweiz - Baldiger Beginn der neuen Jagdsaison

Katzen aufgepasst

Im Juni 2006 stand die Walliser Gemeinde Grimisuat wegen der Tötung von fünf streunenden Katzen im Blickpunkt. Im November machten die Behörden von Orsières mit einer geplanten Abschussaktion auf sich aufmerksam. Die heftigen Reaktionen bewogen die Gemeinde schliesslich, auf ihr Vorhaben zu verzichten und die „Fondation chats des rues au Bouveret“ (VS) einzuschalten. Diese fing die acht streunenden Katzen ein und liess sie sterilisieren. »» Mehr


Abonnieren Sie unseren

Artikel

»» Jagd

»» Stopfleber

»» Presseschau