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April 2015

PEA- und LSCV-Kampagne zur Milchproduktion

Die LSCV hat die im Mai lancierte Kampagne der Westschweizer Tierschutzorganisation Pour l’Egalité Animale (PEA) unterstützt. Sie war als Gegenkampagne zur grossen Marketing- und Milchkonsum-Kampagne des Schweizer Milchproduzentenverbands Swissmilk konzipiert.

Dafür wurden 330'000 Infobroschüren gedruckt und in den Genfer und Waadtländer Haushalten verteilt. Auf der Vorderseite der Flyer, die kurz vor dem Muttertag verteilt wurden, war das Foto einer Kuh mit ihrem neugeborenen Kalb. Dazu die Frage: «Es ist Muttertag, aber wo sind ihre Jungen?»

Wie viele Konsumentinnen und Konsumenten wissen wohl, dass eine Kuh nicht einfach so Milch gibt, sondern ein Kalb gebären muss, damit die Milchproduktion beginnt? Nach etwa sieben Monaten geht die Milchproduktion zurück. Damit die Kuh weiter Milch gibt, muss sie erneut besamt werden, kalben und so weiter. Nach einigen Jahren, wenn ihre Milchleistung abnimmt, wird die Kuh geschlachtet.
Nach jeder Geburt wird das Kalb schnell von der Mutter getrennt, damit es ihre Milch nicht trinkt. Einige Kühe reagieren auf das Wegnehmen ihres Kalbes mit tagelangem Rufen und Muhen. Für das Kalb beginnt bereits die Mast. Selbst in dieser ersten Zeit erhält es keine echte Kuhmilch, sondern mit Schweine-, Rinder- oder Kokosfett angereichertes Milchpulver. Nach vier Monaten wird das Kalb geschlachtet.

Der Mensch ist das einzige Säugetier, das im Erwachsenenalter noch Milch trinkt. Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung weist darauf hin, dass man auch ohne Kuhmilch gut und gesund leben kann. Kalzium findet sich auch in Kohl, Broccoli, Mandeln, Kresse, Petersilie, Datteln, Feigen, Kakao, Orangen, Pistazien und selbst im Hahnen- oder Mineralwasser.

Wem käme schon in den Sinn, Schweine- oder Hundemilch zu trinken? Warum finden wir es dann so «normal», Milch von einem anderen Tier zu trinken?
Milchkonsum stellt uns vor ein ethisches Dilemma. Es gibt keine glücklichen Milchkühe. Und auch Bio-Milch ist kein Ausweg.

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Gebundene Artikel : »» Schweizer Kühe mit Loch im Bauch


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