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Juli 2012 - Niederlande

Gesetzesentwurf zum Verbot der Nerzzucht

Nach dem Verbot der Fuchs- und Chinchilla-Zucht im Jahr 2008 verabschiedeten die niederländischen Abgeordneten am 5. Juli dieses Jahres einen Gesetzesentwurf, der ein Verbot der Nerzzucht ab dem Jahr 2024 vorsieht. Der Text muss noch vom Senat bewilligt werden.

Das Verbot sieht eine Entschädigung für die Züchter vor. Nach Ansicht des niederländischen Verbands der Pelztierzüchter (NFE) reicht diese aber nicht aus. Wie der Verband erklärte, sind bei den 161 Nerzzuchten in den Niederlanden 1‘625 Personen angestellt, die insgesamt einen jährlichen Umsatz von 200 Millionen Euro erzielen.
Im Jahr 1999 war ein erster Gesetzesentwurf verabschiedet worden, der die Schliessung aller Nerzzuchten bis 2018 vorgesehen hatte. Die niederere Instanz hatte den Entwurf 2008 angenommen - dieser wurde aber anschliessend vom Senat abgelehnt.

Mit 4,5 Millionen Pelzen pro Jahr belegen die Niederlande hinter China (10 – 15 Millionen) und Dänemark (14 Millionen) den dritten Platz.

Verbot der Tierzucht wegen Pelzen

Das Vereinigte Königreich und Österreich haben die Pelztierzucht vollständig verboten. In Kroatien soll 2017 ein ähnliches Verbot in Kraft treten.
Dänemark verbot im Jahr 2009 die Fuchszucht, wobei eine Übergangsperiode den Züchtern ermöglichen soll, sich beruflich neu zu orientieren.
In der Schweiz ist die Pelztierzucht nicht verboten. Die Haltebedingungen sind jedoch so anspruchsvoll, dass sich die Tätigkeit aus finanzieller Sicht nicht lohnt.


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