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Januar 2012 - Petition zur Aufhebung der Jagd im Kanton Neuenburg

5'640 Unterschriften gegen die Jagd in Neuenburg

Mit einer Petition möchte die „Alliance neuchâteloise anti-chasse“ dafür sorgen, dass die Jagd im Kanton Neuenburg aufgehoben wird. Die Gruppe reichte die Petition am 30. Januar 2012 mit 5'640 Unterschriften beim Neuenburger Grossen Rat ein.

Übergabe der Petition durch Rosita Malcotti und Sylvie Benoît

Die Unterzeichnenden fordern, „die Nutzung der Wildpopulationen“ aus dem kantonalen Gesetz „Loi sur la faune sauvage“ vom 7. Februar 1995 zu streichen. Stattdessen möchten sie den Begriff „allgemeines Jagdverbot“ in das Gesetz einführen. Die Regulierung der Tierbestände soll auf Fälle beschränkt werden, in denen sich keine andere zufriedenstellende Lösung abzeichnet.

5'640 Unterschriften innert nur fünf Monaten

Der Erfolg dieser Petition hängt unter anderem damit zusammen, wie sich ein Teil der Neuenburger Jäger verhält. Das Erlegen von Tieren bei Nebel, von einem stehenden Fahrzeug aus oder in der Nähe von Wohnungen gehört zu den Kritiken, die ihnen gegenüber geäussert werden. Auch der neue Wildinspektor bleibt von Kritik nicht verschont. Der offensichtlich aus Jägerkreisen stammende Aufseher erlässt noch weitere absurde Massnahmen. Für Aufsehen sorgte vor kurzem das Abschiessen von jungem Rotwild. „Durch dieses Vorgehen werden die jungen Exemplare eliminiert, die im Winter teilweise auf jeden Fall gestorben wären. Durch die Methode hält sich der Druck auf die erwachsenen Tiere in Grenzen, welche die Zukunft des Wildbestandes sichern“, liess er im Januar 2012 gegenüber der Neuenburger Zeitung „Le Courrier“ verlauten. Dabei war der Winter – zumindest bis zu jenem Zeitpunkt - schon lange nicht mehr so gnädig gewesen. Auch wenn die kalte Jahreszeit für eine natürliche Selektion sorgt, gewährleistet sie gleichzeitig, dass die stärksten Jungtiere überleben, was durch den Abschuss junger Tiere durch Jäger keinesfalls garantiert werden kann.

Nach der Lancierung der Petition wurde dem Neuenburger Grossen Rat am 9. November 2011 auch eine Motion „zur Aufhebung der Jagd“ unterbreitet. Nicht allzu überraschend empfahl der Staatsrat dem Grossen Rat, den Vorstoss abzulehnen. Dieser hat bis anhin auf eine Stellungnahme verzichtet.


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