FR | IT

search


Kontakt
maps

Links


De


Fr

Januar 2012 – Europäische Union

Zuchtverbot für Batteriehühner nicht eingehalten

Die Fabriken, bei denen Legehennen in aneinandergereihten Käfigen eng zusammengepfercht sind, hätten ihre Einrichtungen ab dem 1. Januar 2012 anpassen sollen. Die 1999 verabschiedete Richtlinie 1999/74/EG liess den Herstellern zwölf Jahre Zeit, um sich den neuen Normen anzupassen. Diese betrafen über 70 % der gehaltenen Hühner.

Das Geflügel, das bis anhin auf einer A4-grossen Fläche eingesperrt werden konnte, sollte etwas mehr Platz erhalten. In Fällen, bei denen weder Boden- noch Freilandhaltung vorlag, sollten die Käfige mit Nestern und Legestangen ausgestattet werden. Gemäss der European Food Savety Authority (EFSA), die von der Europäischen Kommission mit der Evaluation der verschiedenen Zuchtarten von Legehennen beauftragt worden war, sollte die Aufhebung der Batterien nicht nur das Wohlbefinden der Tiere betreffen. Die Bestimmung sollte auch dafür sorgen, Krankheiten, Brüchen, Federpicken und Mortalität vorzubeugen.

Einmal mehr wurden die Bestimmungen, welche die Leiden der Tiere lindern sollten, nicht eingehalten. Obwohl die Kosten, die mit der Anpassung der Einrichtungen an die Normen verbunden sind, auf weniger als einen Rappen pro Ei geschätzt werden, teilten zwölf europäische Staaten – darunter Belgien, Bulgarien, Zypern, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Italien, Lettland, Polen, Portugal, Spanien und Rumänien – mit, ihre Einrichtungen würden am 1. Januar nicht den Bestimmungen entsprechen. Obwohl diese Länder insgesamt über rund 51 Millionen Hennen verfügen, wurde kein Datum für die Anpassung an die Normen genannt.

Länder wie Deutschland, Österreich oder England haben auf ihre Produzenten hingegen genügend Druck ausgeübt, so dass sich diese an die Richtlinien halten. Diese Staaten äusserten nun ihren Unmut. Sie befürchten, dass die zu tieferen Kosten hergestellten Eier aus Legebatterien für ihre Produzenten eine unfaire Konkurrenz darstellen. England und Deutschland forderten deshalb ein Exportverbot für Eier aus Zuchtbetrieben, die nicht der Richtlinie entsprechen. Die Europäische Kommission hat die Forderung aber abgelehnt. Im allerhöchsten Fall möchte sie Protokolle erstellen lassen und sich „mit einem Schreiben“ an die entsprechenden Staaten wenden.

Haltung von Batteriehühnern in der Schweiz verboten

In der Schweiz ist die Haltung von Batteriehühnern seit über dreissig Jahren verboten. Derzeit verfügen mehr als 85 % der Tiere über das BTS-Label des Bundes. Dieses wird bei Haltungsbedingungen verliehen, welche die gesetzlich vorgeschriebenen übertreffen.
Trotzdem ist es in der Schweiz immer noch möglich, Eier von Batteriehühnern zu konsumieren. Ein Grossteil dieser importierten Eier wird bei industriellen Verarbeitungen, in Bäckereien oder dem Gastgewerbe verwendet. Eier auf Pizza oder beim Hotelfrühstück stammen meistens von Batteriehühnern. Diese Eier, welche im Allgemeinen die billigsten sind, sind auf ihrer Schale mit der Nr. 3 versehen. Bevorzugen Sie Eier mit der aufgestempelten Nr. 0 (Bio-Eier), gefolgt von der Nr. 1 (Freilandhaltung). Solche Eier kosten einige Rappen mehr. Angesichts der düsteren Lebensbedingungen der Batteriehühner lohnt sich die kleine Investition aber auf jeden Fall.


Abonnieren Sie unseren

Artikel

»» Jagd

»» Stopfleber

»» Presseschau