Die
Entwicklung von Alternativmethoden,
die genügend leistungsfähig
sind um gewisse Krankheiten zu untersuchen,
erweist sich jedoch als schwierig.
Diesbezüglich gilt es, sich
der wissenschaftlichen Herausforderung
zu stellen. Zuerst ist jedoch das
Problem der mangelnden finanziellen
Unterstützung von Alternativmethoden
zu lösen.
Um dem Gesetz zu entsprechen und
Methoden zu unterstützen, die
Tierversuche ersetzen (TSchG Art.
22), gründete
der Bund vor rund zwanzig Jahren die
Stiftung 3R. In der Ausgabe Nr. 25
unserer Zeitung wiesen wir
darauf hin, dass diese Stiftung in
Tat und Wahrheit über ein erbärmliches
Budget von lediglich Fr. 800'000.-
verfügt. Wir zeigten zudem auf,
dass ihr Stiftungsrat von Vertretern
der pharmazeutischen Industrien und
aktiven Befürwortern von Tierversuchen
im Rahmen des Parlaments unterwandert
wurde.
Der Schweizerische Nationalfonds zur
Förderung der wissenschaftlichen
Forschung (SNF) hingegen erhielt im
Jahr 2008 – bei einem Gesamtbudget
von 662 Millionen – über
280 Millionen Franken, um Forschungsprojekte
der Abteilung 3 „Biologie und
Medizin“ zu unterstützen.
Die Hälfte dieser Projekte beruht
direkt auf Tierversuchen.
Keine Änderung
ohne politischen Willen
Im Rahmen unserer Veranstaltung ZUGETIVE
in Freiburg unterhielt sich die Westschweizer
Tageszeitung „Le Temps“ mit
Ori Schipper vom Presse- und Informationsdienst
des SNF. Nach der fehlenden
Unterstützung von Alternativmethoden
befragt, meinte dieser: „Der
SNF verfolgt das Ziel, die Forschung
gemäss Kriterien der wissenschaftlichen
Exzellenz zu fördern (...).
Dies erfolgt unabhängig davon,
ob es sich nun um Tierversuche oder
Alternativmethoden handelt. Damit
ein Grossteil des Budgets für
solche Methoden verwendet wird, muss
ein orientiertes Forschungsprogramm
entwickelt werden. Dies hängt
vom politischen Willen ab.“
Damit spricht er zumindest Klartext:
Vom SNF ist keine Änderung seiner
Gepflogenheiten zu erwarten, ohne
dass er von seinem hauptsächlichen
Geldgeber – dem Bund und seinen
Steuerzahlern - dazu gezwungen wird.
Deshalb dient die Plakatkampagne
auch dazu, die Debatte über
die Tätigkeiten unserer Institutionen
zu lancieren und über das entsprechende
System zu orientieren. Dieses hat
derzeit zur Folge, dass diejenigen,
die von Tierversuchen leben, auch
darüber entscheiden, welche
Projekte oder Forscherteams an unseren
Universitäten finanziell unterstützt
werden.
Preisverleihung
Die Plakatprojekte
sind bis am 15. März 2010 einzureichen.
Für
die französischen, sowie die
deutschen Plakate gibt es folgende
Preise zu gewinnen :
Erster Preis : Fr. 3'000.-, zweiter
Preis : Fr. 1'000.-
Dritter Preis : Fr. 500.-
Die
Preisübergabe für die
französischsprachigen Plakate findet
am Mittwoch, 24. März 2010
in Genf statt, und zwar in der
Galerie ANIMISTespace, Rue Louis-Aubert
4, 1206 Genf, T +41 (0)22 346 16
07. Eröffnung der Ausstellung
um 18:00 Uhr. Die Preisübergabe
erfolgt um 19:00 Uhr.
Die Plakate bleiben bis am 27.
März
2010 ausgestellt. Öffnungszeiten
: Mittwoch, 24. März (Vernissage
und Preisübergabe) : 18:00 bis
21:00 Uhr, Donnerstag, 25. und Freitag,
26. März : 13:30 bis 19:30,
Samstag, 27. März : 16:00 bis
19:30 Uhr
Die
Preisübergabe für
die deutschsprachigen Plakate findet am Mittwoch,
31. März 2010 in Zürich statt, und zwar im Kunstraum
Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich, T +41 (0)43
322 08 13. Eröffnung der Ausstellung ab 18:00 Uhr.
Das vollständige Reglement
zum Wettbewerb kann auf Französisch und auf Deutsch. |