Dr.
Montesano mit Preis der
Egon-Naef-Stiftung 2007
für In-vitro-Forschung
ausgezeichnet
Am 24. November 2007 wurde
im Genfer Hotel Royal Manotel
zum neunten Male der Egon-Naef-Preis
verliehen. Ausgezeichnet
wurde die In-vitro-Forschung
von Dr. Roberto Montesano.
Seit
1982 entwickelt Dr. Montesano
verschiedene Systeme von
Zellkulturen, an denen
sich die Bildung grundlegender
Strukturen des Organismus,
von Blutkapillaren und Speichel-
oder Nierengängen1 untersuchen
lässt. Diese Studien
ermöglichen ein besseres
Verständnis der Mechanismen,
die für verschiedene
Krankheiten und angeborene
Missbildungen der Organe
verantwortlich sind.
Spezialpreis
Mit einem Spezialpreis wurde
Dr. Paul Honegger (Preisträger
2001) für seinen Einsatz
und die Pionierrolle ausgezeichnet,
die er in der Schweizer
In-vitro-Forschung seit über
dreissig Jahren leistet.
Schaffung
eines Lehrstuhls für Alternativen
an der Universität
Nach fast zehnjähriger
Tätigkeit strebt die
Egon-Naef-Stiftung an den
Schweizer Universitäten
die Bildung eines Lehrstuhls
für In-vitro-Forschung
an. Die Liga unterstützt
dieses Anliegen tatkräftig
und dankt Egon Naef einmal
mehr für seinen Einsatz
zugunsten der Entwicklung
neuer Alternativmodelle,
mit denen sich Tierversuche
in der wissenschaftlichen
Forschung ersetzen lassen.
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Fussnote:
(1)
Das Grundelement der Blutkapillaren
oder Speichel- und Nierengänge
ist eine Schicht aus Epithelzellen,
mit denen ein zylindrischer
Hohlraum begrenzt wird. Die
Zellen selber sind von einer
Gesamtheit von Molekülen
umgeben, deren Hauptmolekül
das Kollagen darstellt. Dieses
bildet eine extrazellulare
Matrix genannte Struktur.
Wenn die Zellen zur Untersuchung
der Kultur isoliert werden,
verlieren sie ihre Bindung
an die Matrix. In der Folge
büssen sie ihre besondere
Form und Funktion ein. Eines
der Zellmodelle von Dr. Montesano
ermöglicht es, die Epithelzellen
in einer dreidimensionalen
Umgebung des Kollagens zu
untersuchen, die sich an
In-vitro-Bedingungen annähert.
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