Mutationen beim transgenen Raps
Wie eine Studie
der Universität
Arkansas gezeigt hat, besteht bei Kulturen
von GVO-Raps ein hohes Risiko, dass es
zu Mutationen und Verunreinigungen der
herkömmlichen Kulturen kommt.
Die Forscher
legten auf den Strassen des Bundesstaates
Dakota rund 5'400 Kilometer zurück und hielten alle acht Kilometer
an. An den Seitenrändern wurde ein
50 m2 grosser Streifen geprüft.
Anschliessend wurden die Rapspflanzen
gezählt.
Im Rahmen der Untersuchungen wurde in
86% der gesammelten Rapspflanzen mindestens
ein Gen ermittelt, das zur Widerstandsfähigkeit
gegen ein Herbizid führt. Zwei der
Pflanzen wiesen zwei Schutzgene gegen
Glysofat – ein Herbizid, das in
dem von Monsanto vertriebenen Roundup
enthalten ist – und Glufosinat
auf. Dieses Herbizid wird insbesondere
von Bayer hergestellt. Ein solcher Raps
mit „doppelter Resistenz“ ist
im Handel nicht erhältlich. Somit
erzeugte die Kreuzung in der Natur einen
weiteren GVO.
Da bereits
zwei Millionen Hektaren transgenen
Rapses bestehen, sind die Resultate
dieser Studie für amerikanische Landwirte äusserst
besorgniserregend. Der Raps verbreitet
seine Samen rasch und neigt zum Nachwachsen.
Da die Pflanze zudem auf natürliche
Weise mit verschiedenen Unkräutern
hybridisieren kann, scheint es unvermeidbar
zu sein, dass die Kreuzungen gegen Herbizide
schützen. Ihre Eliminierung würde
somit eine Kombination dieser Elemente
erfordern. Dies wiederum wäre ganz
im Interesse der Chemieindustrie. |