6. August 2010 – Vereinigte Staaten

Mutationen beim transgenen Raps

Wie eine Studie der Universität Arkansas gezeigt hat, besteht bei Kulturen von GVO-Raps ein hohes Risiko, dass es zu Mutationen und Verunreinigungen der herkömmlichen Kulturen kommt.

Die Forscher legten auf den Strassen des Bundesstaates Dakota rund 5'400 Kilometer zurück und hielten alle acht Kilometer an. An den Seitenrändern wurde ein 50 m2 grosser Streifen geprüft. Anschliessend wurden die Rapspflanzen gezählt.
Im Rahmen der Untersuchungen wurde in 86% der gesammelten Rapspflanzen mindestens ein Gen ermittelt, das zur Widerstandsfähigkeit gegen ein Herbizid führt. Zwei der Pflanzen wiesen zwei Schutzgene gegen Glysofat – ein Herbizid, das in dem von Monsanto vertriebenen Roundup enthalten ist – und Glufosinat auf. Dieses Herbizid wird insbesondere von Bayer hergestellt. Ein solcher Raps mit „doppelter Resistenz“ ist im Handel nicht erhältlich. Somit erzeugte die Kreuzung in der Natur einen weiteren GVO.

Da bereits zwei Millionen Hektaren transgenen Rapses bestehen, sind die Resultate dieser Studie für amerikanische Landwirte äusserst besorgniserregend. Der Raps verbreitet seine Samen rasch und neigt zum Nachwachsen. Da die Pflanze zudem auf natürliche Weise mit verschiedenen Unkräutern hybridisieren kann, scheint es unvermeidbar zu sein, dass die Kreuzungen gegen Herbizide schützen. Ihre Eliminierung würde somit eine Kombination dieser Elemente erfordern. Dies wiederum wäre ganz im Interesse der Chemieindustrie.