Erklärungen
zur Erstellung unserer Liste
Die meisten Kosmetikahersteller scheuen vor keinen Mitteln zurück,
um Kunden zu gewinnen. Sie behalten Informationen für sich, machen
falsche Angaben über die Herkunft verwendeter Substanzen usw.
In diesem Bereich scheint es keine Grenzen zu geben, um weitere Markanteile
zu erwerben. Dass sich ein (kleiner) Teil der Bevölkerung für
die Anliegen der Tiere einsetzt und Kosmetika bevorzugt, die nicht
an Tieren getestet wurde, scheint für diese Hersteller kein Problem
darzustellen. Ihre Kosmetika werden einfach zu Produkten, die „nicht
an Tieren getestet“ wurden.
Wenn eine Marke sich nur damit rühmt, ihre „Endprodukte nicht
an Tieren zu testen“, kann mit 100%-iger Sicherheit angenommen
werden, dass dies für ihre Bestandteile nicht zutrifft.
Wenn sie behauptet, auch bei den Bestandteilen ihrer Produkte auf Tierversuche
zu verzichten, dann gibt sie diese Tests meist an andere Labors weiter,
sofern sie nicht eine eigene Filiale mit der Durchführung solcher
Versuche beauftragt.
Andere Labors, die weder Tests vornehmen, noch diese andersweitig in
Auftrag geben, kaufen oft neue, an Tieren getestete Substanzen, sobald
diese auf dem Markt zugelassen sind.
Unser Fragebogen hatte einen grossen Vorteil: Die Fragen konnten nur
mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden. Mit
diesem Vorgehen verfolgten wir nur ein Ziel, nämlich vor sämtlichen
manipulierten Informationen von Kommunikationsabteilungen der Hersteller
verschont zu bleiben, welche sich auf diese Art von Auskünfte spezialisiert
haben. So schickten uns einige Hersteller die „offizielle“ Stellungnahme
ihrer Direktion (natürlich gegen Tierversuche) und beriefen sich
darauf, nicht „das Recht“ zu haben, auf Fragebogen wie den
unseren zu antworten. Diese wurden natürlich nicht in unsere Liste
aufgenommen.
Welche Garantie haben wir, dass die auf
unserer Liste erwähnten Marken ihre Produkte wirklich nicht an
Tieren testen oder testen lassen?
Keine, ausser vielleicht bei den Marken, die mit dem Tierrechts-Signet ausgezeichnet
sind (Rentsch Handel, Nacos, ST Clou Cosmetics). Diese sind verpflichtet, über
ihre Lieferanten zu informieren.
Bei den anderen Firmen haben wir keinerlei Garantie. Wir verfügen
aber über ein datiertes, unterzeichnetes und mit dem Firmenstempel
versehenes Dokument, das Konsequenzen zur Folge hätte, wenn die
Informationen nicht der Wahrheit entsprechen würden.
Verlangen Sie unsere Liste und geben
Sie sie weiter.
Diese Marken verdienen Ihre Unterstützung!
Firmen, die ihre Kosmetika nicht an Tieren testen lassen wollen, behindern
sich damit meist selber in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung. Da sie
ihre Produkte auf der Basis von Substanzen herstellen, die schon seit
einigen Jahren (meist vor 1990) erhältlich sind, haben sie zu einem
Grossteil des Marktes keinen Zugang. Die meisten Konsumenten wissen nicht,
dass die Entwicklung neuer Cremen, die als Wundermittel bezeichnet werden,
Tausenden von Tieren das Leben gekostet hat. Seit einigen Jahren setzt
sich die Gruppe Oréal in aller Öffentlichkeit für die
Beibehaltung der Vivisektion bei der Herstellung ihrer Produkte ein.
Mit einem Jahresumsatz von 22 Milliarden Schweizer Franken bleibt dieses
Unternehmen auch weiterhin weltweit die Nummer 1 bei den Kosmetika.
Liste der Produzenten die unseren Fragebogen
erhalten haben, und doch nicht auf
der Liste erwähnt sind:
Folgende Marken schickten den Fragebogen
nicht zurück (Versuch am Tier nicht ausgeschlossen):
Abtswinder, Algo, Allegra, Anika, Amway, Argiletz,
Arko Diffusion - Arkopharma, Avalon, Avon, Baylis, Benetton,
Biences, Bioligo, Caudalie, Chanel, Déesse, Ecover,
Euro-Nat, Famille Mary, Flore de Saintonge, Florame,
Flore Swiss cosmetics, Gillette, Givenchy Parfums, Guerlain,
Held, Hormeta, Hunger Ricci, Jafra, Laboratoire de Biologie
marine, Laboratoire Gravier, Laboratoire Pierre Fabre,
Laverana, Living Nature, M.A.C., Maison Verte, Maharishi
Ayurveda, Mary Kay, Melvitacosm, Montagne Jeunesse, Nivea,
Paco Rabanne, Paul Scarri, Phytolis SA, Phytofrance,
Rausch, Revlon, Sanoverde - Tol cosmetik, Santaverde,
SE Energy Floor - Secret Emotion, Sunrider, Schwarzkopf,
Thalgo, Yves Rocher, Yves Saint Laurent.
Hat ein Hersteller unsere
Fragen nicht beantwortet, heisst das nicht, dass er seine
Produkte an Tieren testet. Der Fragebogen war nur auszufüllen,
wenn die entsprechenden Produkte auch in der Schweiz
erhältlich sind.
Clarins schickte den
Fragebogen mit falschen Informationen zurück.
Henkel (Coparel), Juvena, Lush und Mibelle (von
der Migros vertrieben) liessen uns Unterlagen zukommen,
die in keiner Weise garantieren, dass bei der Herstellung
der Produkte auf Tierversuche verzichtet wurde.
Kappus verzichtet bei
seinen Produkten auf Tierversuche. Die Kosmetika können
jedoch Substanzen enthalten, die von anderen Labors getestet
wurden. |