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Februar 2006

L’Oréal leistet sich den Body Shop…
Weil ich es mir wert bin?

Für 945 Millionen Euros kaufte der weltweit bekannte Kosmetikriese L’Oréal diesen Februar den britischen Body Shop auf. Der Rat des Body Shops erklärte sich mit der Übernahme einverstanden. Mit über 2000 Geschäften in 54 Ländern und einem Gewinn von 57 Millionen Euros bei einem Umsatz von 600 Millionen Euros im Jahr 2005 verschafft das britische Unternehmen L’Oréal in den Augen der Öffentlichkeit ein „ethischeres“ Image und ermöglicht es ihm gleichzeitig, viel Geld zu verdienen.
Laut einer Pressemitteilung von L’Oréal soll Body Shop, an dem die Gründer Anita und Gordon Roddick einen Anteil von 18% behalten, eine von der L’Oréal Gruppe unabhängige Einheit bleiben. Die jetzige Führung soll auch weiterhin bestehen.
Anlässlich einer Pressekonferenz, die Lindsay Owen-Jones, der CEO von L’Oréal, in einem grossen Londoner Hotel erteilte, verlieh Anita Roddick ihrem „Staunen“, aber auch ihrer „Freude“ (sic!) Ausdruck, „sich mit der weltweit grössten Kosmetikfirma zu verbinden“.

In einem kleinen Geschäft in England nahmen die Roddicks ihre Tätigkeit 1976 auf. Es scheint lange her zu sein, dass das Paar nur Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen aus Entwicklungsländern verkaufte, die in Recycling-Verpackungen daherkamen. Seit mehreren Jahren weisen Naturschutzverbände und Konsumenten auf die zahlreichen chemischen Substanzen hin, die in den Produkten verwendet werden.

Darf der Body Shop auch weiterhin auf der Liste der nicht an Tieren
getesteten Kosmetik aufgeführt werden?

Mehr als jede andere Kosmetikfirma hat der Body Shop im Laufe seiner Firmengeschichte dazu beigetragen, die Öffentlichkeit auf die grausamen Tierversuche hinzuweisen, die in der Kosmetikbranche praktiziert werden. Sein Kampf gegen solche Tests stellte nicht einfach ein Marketingargument dar. Verschiedenste Aktionen wie die finanzielle Unterstützung zahlreicher Verbände, die sich gegen die Vivisektion einsetzen, machten das Engagement glaubwürdig. Übrigens war der Body Shop das einzige Geschäft, das uns an einem öffentlichen Informationsstand mit Elektrizität versorgte.
Heute zeichnet sich ein ganz anderes Szenario ab. Mit einem Anteil von 18% haben die Roddicks nicht mehr viel zur künftigen Firmenpolitik des Body Shops zu sagen. Zudem hat sich L’Oréal derart für Tierversuche engagiert, dass wir uns keine Illusionen über die Haltung gegenüber dem Respekt machen, den der Body Shop bis anhin den Tieren gegenüber an den Tag gelegt hat. In Anbetracht des Wirbels, den der Aufkauf des Body Shops in Übersee verursacht hat, ist zudem anzunehmen, dass bewusste und aktive Konsumenten ihre Produkte nicht mehr bei einer Firma kaufen, deren Gewinne diejenigen von L’Oréal noch vergrössern.


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News

Februar 2016

Südkorea will Tierversuche für Kosmetika verbieten

In Südkorea sollen ab 2018 sämtliche Tierversuche für die Herstellung von Kosmetika verboten werden. Das Verbot wird sowohl für Endprodukte als auch für Inhaltstoffe gelten.
Ein solch umfassendes Verbot ist zurzeit nur in der Europäischen Union, Israel, Norwegen und Neuseeland in Kraft.

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