19. November 2007Pressemitteilung

« Nur MONSTER tragen noch PELZ »

Auch dieses Jahr hat die SLGV eine nationale Plakatekampagne gestartet, die zum Ziel hat, Konsumenten und Konsumentinnen auf die vom Tier erlittenen Qualen, seien es Zucht oder Jagd, und verursacht durch den Menschen, aufmerksam zu machen.
In Betracht des grossen Erfolgs des Plakats « Nur MONSTER tragen noch PELZ » im letzten Winter, hat sich die SLGV entschlossen, diese Kampagne unverändert dieses Jahr zu wiederholen. Das Plakat, in Grösse F4 (90X128cm), wird vom 21. November bis zum 25. Dezember 2007 in der ganzen Schweiz sichtbar sein.

Ist man ein Monster wenn man Pelz trägt ?
Die Frage sollte eher lauten : wer sind wir, die wir immer noch Pelz kaufen, obwohl wir über die Qualen der gejagten oder gezüchteten Pelztiere Bescheid wissen ?
Pelzhändler versuchen ihren Kommerz mit alljährlichen Litaneien, zwischen Tradition und Überlebensnotwendigkeit einiger weniger nordischer Völker, zu rechtfertigen. Die Realität ist jedoch, dass die meisten Pelzartikel aus industriellen Zuchten stammen und, soweit wir wissen, hat dies noch keinem nordischen Volk Profit brachte ! Hört man den Spruch, « für gute Pelzqualität, müssen die Tiere anständig behandelt werden », so sollte man daran denken, dass, in kleine Volldrahtkäfige verfrachtete Tiere kaum die Möglichkeit haben, ihr Fell zu beschmutzen bevor sie durch Vergasen oder durch elektrischen Strom getötet werden, ganz zu schweigen von den Tieren die bei lebendigem Leibe enthäutet werden.

Es ist purer Egoismum, die Haut eines zu diesem zweck gezüchteten und getöteten Tieres zu tragen. Dank der Entwicklung natürlicher und synthetischer Fasern, alle mindestens so warm wie Pelz, sowie der breiten Palette an Artikeln aus "Webpelz", die manchmal nur schwer von Pelz zu unterscheiden sind, ist das Tragen von Pelz und der Handel damit in unseren Breitengraden nicht mehr zu rechtfertigen. Den Pelzhändlern können wir nur wünschen, dass sie sich der Grausamkeit ihrer Aktivität bewusst werden und sich einer weniger merkantilen Tätigkeit zuwenden.


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Sonderaktion gegen das Pelztragen in Genf

Ein grosszügiger anonymer Spender / eine grosszügige anonyme Spenderin hat der Schweizer Liga gegen Vivisektion CHF 150'000.- für eine Plakatkampagne gegen das Pelztragen vermacht. Einzige Bedingung war, dass diese Kampagne nur auf den Kanton Genf ausgerichtet ist.
Der Vorstand hielt im Sommer mehrere Sitzungen ab, um die Verwendung der Spende zu beschliessen und das Konzept der Kampagne auszuwählen. Nach eingehender Diskussion entschied man sich für eine Themenkampagne. Drei verschiedene Plakate mit dem Slogan « La fourrure c’est ça » ("Das ist Pelz") weisen auf die verschiedenen Methoden hin, mit denen Tieren die Haut abgezogen wird: Fallenstellen, Jagd und Züchtung. Die Plakate im Format F12 (270x128) wurden an rund 130 Standorten angebracht. Sie enthielten auch die kurze Erklärung « La fourrure sans souffrance n’existe pas » ("Pelz ohne Leiden gibt es nicht"). Diese straft die Aussagen der Pelzhändler Lügen, die sich für ihr archaisches Tun zu rechtfertigen versuchen.
Das Plakat « Seuls des MONSTRES portent encore de la FOURRURE » (" Nur MONSTER tragen noch PELZ") wird in diesem Kanton ebenfalls eingesetzt. Im F4-Format gehalten, wurde es an rund 600 Standorten und in 80 öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus und Tram) angebracht und wird in allen Kinos gezeigt. Am Schluss ist jeweils der Slogan zu sehen.


Begleittexte zu den Plakaten F12

Plakat Nr. 1
Egal, was die Pelzhändler und ihre Anhänger sagen – Pelz bedeutet immer Folter.
Auch wenn uns die Pelzindustrie gerne vom Gegenteil überzeugen möchte, eine respektvolle Haltung von Pelztieren gibt es nicht und kann es nicht geben.
Man darf sich nicht von den Labels der so genannten Qualitätspelze täuschen lassen. Die Händler werfen uns gerne vor, wir würden alte Fotos verängstigter Tiere in kleinen Käfigen mit Gitterstäben zeigen. Sie selber können aber nicht mit Fotos von Tieren aufwarten, die sie ihren Bedürfnissen entsprechend aufzuziehen behaupten. Dies ganz einfach deshalb, weil es solche „Modellfarmen“ gar nicht gibt.

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Plakat Nr. 2
In Grönland werden jedes Jahr Hunderttausende von Robben durch Knüppel getötet oder gezielt abgeschossen. Wenn die Tiere Glück haben, sterben sie sofort –ansonsten erliegen sie erst nach einem langen Todeskampf. 95% der massakrierten Tiere sind weniger als drei Monate alt.
2006 importierten die europäischen Staaten für mehrere Millionen Euro Robbenpelze und Produkte mit Omega-3-Öl.
In Holland, Belgien und Kroatien ist der Handel mit Produkten, die aus Robben hergestellt werden, bereits verboten.

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Plakat Nr. 3
Jedes Jahr erlegen die Trapper Millionen von Tiere wegen ihren Pelzen. Sie verwenden dabei Fallen, um die Tiere einzufangen (Strick-, Schnapp- und Kastenfallen) und solche, um sie zu töten (Totschlag-, Hals- und Unterwasserfalle).
Die Fallen werden nicht regelmässig kontrolliert und die gefangenen Tiere leiden unter Stress, Durst, Hunger, Kälte und Brand oder fallen den Raubtieren zum Opfer. Manche Tiere verletzen sich selber, um sich zu befreien. Die Fallen töten auch zahlreiche Tiere wie Haustiere und Vögel, die „irrtümlicherweise“ gefangen werden.
Damit der Pelz nicht durch eine Kugel beschädigt wird, töten die Trapper die Tiere oft durch Totschlagen. Sie erwürgen sie mit einem Strick oder zerschlagen ihnen den Brustkorb. Die Zahl der für den Pelzmarkt mit Hilfe von Fallen gefangenen Tiere wird auf 20% geschätzt.

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