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April 2010 - Für den Ersatz von Tierversuchen durch neue Alternativmethoden

Resultat des Plakatwettbewerbs

Im Dezember 2009 lancierte die Liga ihren Plakatwettbewerb. Bis zum Ablauf der Einreichefrist am 25. März 2010 gingen rund 80 Projekte ein. Diese stammten von professionellen Agenturen, Grafikern, Amateuren sowie überzeugten Tierschützern aus Frankreich, Deutschland und Italien. Wir freuten uns sehr über die zahlreichen interessanten und in grafischer Hinsicht gelungenen Projekte.

Am 20. März 2010 traf sich die Jury. Sie bestand aus einem Dutzend Mitgliedern der SLGV und aus Personen, die im Grafikbereich tätig sind. Den Preisträger zu ermitteln, stellte keine einfache Aufgabe dar. Jedes Jurymitglied musste sich aus den 80 Projekten auf anonyme Weise für deren fünf entscheiden. Nach einer ersten Selektion blieben die fünf Projekte zurück, die am meisten Punkte erhalten hatten. Nach mehreren Runden führten die Plakate von Nadine Colin und Julia Bruderer die Rangliste ex aequo an. Während das erste Plakat wegen seines visuellen Ausdrucks berücksichtigt wurde, fand das zweite wegen seiner grafischen Qualität grosse Beachtung. 
Das prämierte Plakat ist für eine Kampagne gedacht, die möglichst viele Personen ansprechen und zum Nachdenken anregen soll. Die SLGV hat sich entschieden, Nadine Colin den ersten Preis zu verleihen. Um ihre Botschaft zu unterstützen, gab die Liga gleich ein zweites Plakat in Auftrag.

Der Vorstand der Liga dankt den Jurymitgliedern für ihre Beteiligung und ihren Entscheid. Wir sind überzeugt, dass die Öffentlichkeit die Kombination der beiden Plakate – ein erstes, das schockiert und zum Nachdenken anregt, und ein zweites, welches eine Lösung für das angesprochene Problem liefert - gut aufnehmen wird. So wird nicht verlangt, angesichts des Leidens der Tiere auf dem ersten Plakat der medizinischen Forschung ein Ende zu bereiten. Die Forderung lautet vielmehr, diese anders zu betreiben. Sie soll auf ethischere, insbesondere aber zuverlässigere und wissenschaftlichere Weise erfolgen.

Der erste Preis ging an Nadine Colin (Agentur Illustrat) in Zürich.
Die beiden Plakate werden für unsere nächste öffentliche Plakatkampagne verwendet.

Download als PDF(CMYK) hohe Druckqualität
F4 Deutsch - Französisch

Download als PDF(CMYK) hohe Druckqualität
F4 Deutsch - Französisch
Download als PDF(CMYK) hohe Druckqualität F12 Deutsch - Französisch

 

2.Preis
Julia Bruderer - Zürich (CH)
3.Preis, französischsprachigen Plakate
Pierrick Gugic - Angers (F)
 
3.Preis, deutschsprachigen Plakate
Tom Hänni - Bern (CH)
 


In Anbetracht der zahlreichen qualitativ hoch stehenden Plakate entschied der Vorstand der Liga, vier Projekte mit einem Sonderpreis von Fr. 500.- auszuzeichnen. Diese wurden im Rahmen der ersten Selektionsrunde ermittelt.

Spezialpreis LSCV
Fanny Vaucher - Vaud (CH)
Spezialpreis LSCV
Nicolas Perrin - Fribourg (CH)
Spezialpreis LSCV
Konrad Mollet - Solothurn (CH)
Spezialpreis LSCV
Simon Keller - Zürich (CH)

 

Versammlung der Jury am 20. März 2010 in Genf

Anne & Kerry Adjecoutay, Luc Fournier, Michèle Loisel, Max Moret, Egon Naef, Arianne Nicollier, Maja Schmid, Suzanne Wachtl

 

Die Vernissage zur Ausstellung der französischsprachigen Plakate fand am Mittwoch, den 24. März 2010 in der Galerie ANIMIST espace in Genf statt.

Die Vernissage der deutschsprachigen Plakate wurde am Mittwoch, den 31. März 2010 im Kunstraum Walcheturm in Zürich abgehalten.

1.Preis, Nadine Colin - Zürich 2.Preis, Julia Bruderer - Zürich (CH)

 

Ansprache von Dr. Daniel Favre, Biologe,
anlässlich der Preisverleihung an der Vernissage des Plakatwettbewerbs vom 31. März 2010 in Zürich


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Besucherinnen und Besucher

Im Namen der Schweizer Liga gegen Vivisektion, die diesen Wettbewerb veranstaltet, heisse ich Sie herzlich willkommen und danke Ihnen für Ihr Erscheinen.

Bevor wir zur Preisverleihung schreiten, möchte ich daran erinnern, in welchem Kontext dieser Wettbewerb lanciert wurde. Nachdem 1995 zwei Volksabstimmungen zur Abschaffung von Tierversuchen gescheitert waren, hat sich die Schweizer Liga gegen Vivisektion durch eine Änderung ihrer Statuten dazu verpflichtet, die Entwicklung von Alternativmethoden zu unterstützen. Dies soll es langfristig ermöglichen, die Verwendung von Tieren für die medizinische Forschung einzustellen. Trotz riesiger Fortschritte, die diesbezüglich erzielt wurden, nimmt man fünfzehn Jahre später die mangelnde Unterstützung von Alternativmethoden konsterniert zur Kenntnis. Als Wissenschaftler, der stets mit In-vitro-Modellen gearbeitet hat, kann ich bestätigen, dass Forschungen ohne Tierversuche einen ständigen Kampf bedeuten. Forscher, welche die Verwendung von Tieren ablehnen, werden in den wissenschaftlichen Kreisen schlecht aufgenommen. Vor allem mangelt es aber an Finanzierungsquellen für Alternativmethoden. 
Die Stiftung Forschung 3R stellt das einzige öffentliche Organ dar, welches sich in der Schweiz in diesem Bereich betätigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1987 betrug ihr jährliches Budget aber nie mehr als eine Million Franken. Dies erklärt, warum die Stiftung in ihrem zwanzigjährigen Bestehen nur rund hundert Projekte unterstützte. Unzureichend ist die Unterstützung von Alternativmethoden durch die Stiftung 3R auch, wenn man sie den 280 Millionen Franken gegenüberstellt, welche die Abteilung III „Biologie und Medizin“ des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung erhält. Ein Grossteil dieser Gelder fliesst in Tierversuche an Universitäten. Verglichen mit den 800 bis 900 neuen Tierversuchen, die jedes Jahr in der Schweiz bewilligt werden, wirken auch die fünf bis sechs Projekte, welche die Stiftung Forschung 3R jährlich finanziert, recht schäbig.

Nach Ansicht der breiten Öffentlichkeit sind Tierversuche für die medizinische Forschung erforderlich, da keine anderen Mittel für die Untersuchung von Krankheiten zur Verfügung stehen. Wenn aber genügend Mittel für Alternativmethoden aufgewendet würden, wäre es rasch möglich, die zahlreichen Versuche zu ersetzen, bei denen derzeit Vierbeiner wie Nagetiere, Hunde oder Affen zum Einsatz gelangen.
Aus diesen Gründen lanciert die Schweizer Liga gegen Vivisektion eine Informationskampagne zu Alternativmethoden. Dies erfolgt insbesondere im Rahmen einer öffentlichen Plakatkampagne. Angesichts dieser Kampagne wurde beschlossen, einen Wettbewerb zur Gestaltung der französisch- und deutschsprachigen Plakate auszuschreiben. Die 1'200 Werbeträger in den Formaten F4 (89,5x128 cm) und F12 (268,5x128 cm) werden vom 19. Mai bis am 2. Juni 2010 in den Kantonen Zürich, Basel, Bern, Waadt, Genf, Freiburg, St. Gallen, Wallis, Neuenburg und Aargau aufgehängt.

Eingereicht wurden rund 80 Projekte aus der Schweiz, Frankreich, Deutschland und Italien. Sie stammen von Grafikstudierenden, Fachleuten oder überzeugten Tierschützern. Wir danken allen Teilnehmenden ganz herzlich für die Zeit und Energie, die sie für die Gestaltung ihrer Projekte aufgewendet haben. Viele sind von sehr guter Qualität und den zehn Jurymitgliedern, die sich am 20. März trafen, fiel die Wahl nicht leicht.
Nach mehreren Beratungen hatten aber doch drei Plakate die Nase vorn.

Vor der öffentlichen Bekanntgabe der drei Preisträger möchte ich den Spezialpreis erwähnen, den der Ligavorstand für vier Plakate verliehen hat. Die Preisträger erhalten jeweils Fr. 500.-.
Die Preise gingen an Fanny Vaucher aus Lausanne, Konrad Mollet aus Solothurn, Nicolas Perrin von der Agentur 28g in Freiburg und Simon Keller von der Agentur KGB Schweiz in Zürich.

Bei den deutschsprachigen Plakaten ging der dritte Preis an Tom Hänni aus Bern. Er wurde für die visuelle Qualität seiner Arbeit ausgezeichnet.
Die Entscheidung für den ersten und zweiten Preis fiel sehr knapp aus und erforderte mehrere Diskussionsrunden. Schliesslich ging der zweite Preis an Julia Bruderer aus Zürich. Ihr Plakat überzeugte durch seine Komposition und grafische Qualität.
Das Rennen machte zu guter Letzt Nadine Colin aus Zürich. Die Jury begründete ihre Wahl mit der visuellen Auswirkung, die von einem Strassenplakat zu erwarten ist. Das Thema weist darauf hin, dass jegliche Herstellung von Medikamenten auf den Leiden der Tiere beruht, während dies bei Alternativmethoden nicht der Fall ist.

Wir hoffen, dass diese Plakatkampagne auf reges öffentliches Interesse stossen und dazu beitragen wird, über die Möglichkeiten einer besseren Forschung ohne Tierversuche zu informieren, die wirklich im Dienste der Volksgesundheit steht.

 

Auswahl von Projekten (Format F4 - F12) des Plakatwettbewerbs
«Für den Ersatz von Tierversuchen durch neue Alternativmethoden»

Die Liga dank allen Teilnehmenden ganz herzlich für ihre qualitativ hoch stehenden Projekte und die Zeit, die sie dafür aufgewendet haben. Unser Dank richtet sich insbesondere an diejenigen Kandidaten, die uns ihre gedruckten Projekte in Form von Thematiken oder in den Formaten F4 und F12 zukommen liessen. Diese sind bekanntlich mit höheren Druckkosten verbunden.

Konrad Mollet - Solothurn (CH)
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Pierrick Gugic - Angers (F)
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Julia Bruderer - Zürich (CH)
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Claudia Musch - Bergisch Gladbach (DE)
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Yannick Vogler - Genève (CH)
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Yasmine Abolis & Renato Crameri - Zurich (CH), agence Deux-pièce
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Fabien Cuffel - Genève (CH), agence Fresh-design
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Marie-Eve Racine - Neuchâtel (CH)
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Pierre-Alain Zollinger - La chaux-de-Fonds (CH)
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Wolf & Fahrni Berg - Zürich (CH)
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Laura Brenni - Paris (F)
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Thomas Zulauf - Zürich (CH), agence Konzentrat
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Nadine Colin - Zürich (CH), agence illustrat
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Berg Matthias - Zürich (CH)
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Fanny Vaucher - Vaud (CH)
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Nathalie Zwimpfer - Basel (CH)
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Nicolas Thut - Vaud (CH)
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Monika Schneiter - Winterthur (CH), Women et Work GmbH
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Silvan Kälin - Zürich (CH)
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Tom Hänni - Bern (CH)
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Silvio Meier - Zürich (CH)
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Claire Brenner - Genève (CH)
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Nicolas Perrin - Fribourg (CH)
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Simon Keller - Zürich (CH)
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Davide Di Colloredo - Roma (IT), agence dichi nonazienda
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José Couzy - Paris (F)
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Simon Küffer - Bern (CH)
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Sandra Husistein - Genève (CH)
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Arun Chanson - Genève (CH)


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