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Juli 2010

Kampagne „ Für den Ersatz von Tierversuchen durch neue Alternativmethoden “

Unsere öffentliche Plakatkampagne, die wir vom 17. Mai bis am 2. Juni 2010 durchführten, stiess auf reges Interesse. Dies freut uns natürlich sehr. Die Verwendung von Alternativmethoden in der medizinischen Forschung ist weiterhin verkannt und nur wenige wissen, dass im Gegensatz zu den Erklärungen wissenschaftlicher Kreise keinerlei Anstrengungen vorgenommen werden, um ihre Entwicklung zu fördern.

Aufgrund von Art. 22 des Tierschutzgesetzes ist der Bund jedoch verpflichtet, Alternativmethoden zu unterstützen und zu fördern. Um dieses Ziel zu erreichen, hat er 1987 die Stiftung 3R ins Leben gerufen. 2009 haben wir in der Septemberausgabe unserer Zeitung die jämmerliche Arbeit dieser Stiftung beschrieben, in der die Pharmalobby und eine Handvoll eingeschlafener Personen am Schmarotzen sind.
Die Stiftung, die über ein erbärmliches Jahresbudget von Fr. 800'000.- verfügt, unterstützt jedes Jahr mit Mühe und Not fünf bis sechs Projekte. Gleichzeitig werden in der Schweiz 800 bis 900 neue Tierversuche bewilligt. In dieser Stiftung tut sich nicht viel. Aufgrund ihrer undurchsichtigen Betriebsweise ist dies auch nicht weiter erstaunlich. Wir wollten uns etwas genauer informieren und stellten einige Fragen beispielsweise zur Nominierung von Mitgliedern. Zudem baten wir um eine Kopie der Gründungsurkunde sowie des Reglements.
Am 11. Februar 2010 erhielten wir eine erste lapidare Absage der Stiftung, die uns mitteilte, es handle sich dabei um „interne“ Dokumente. Wir mussten nachhaken und darauf hinweisen, dass die Weigerung „in Anbetracht des finanziellen Engagements des Bundes, des Einbezuges von Parlamentsvertretern, im Hinblick auf die geltende Gesetzgebung wie die LTRANS“ inakzeptabel ist.
Schliesslich liess uns die Stiftung widerwillig ihre Gründungsurkunde zukommen. Was das Reglement betraf, teilte uns ihr Sekretär am 16. Februar mit, dass es sich „beim Stiftungsreglement um einen internen Akt handelt, der die Verwaltungsverfahren innerhalb der Stiftung regelt. Da es das erste Mal ist, dass jemand eine Kopie erhalten möchte, muss ich zuerst mit dem Stiftungsrat Kontakt aufnehmen. Dies umso mehr, da die LTrans im konkreten Fall nicht gilt (siehe Art. 2 Abs. 2 Bst b).“ Bis anhin warten wir auf weitere Mitteilungen...

Uns blieb somit nur die Hoffnung, dass sich der Bund an europäischen oder internationalen Programmen beteiligt, die Alternativen zu Tierversuchen anstreben. Der völlig mangelhafte Einsatz war aber noch dramatischer, als wir geglaubt hatten. So teilte uns das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) am 21. Juni 2010 mit:
„Die Unterstützung, die der Stiftung Forschung 3R entgegengebracht wird, stellt die wichtigste Stütze der Förderung von Methoden dar, die dazu dienen, Tierversuche einzuschränken. Durch diese Unterstützung trägt der Bund massgeblich dazu bei, die Zahl der bei Tierversuchen verwendeten Tiere zu senken, die Methoden weniger zwingend zu gestalten und die Tierversuche schliesslich durch andere Methoden zu ersetzen. Zum jetzigen Zeitpunkt unterstützt der Bund keine weiteren Projekte, die ähnliche Ziele verfolgen (...).“

Der gutmütige Ton der Antwort des BVET und das passive Verhalten des Bundes sind nicht weiter erstaunlich. Um diese zu zwingen, Alternativmethoden tatsächlich zu unterstützen, ist ein öffentlicher Druck oder eine parlamentarische Intervention erforderlich.
Was die Öffentlichkeit anbelangt, so setzen sich die Liga und andere Organisationen seit einigen Jahren dafür ein, auf die Bedeutung solcher Methoden hinzuweisen. Das Thema ist jedoch komplex und derzeit ist es illusorisch, diesbezüglich an eine Mobilisierung zu glauben.
Einfacher ist es hingegen, beim Parlament zu intervenieren. Dies gilt zumindest dann, wenn wir bei unseren Politiker/innen auf genügend Interesse stossen. Da das Ende unserer Plakatkampagne mit der beginnenden Sommersession des Parlamentes (31. Mai bis 18. Juni 2010) zusammenfiel, wollten wir für unsere Parlamentarier/innen eine Konferenz halten. Diese sollte von der KTT (1) veranstaltet werden, welche aus Mitgliedern von kantonalen Tierschutzdelegierten der Tierversuchskommissionen besteht. Darunter befinden sich auch zwei Vertreter der Liga. Luc Fournier stellte die Idee an einer Sitzung vor, welche die KTT am 28. April 2010 in Bern veranstaltete. Sie stiess auf Zustimmung und es wurde vorgeschlagen, Luc solle die Basler Nationalrätin Maja Graf kontaktieren und sie über das Vorhaben informieren. Bei dieser Gelegenheit teilte Maja Graf mit, sie bereite bereits eine parlamentarische Interpellation zur Tätigkeit der Stiftung Forschung 3R vor (siehe neben stehend). Somit wurde beschlossen, die Antwort des Bundesrates abzuwarten und mit dem Vorstoss beim Parlament bis zur Herbstsession (13. September – 1. Oktober) abzuwarten. Da im August zwei Bundesratsmitglieder zurückgetreten sind, werden an der Herbstsession wahrscheinlich andere Themen auf der Traktandenliste stehen. Unser Projekt würde sich somit auf die Wintersession Ende November verschieben. Der neue Zeitplan könnte sich trotz allem als positiv erweisen. Er würde uns genügend Zeit lassen, um unser Vorgehen besser vorzubereiten. Auf diese Weise könnten wir insbesondere die Westschweizer Nationalrätinnen und Nationalräte kontaktieren, um uns ihre Unterstützung zu sichern. Bis anhin befürworten nur die Deutschweizer Politiker/innen unsere Aktion.

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Anmerkungen :

(1) KTT (Konferenz der Tierschutzdelegierten der kantonalen Tierversuchskommissionen). Diese umfasst aktive Tierschutzvertreter/innen, die den Kommissionen der Kantone Basel, Zürich, Bern, Waadt, Genf und Freiburg angehören.


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