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1. Dezember 200 - Für den Ersatz von Tierversuchen durch neue Alternativmethoden

Plakatwettbewerb

Die Schweizer Liga gegen Vivisektion (SLGV) lanciert einen Wettbewerb, an dem sich alle beteiligen können. Dieser soll dazu dienen, die Plakatkampagne zu gestalten, die vom 19. Mai bis am 2. Juni 2009 in der Deutsch- und Westschweiz stattfinden wird. Bei dieser Gelegenheit werden in den Kantonen Zürich, Basel, Bern, Waadt, Genf, Freiburg, St. Gallen, Wallis, Neuenburg und Aargau 1200 Plakate in den Formaten F4 (89,5x128 cm) und F12 (268,5x128 cm) aufgehängt.

Ziel der Plakatkampagne
Tierversuche stellen zwar weiterhin ein umstrittenes Thema dar. Trotzdem hält die Bevölkerung an der Vorstellung fest, ohne solche Experimente bleibe die medizinische Forschung „stehen“. Unsere Plakatkampagne dient hauptsächlich dazu, die Bevölkerung über die Forschungsmethoden zu informieren, mit denen sich Tiere in der medizinischen Forschung ersetzen lassen (so genannte Ersatz- oder Alternativmethoden). Die Behauptung, ohne Tierversuche könnten Krankheiten nicht untersucht werden, macht heute keinen Sinn mehr. Seit rund zehn Jahren werden im Bereich der Ersatzmethoden spektakuläre Fortschritte erzielt. Auf Zellniveau, in der bildgebenden Forschung und bei der Entwicklung von bioinformatischen Modellen wird im Rahmen von zahlreichen Studien inzwischen auf Tierversuche verzichtet.

Die Entwicklung von Alternativmethoden, die genügend leistungsfähig sind um gewisse Krankheiten zu untersuchen, erweist sich jedoch als schwierig. Diesbezüglich gilt es, sich der wissenschaftlichen Herausforderung zu stellen. Zuerst ist jedoch das Problem der mangelnden finanziellen Unterstützung von Alternativmethoden zu lösen.
Um dem Gesetz zu entsprechen und Methoden zu unterstützen, die Tierversuche ersetzen (TSchG Art. 22), gründete der Bund vor rund zwanzig Jahren die Stiftung 3R. In der Ausgabe Nr. 25 unserer Zeitung (September 2009) wiesen wir darauf hin, dass diese Stiftung in Tat und Wahrheit über ein erbärmliches Budget von lediglich Fr. 800'000.- verfügt. Wir zeigten zudem auf, dass ihr Stiftungsrat von Vertretern der pharmazeutischen Industrien und aktiven Befürwortern von Tierversuchen im Rahmen des Parlaments unterwandert wurde.
Der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) hingegen erhielt im Jahr 2008 – bei einem Gesamtbudget von 662 Millionen – über 280 Millionen Franken, um Forschungsprojekte der Abteilung 3 „Biologie und Medizin“ zu unterstützen. Die Hälfte dieser Projekte beruht direkt auf Tierversuchen.

Keine Änderung ohne politischen Willen
Im Rahmen unserer Veranstaltung ZUGETIVE in Freiburg (S. 5) unterhielt sich die Westschweizer Tageszeitung „Le Temps“ mit Ori Schipper vom Presse- und Informationsdienst des SNF. Nach  der fehlenden Unterstützung von Alternativmethoden befragt, meinte dieser: „Der SNF verfolgt das Ziel, die Forschung gemäss Kriterien der wissenschaftlichen Exzellenz zu fördern (...). Dies erfolgt unabhängig davon, ob es sich nun um Tierversuche oder Alternativmethoden handelt. Damit ein Grossteil des Budgets für solche Methoden verwendet wird, muss ein orientiertes Forschungsprogramm entwickelt werden. Dies hängt vom politischen Willen ab.“
Damit spricht er zumindest Klartext: Vom SNF ist keine Änderung seiner Gepflogenheiten zu erwarten, ohne dass er von seinem hauptsächlichen Geldgeber – dem Bund und seinen Steuerzahlern - dazu gezwungen wird. Deshalb dient die Plakatkampagne auch dazu, die Debatte über die Tätigkeiten unserer Institutionen zu lancieren und über das entsprechende System zu orientieren. Dieses hat derzeit zur Folge, dass diejenigen, die von Tierversuchen leben, auch darüber entscheiden, welche Projekte oder Forscherteams an unseren Universitäten finanziell unterstützt werden.

Preisverleihung
Die Plakatprojekte sind bis am 15. März 2010 einzureichen. Die Preisverleihung findet für die Plakate in Französisch am 9. April 2010 in Genf und für die Plakate in Deutsch am 16. April 2010 in Zürich statt.
Weitere Informationen zur Preisverleihung werden in der nächsten Ausgabe unserer Zeitung im März veröffentlicht. Das vollständige Reglement zum Wettbewerb kann auf Französisch unter www.lscv.ch/pages/news/concours_fr.html und auf Deutsch unter www.lscv.ch/de/pages/news/wettbewerb_de.html heruntergeladen werden.
 
Galerie ANIMIST espace
Die Preisverleihung der Plakate in Französisch findet am 9. April 2010 um 19 Uhr in der neuen Galerie ANIMIST Espace statt. Diese befindet sich an der Rue Louis-Aubert 4 in Genf. Eine Auswahl der besten Projekte wird bis am 23. April ausgestellt.

Die Galerie, die der Indianerkultur gewidmet ist, wird von Anne Perzoff, einer aktiven Gegnerin von Tierversuchen, geleitet. Sie möchte dazu anregen, dass wir unsere Beziehung zur Natur überdenken und uns überlegen, was den so genannt zivilisierten Menschen dazu bewogen hat, die Natur als leblose Einheit zu betrachten.
Die animistischen Werke, seien es nun Bilder oder literarische beziehungsweise musikalische Werke, stellen diese beschränkte Sicht des Lebens allesamt in Frage. Die Stimme der Urvölker ist von grundlegender Bedeutung. Im Rahmen einer absolut modernen künstlerischen Vision wird neu entdeckt, dass die Erde eine schöpferische Kraft besitzt und in der Lage ist, sich selber zu bestimmen. Sie stellt somit ein Lebewesen dar. Diese Auffassung beruht auf dem ursprünglichen Wissen und prägt auch weiterhin auf diskrete Weise unsere Existenz. Heute nimmt sie die Formen einer Sprache, Ideologie und künstlerischen Ausdrucksweise – der animistischen Kunst - mit der Absicht an, der Natur und den Tieren gerecht zu werden, die diese jederzeit schaffen.

Einladung an die Vernissage der Galerie vom 4. Dezember 2009
Die offizielle Eröffnung der Galerie fällt mit der Vernissage der Mal- und Fotoausstellung „RESERVATION ANIMOOSH“ des Künstlers Rez Dog Atjecoutay zusammen. Das Event findet am Freitag, den 4. Dezember 2009, von 17.00 – 21.00 Uhr statt.

Galerie ANIMIST espace, Rue Louis-Aubert 4 - 1206 Genf – Öffnungszeiten: Do-Mo: 13.30 – 19.30 Uhr - T +41 (0)22 346 16 07 -  info@animistespace.ch - www.animistespace.ch

 

Gleicht es mir wirklich?

Die Ergebnisse von Tierversuchen führen zu schwerwiegenden Nebenwirkungen, wenn menschlichen Patientinnen und Patienten Medikamente verabreicht werden. Die entsprechenden Nebenwirkungen waren aber im Rahmen der Experimente, die an Mäusen, Hunden oder Affen durchgeführt wurden, nicht feststellbar. Dies ist jedoch nicht weiter erstaunlich. Schliesslich ist das Tier kein biologisches Modell des Menschen !
Die medizinische Forschung muss über genügend Mittel verfügen, um moderne und innovative Forschungsinstrumente zu entwickeln. Diese würden das zuverlässige Studium von Krankheiten mittels tierversuchsfreien Methoden, z.B. durch Anwendung von menschlichem Zell- oder Gewebematerial oder bioinformatischen Modellen, ermöglichen.

Grosser Plakatwettbewerb
Nehmen Sie an unserem Wettbewerb teil und gestalten Sie das Plakat für unsere nächste öffentliche Plakatkampagne. Diese steht ganz im Zeichen einer modernen und verantwortungsbewussten medizinischen Forschung.

 


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Schweiz - Petition Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen in der Schweiz

Die Tierschutzorganisationen NetAP und Stiftung für das Tier im Recht (TIR) sowie die mitwirkenden Organisationen und Unterzeichnenden fordern Bundesrat und Parlament auf, eine Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen einzuführen, um die übermässige Vermehrung von Katzen einzudämmen und so das Katzenleid in der Schweiz zu vermindern.

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