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4. Oktober 2014 - Pressemitteilung

Stopp Pelz!
Kein Tierleid für die Mode

Lancierung von Kino- und Fernsehspot gegen das Pelztragen

Den diesjährigen Welttierschutztag nehmen die Stiftung für Tierschutz und Ethik/ProTier und die Schweizer Liga gegen Vivisektion und für die Rechte des Tieres (LSCV) zum Anlass mit einem Kino- und Fernsehspot auf das millionenfache Leid der Pelztiere aufmerksam zu machen.

 

Pelz - der grausame Modetrend ist zurück
 
Nicht mehr nur die High Society kann sich Pelz leisten - Pelz an Billigkleidung ist zum erschwinglichen Massenprodukt geworden. Kaum eine Winterjacke, Mütze oder winterliches Modeaccessoire ohne Fellbesatz. Viele Konsumenten und Konsumentinnen sind sich nicht einmal bewusst, dass sie Echtpelz tragen. Pelz als Verzierung, sogenannte Verbrämungen, oder gefärbter Pelz, werden oft gar nicht als „richtiger Pelz“ wahrgenommen. Doch auch für jedes, noch so kleine Stück Pelz musste ein Tier leiden und getötet werden. Gerade bei kleinen Pelzbesätzen ist das Tierleid dahinter oft noch grösser, weil in der Produktion auf die Gesamtqualität des ganzen Felles weniger Wert gelegt werden muss.

ProTier und LSCV lancieren darum einen eindrücklichen Spot gegen das Tragen von Pelz. Er wird während der Monate Oktober bis Dezember in den Zürcher Kinos Arena und Houdini sowie in Kinos in Genf (Arena) und in Fribourg (Cap'Ciné) gezeigt. Der Spot soll aufrütteln und den Konsumenten bewusst machen, dass Pelz ethisch nicht vertretbar und damit „untragbar“ ist. Der Spot wird im Oktober und November auch im Schweizer Fernsehen (SRF) ausgestrahlt werden.

Rund 65 Millionen Pelztiere werden weltweit, jährlich der Mode geopfert. Ihr kurzes Leben in Farmhaltungen ist voller Leid und Schmerz. Die Tiere haben keinen Platz um elementarste, arttypische Verhaltensweisen auszuleben. Es kommt zu Kämpfen und Verletzungen. Nach einem kurzen aber qualvollen Leben in engen und teilweise verdreckten Käfigen, werden die Pelztiere vergast, mittels Stromschlag getötet oder brutal erschlagen. Es kommt vor, dass Tiere bei der anschliessenden Häutung noch leben. Auch die Fallenjagd ist tierschutzwidrig. Die Tiere müssen oft tagelang schwerverletzt in Angst und Panik ausharren, bis sie mit einem Schuss erlöst werden oder elendiglich eingehen.

Die Stiftung ProTier und die Schweizer LSCV fordern die Konsumentinnen und Konsumenten dazu auf, das immense Leid von Pelztieren nicht zu unterstützen und keine Kleidung und keine Accessoires mit Pelz zu kaufen.

Greift die eingeführte Deklarationspflicht in der Schweiz?

Seit März 2014 ist die Verordnung über die Deklaration von Pelzen und Pelzprodukten definitiv in Kraft. Sie verpflichtet Verkäufer von Pelzprodukten gesetzlich zu einer klaren Deklaration des verwendeten Pelzes. Zwingend deklariert werden müssen: Tierart, Herkunft und Gewinnungsart.
Dem Käufer soll damit ermöglicht werden, sich bewusst für oder gegen Pelzprodukte, beziehungsweise bestimmte Herstellungsarten von Pelz, zu entscheiden. Der Erlass enthält aus Tierschutz- und Konsumentensicht jedoch gravierende Mängel. Mit Formulierungen wie: „Kann aus Fallenjagd oder Jagd ohne Fallen oder aus jeder möglichen Haltungsart, insbesondere auch aus der Käfighaltung stammen“ wird keine wirkliche Transparenz geschaffen. Die Konsumenten sind damit nicht besser informiert. Das immense Tierleid in der Pelzproduktion wird weiterhin verschleiert. Der einzige Weg, die Qual der Pelztiere zu beenden, ist der konsequente Verzicht auf Kleidung und Accessoires, wie Schuhe und Taschen, mit Pelz.

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Schweiz - Petition Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen in der Schweiz

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